[Rezension] We Are the Ants

Infos zum Buch

von Shaun David Hutchinson
Erschienen 19. Januar 2016
Ebook 455 Seiten
Verlag Simon Pulse
ISBN 978-1-481-44963-2

Inhalt

Henry Denton has spent years being periodically abducted by aliens. Then the aliens give him an ultimatum: The world will end in 144 days, and all Henry has to do to stop it is push a big red button.

Only he isn’t sure he wants to.

After all, life hasn’t been great for Henry. His mom is a struggling waitress held together by a thin layer of cigarette smoke. His brother is a jobless dropout who just knocked someone up. His grandmother is slowly losing herself to Alzheimer’s. And Henry is still dealing with the grief of his boyfriend’s suicide last year.

Wiping the slate clean sounds like a pretty good choice to him.

But Henry is a scientist first, and facing the question thoroughly and logically, he begins to look for pros and cons: in the bully who is his perpetual one-night stand, in the best friend who betrayed him, in the brilliant and mysterious boy who walked into the wrong class. Weighing the pain and the joy that surrounds him, Henry is left with the ultimate choice: push the button and save the planet and everyone on it…or let the world—and his pain—be destroyed forever.
Bild- und Textquelle: goodreads

Gestaltung

Ich bin verliebt in dieses Cover! Der Horizont, die Linien, es spricht mich einfach alles daran an. Es ist auch direkt auf meine Liste mit den Bücher, die ich unbedingt in physischer Form brauche, gewandert. Es spricht mit jede Faser in meinem Körper an und ich spüre wie mich alles in die Ferne zieht. Es ist definitiv eines dieser Fernwehbücher, die einem richtig weh tun.

Aliens and an abusive relationship?

Henry wird von Aliens entführt. Allein dieser Satz hat mich bereits von dem Buch überzeugt. Nach der ersten Seite wusste ich, dieses Buch werde ich lieben, auch wenn es mir weh tun wird. Die Beschreibung der Aliens hat meiner Meinung nach zu 100 % gepasst und ich würde es dem Autor abnehmen, wenn er mir das als Echt verkaufen würde. Henrys Reaktionen waren völlig verständlich und zumindest in diesen Teilen der Geschichte immer nachvollziehbar.

Doch die Aliens sind nicht das Einzige in der Geschichte, das Henry Schmerzen bereitet. Da ist noch dieser Junge, der ihn in der Öffentlichkeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit bloßstellt, hinter verschlossenen Türen, aber nähe sucht, Sex will und noch so viel mehr, von dem Henry nicht bereit ist ihm alles zu geben. Diese Beziehung hat mich innerlich ausgesaugt und ich wollte in dieses verdammte Buch klettern um Henry zu beschützen. Mobbing ist für mich ein Thema, bei dem meine Gefühle mit mir durchgehen, immer. Der Schmerz dieser Beziehung wird durch das Buch getragen und Henry muss sich damit auseinander setzen. Es gibt keine Liebe died as einfach heilt und niemand der ihn rettet. Er muss das selbst in die Hand nehmen und beweisen wie stark er ist.

Triggerwarnung & Klapptexte

Ja ich habe den Klapptext nicht gelesen und ja, deswegen hat mich die Sache mit dem Toten Ex-Freund auch härter getroffen als ich mir selbst eingestehen wollte. Gerade in einer Phase, in der es mir selbst psychisch nicht gut ging, war dieses Buch vielleicht nicht die beste Wahl. Wenn ihr also selbst nicht ganzt stabil seid, oder lieber Vorsicht walten lassen wollt, lest dieses Buch an guten Tagen, wenn ihr jemanden zum Reden habt. Gerade im späteren Verlauf der Geschichte wird das Thema größer als ich dachte und nimmt viel Raum ein. Immer wieder wird erwähnt wie sich der Ex-Freund umgebracht hat und mir persönlich war es manchmal etwas zu viel. Leider habe ich das erst gemerkt, als es für mich schon zu spät war. Daher passt auf euch auf, wenn ihr diese Geschichte lest. Für mich gilt an dieser Stelle, ich sollte vielleicht doch wieder die Klapptexte lesen, ehe ich ein Buch beginne, auch wenn ich dann manchmal gespoilert werde.

The Question

„Würdest du die Welt retten?“

Diese Frage stellt Henry vielen Menschen in seinem Umfeld. Er selbst ist sich da nicht immer so sicher. Er tut viele Dinge, weil er weis, er muss den verdammten Knopf nicht drücken, niemand kann ihn dazu zwingen. Trotzdem bringen ihn seine Familie, seine Freunde und auch seine Feinde zum Nachdenken. Ist die Welt es vielleicht doch wert, mehr als weitere 144 Tage zu existieren.

Während des Lesens habe ich mir selbst die Frage gestellt, wie ich wohl reagiert hätte an seiner Stelle. Mein erster Impuls wäre es auch gewesen, die Welt zu retten, aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto verlockender war es, den Knopf nicht zu drücken. Ich kann euch also jetzt nicht sagen, was ich tun würde.

Besonders amüsant fand ich an dieser Stelle aber die verschiedensten Weltuntergangsszenarien die sich der Autor ausgedacht hat. Bei manchen musste ich doch recht schmunzeln.

Schreibstil

Ich wurde mitgerissen. Dieses Buch ist eine Naturgewalt. Es hat mich in seine Tiefen gezogen, hat mich völlig umgeworfen. Einerseits hat es mir schreckliche Angst gemacht, mir Bilder vor Augen geführt, die ich gerne vergessen hätte. Andererseits hat es mir eine wunderschöne Geschichte über Selbstfindung, Mut und Kraft geschenkt. Es ist wichtig, die positiven Seiten zu sehen, besonders in dieser Geschichte, die so düster wird und so viel Traurigkeit birgt. Der Autor hat einen unglaublich schönen Schreibstil und ich hätte noch ewig weiterlesen können. Schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Trotz des Lernstresses, habe ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen gehabt. Das heißt ganz schön was.

Fazit

Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch, hatte keine Vorstellung davon, was auf mich zukommt. Wie weiter oben bereits erwähnt wurde ich völlig überrollt. Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Buch „gefallen“ hat. Das wäre einfach das falsche Wort. Es hat mich fasziniert, begeistert, mich verletzt und mich in einen Zustand befördert, auf den ich gerne hätte verzichten können. Trotzdem hat es mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Henry war eine Figur, die ich gerne begleitet und noch viel lieber beschützt hätte.

Ich weiß auch gar nicht wie ich dieses Buch bewerten soll. Es wird mir vermutlich noch sehr lange im Kopf herum geistern, wird mich lange nicht los lassen. Trotzdem hat es mich auch verstört, geschockt und verzweifelt zurück gelassen. Ich weiß nicht ob die positiven oder die negativen Gefühle hier überwiegen. Vielleicht bekommt es fünf Monster alleine dafür, dass es überhaupt so viele Gefühle in mir wecken konnte. Klar ist auf jeden Fall: Ich fühle mich sehr klein und unbedeutsam. Wir sollten alle unser Leben viel mehr wertschätzen.

 

Ein Gedanke zu “[Rezension] We Are the Ants

  1. Liebe Marion,
    hach ich kreise bereits viel zu lange um dieses Buch herum. Ich muss es mir dieses Jahr unbedingt noch zulegen, vor allem weil deine Gefühle so unterschiedlich und intensiv waren. Es macht mich viel zu neugierig und allein die Idee mit den Aliens gefällt mir bereits viel zu gut!

    Alles Liebe,
    Sarah

    Liken

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