[Augenschmaus] Captain America – The First Avenger

Staring: Chris Evans als Captain America / Steve Rogers | Hayley Atwell als Peggy Carter | Sebastian Stan als James Buchanan „Bucky“ Barnes | Hugo Weaving als Johann Schmidt / Red Skull

Kinostart: 2011

Inhalt

Obwohl er ausgemustert wurde, will der schwächliche Steven Rogers seinem Land dienen und stellt sich für eine Testreihe des Supersoldatenprogramms zur Verfügung. Captain America ist geboren. Um den wertvollen Prototypen nicht im Kampf zu verschleißen, wird er während des Zweiten Weltkriegs nach Europa geschickt, wo er in seinem unverkennbaren Stars-and-Stripes- Kostüm die Moral der Truppe heben soll. Als die Nazis mit einem verheerenden Plan gegen die US-Truppen vorgehen, opfert sich Captain America und wird im ewigen Eis eingefroren – sechzig Jahre lang.

Superhelden – Yeah!

Sie sind in aller Munde. Marvel hat sich da wirklich etwas großes und gigantisches aufgebaut. Das MCU ist seit langem völlig ungeschlagen in allem was es versucht. Captain America ist einer der früheren Filme aus 2011 und erzählt die Geschichte von Steve Rogers, einem jungen Soldaten, der mit Hilfe eines Superhelden-Seriums übermenschliche Kräfte erlangt hat und nun die Nation erst einmal motiveren soll. Als Versuchskanninchen darf er zu Beginn des Filmes noch nicht mit nach Deutschland um dort Nazis zu jagen, wie sie es in dem Film immer so schön ausdrücken.

Ich bin selbst ein großer Fan von Superhelden und könnte Geschichten oder Filme dazu ohne Ende lesen bzw. ansehen. Mit Captain America habe ich aber immer noch so meien Probleme. Gerade im ersten Teil wird Amerika als die Nation der Retter und Beschützer der Welt gefeiert. Ein Weltbild auf dem Amerika sich seit nun mehr 70 Jahren ausruht. Ob davon heute noch so viel übrig ist, bezweifle ich stark. Trotzdem finde ich, dass die Filme um Steve Rogers ihren eigenen Charme haben. Ich sehen in mir gerne an, auch wenn er niemals mein Lieblingssuperheld werden wird.

Patriotismus – No!

Wie oben schon erwähnt bin ich kein großer Fan von diesem ganzen „Amerika an erste Stelle“ und „Wir sind ja die tollest“ – Gerede. Ich finde es einfach unglaublich selbstverliebt, einen Superheld nach dem eigenen Land zu benennen. Wenn man nun auch noch den Hintergrund betrachtet, vor dem Captain America entstanden ist, wird mir ein kleines bisschen Schlecht. Nationalismus ist von Patriotismus nämlich überhaupt nicht mehr so weit weg. Gerade im ersten Captain America lobt sich Amerika als Land selbst in höchsten Tönen, während Deutschland als ein eben eher „minderwertiges“ Land.

Die Figur des Captain America entstand während des zweiten Weltkriegs, daher kann ich vieles etwas leichter akzeptieren, zumal es ja durchaus eine starke Entwicklung in den folgenden Filmen gibt.

Als Mensch muss ich sagen, dass es für mich gedauert hat, Steve Rogers zu verstehen, doch mittlerweile tue ich es. Für ihn ist Freundschaft und Vertrauen schlicht und ergreifend das wichtigste. Während er sich im ersten Film für einige Aktionen noch nicht wirklich einen Plan ausdenkt, wachsen seine Strategischen Fähigkeiten mit jedem Auftrag, den seine Gruppe abschließt.

Gelungene Umsetzung?

Ich finde ja! Obwohl ich die Comics natürlich nicht alle gelesen habe, ist der erste Film sehr spannend und abenteuerlich. Genau das, was ein Superheldenfilm eben braucht. Gerade die Charaktere erscheinen mir wesentlich viel schichtiger, als ich zu erst erwartet hatte. Sie sind nicht so platt, wie man vermutet. An dieser Stelle allen voran Steve. Auch Red Skull ist wesentlich vielschichtiger als man vielleicht vermutet. Ich möchte an dieser Stelle kein Foreshadowing betreiben und auch niemanden Spoilern, der die Filme noch nicht gesehen hat (ja auch diese Menschen gibt es noch).

Mir gefällt die Umsetzung. Die Kostüme sind toll und machen für mich zumindest einen realistischen Eindruck. Die moderne Technik, gerade bei den Waffen, hat mich hin und wieder etwas verwirrt, aber gerade dadurch zeichnen sich auch die späteren Filme eben auch noch aus. Es wird viel mit Lasern gekämpft, von denen man glaubt, sie werden erst viele Jahrzehnte später entwickelt. Trotzdem gelingt es den Soldaten sich effektiv zu verteidigen. Es scheint ausgewogen zu sein und niemand wirkt sonderlich bevorteilt.

Fangirlmomente

Es hat eine Weile gedauert, aber ich habe einen gewaltigen Crush für Bucky entwickelt. Begonnen hat das allerdings erst im zweiten Captain America, deswegen werde ich mich hier kurz fassen. Bucky und Steve sind ein tolles Team. Ich shippe sie war nicht direkt so, aber sie sind ein sehr erfolgreiches Gespann. Steve würde alles für Bucky tun und schlägt sich weit hinter die feindlichen Linien, um ihn zu retten, während Bucky bis zum Ende nicht von Steves Seite weicht. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, diesen Krieg zu beenden. Bucky hat sich definitiv in mein Herz geschauspielert und ich wünsche mir einfach, noch so viel mehr von Sebastian Stan zu sehen, der in dieser Rolle einfach nur glänzt.

Fazit

Wenn man über den Patriotismus hinweg sehen kann und Superhelden mag, dann wird man vermutlich auch diesen Film mögen. Mir gefallen die geschichtlichen Verwicklungen mit der Realität und wie geschickt sie alles in den Plot eingefädelt haben. Die Freundschaft zwischen Bucky und Steve ist definitiv etwas besonderes.

An dieser Stelle möcht ich auch eine Lanze für Peggy Carter brechen, die ziemlich Badass sein kann. Bereits in ihrer ersten Szene schlägt sie einen der neuen Soldaten zu Boden. Als einzige Frau konnte sie sich einen Namen in der Armee machen. Sie ist stark und unabhängig, trotzdem hat sie eben auch eine gewaltige Schwäche für Steve. Die Mischung finde ich sehr angenehm und die beiden sind einfach zu putzig.

Ich kann euch nur empfehlen den Film anzuschauen, falls ihr es noch nicht getan habt! Es wird wirklich höchste Zeit.

 

 

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Das achte Leben

Das achte Leben

von Nino Haratischwili

Erschienen 01. September 2014
Ebook 1280 Seiten
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
ISBN 978-3-627-00208-4
Preis 24,99 € (E-Book) / Gebundene Ausgabe (34,00 €)

Inhalt

Georgien, 1900: Mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, beginnt dieses berauschende Opus über sechs Generationen. Stasia wächst in der wohlhabenden Oberschicht auf und heiratet jung den Weißgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird, weit weg von seiner Frau. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Kitty und Kostja in Tbilissi Schutz bei ihrer Schwester Christine, die bekannt ist für ihre atemberaubende Schönheit. Doch als der Geheimdienstler Lawrenti Beria auf sie aufmerksam wird, hat das fatale Folgen …
Deutschland, 2006: Nach dem Fall der Mauer und der Auflösung der UdSSR herrscht in Georgien Bürgerkrieg. Niza, Stasias hochintelligente Urenkelin, hat mit ihrer Familie gebrochen und ist nach Berlin ausgewandert. Als ihre zwölfjährige Nichte Brilka nach einer Reise in den Westen nicht mehr nach Tbilissi zurückkehren möchte, spürt Niza sie auf. Ihr wird sie die ganze Geschichte erzählen: von Stasia, die still den Zeiten trotzt, von Christine, die für ihre Schönheit einen hohen Preis zahlt, von Kitty, der alles genommen wird und die doch in London eine Stimme findet, von Kostja, der den Verlockungen der Macht verfällt und die Geschicke seiner Familie lenkt, von Kostjas rebellischer Tochter Elene und deren Töchtern Daria und Niza und von der Heißen Schokolade nach der Geheimrezeptur des Schokoladenfabrikanten, die für sechs Generationen Rettung und Unglück zugleich bereithält. Das achte Leben (Für Brilka) ist ein epochales Werk der auf Deutsch schreibenden, aus Georgien stammenden Autorin Nino Haratischwili. Ein Epos mit klassischer Wucht und großer Welthaltigkeit, ein mitreißender Familienroman, der mit hoher Emotionalität über die Spanne des 20. Jahrhunderts bildhaft und eindringlich, dabei zärtlich und fantasievoll acht außergewöhnliche Schicksale in die georgisch-russischen Kriegs- und Revolutionswirren einbindet.

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