[Rezension] 99% Mine

Infos zum Buch

von Sally Thorne
Erschienen 29. Januar 2019
Ebook 368 Seiten
William Morrow Paperbacks
ISBN 978-0-062-43962-8

Inhalt

Darcy Barrett has undertaken a global survey of men. She’s travelled the world, and can categorically say that no one measures up to Tom Valeska, whose only flaw is that Darcy’s twin brother Jamie saw him first and claimed him forever as his best friend. Despite Darcy’s best efforts, Tom’s off limits and loyal to her brother, 99%. That’s the problem with finding her dream man at age eight and peaking in her photography career at age twenty—ever since, she’s had to learn to settle for good enough.

When Darcy and Jamie inherit a tumble-down cottage from their grandmother, they’re left with strict instructions to bring it back to its former glory and sell the property. Darcy plans to be in an aisle seat halfway across the ocean as soon as the renovations start, but before she can cut and run, she finds a familiar face on her porch: house-flipper extraordinaire Tom’s arrived, he’s bearing power tools, and he’s single for the first time in almost a decade.

Suddenly Darcy’s considering sticking around to make sure her twin doesn’t ruin the cottage’s inherent magic with his penchant for grey and chrome. She’s definitely not staying because of her new business partner’s tight t-shirts, or that perfect face that’s inspiring her to pick up her camera again. Soon sparks are flying—and it’s not the faulty wiring. It turns out one percent of Tom’s heart might not be enough for Darcy anymore. This time around, she’s switching things up. She’s going to make Tom Valeska 99 percent hers.
Bild- und Textquelle: goodreads

Gestaltung

Das Cover passt ausgesprochen gut zur Geschichte und zum Genre des Buches. Ich mag Cover die gezeichnet sind lieber als realistische, trotzdem bin ich immer noch kein Fan von Menschen auf dem Cover, deswegen herrschen etwas zwiegespaltene Gefühle. Die Farben finde ich trotzdem toll, das Gelb leuchtet regelrecht.

What about Cliché?

Darcy ist eine Frau, die sich nichts sagen lässt und ihre Freiheiten liebt. Als Fotografien konnte sie die Welt bereisen und hat sich dort wo sie gelandet ist, einfach einen Job gesucht. Sie ist mit wenig zufrieden und möchte eigentlich nirgendwo zuhause sein. Man lernt sie in einer Bar kennen, in der sie im Moment arbeitet. Dort wird deutlich, dass sie sich nicht unterkriegen lässt.

Doch dann hört es für mich mit dem Badass sein auch schon wieder auf. Darcy ist die jünger von einem Zwillingspärchen. Ihr älterer Zwillingsbruder Jamie ist der perfektere, schönere und erfolgreichere Zwilling, während sie zwar die jüngste Preisträgerin eines unglaublich wichtigen Fotografiepreises ist, aber trotzdem sonst wohl nicht viel auf die Reihe bekommen hat.

Nun soll das Haus ihrer Großmutter renoviert und verkauft werden. Das ist quasi alles worum sich diese Buch dreht. Tom, der beste Freund von Jamie, versucht sich an dieser Aufgabe und nun ja, es bleibt mehr oder weniger bei einem Versuch, denn er scheint absolut nicht in der Lage zu sein, seine eigene Firma zu leiten und dieses Projekt voran zu bringen. Gleichzeitig ist er aber auch Darcys große Liebe. An diesem Punkt weis ich auch ehrlich schon gar nicht mehr was ich sagen soll, denn viel mehr Plott hat dieses Buch nicht.

Das Figuren-Gefühls-Chaos

Jamie und Darcy haben sich furchtbar über das Haus ihrer Großmutter gestritten und ich kann verstehen, dass man danach einmal eine Pause braucht, aber die beiden können einfach offensichtlich nicht mehr miteinander reden. Es herrscht nicht nur eine völlig ungesunde Spannung zwischen ihnen, sondern allgemein ein unglaublich krankes Geschwisterverhältnis. Dabei finde ich es nicht einmal schlimm, dass sie sich streiten, dass gehört dazu, aber Darcy scheint einfach  kein eigenes Persönlichkeitsbild von sich zu haben. Ständig beschreibt sie sich selbst als die weibliche und hässliche Version ihres Bruders, vor allem seit sie sich die Haare abgeschnitten hat. Trotz all ihrer Versuche kann sie sich einfach nicht davon lösen und das fand ich unglaublich anstrengend.

Gemeinsam mit ihrem Bruder läd sie Tom ein völlig ungesundes Maß an Erwartungen auf, sagt ihm ständig wie perfekt er ist und was weis ich. Kein Wunder das dieser Mann komplexe bekommt. Hinzukommt dass Jamie und Darcy sich auch noch darüber streiten, wem Tom jetzt eigentlich gehört. An dieser Stelle musste ich ganz schönes Stück nochmal lesen, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Menschen gehören niemandem! Diese Art von Besitzansprüchen sind einfach nur ungesund und das zeigt sich in diesem Buch sehr deutlich. Ständig ist von dein und mein die rede, aber so wirklich zum Punkt des ganzen Problemes kommen die Figuren einfach nicht. Es war zum aus der Haut fahren. Die ganzen Beziehungen in diesem Buch haben mich einfach nur aufgeregt und genervt. Sie sind wahnsinnig ungesund und man sollte sich das echt nicht antun.

Allgemein hat mich genervt das weder Tom, noch Jamie Darcy irgendwie für voll nehmen. Sie übergehen ihr Mitentscheidungsrecht und keiner schafft es, ein Problem auszudiskutieren. Wenn man keine Lösung findet, dann sucht man einen Kompromis, aber alle Figuren in dieser Geschichte seinen immer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen oder in Toms Fall: sie laufen davon.

Schreibstil

Ich mochte The Hating Game von Sally Throne sehr gerne, aber gerade bin ich mir echt nicht sicher, ob es die gleiche Autorin geschrieben hat. Alles an diesem Buch ist verwirrend. Es beginnt bereits mit der Bar in der Darcy arbeitet, die nach den ersten Kapitel nie wieder erwähnt wird, bishin zu Figuren die einfach völlig unlogisch handeln und zum Teil einfach keine Selbstachtung habe oder völlig verdreht in ihrer Wahrnehmung sind. Darcy ist weinerlich, kindisch, anstrengend und überhaupt nicht charmant oder lustig. Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren und hatte große Probleme dabei sie auch nur im Ansatz zu verstehen. Wäre ich ihre beste Freundin gewesen, hätte ich sie erst mal ordentlich geschüttelt, denn so richtig interessiert Darcy sich nur für sich selbst und was ihr am besten gefällt und wer ihr gehört. Schon lange habe ich keine unerträglichen Charaktere mehr erlebt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir dieses Mal gar nicht gefallen. Es war mir zu verwirrend und unklar, stellenweise völlig diffus, so dass ich gar nicht mehr wusste worum es in diesem Buch jetzt eigentlich geht. Die Autorin scheint völlig den roten Faden verloren zu haben und ich wünschte mir,  jemand hätte das Buch genommen und einen Großteil davon einfach weggestrichen.

Fazit

Ich komme einfach immer noch nicht über das „Du gehörst 100% mir“ gerede hinweg. Im Gegenteil, ich bekomme regelrecht Zustände! Während dem Lesen ist mir gar nicht so sehr aufgefallen, was ich an diesem Buch eigentlich hasse, aber als ich angefangen habe darüber zu schreiben wurde es mir immer klarer. Dieses Buch war definitiv ein Griff ins Klo und ich wünschte ich hätte es nicht gelesen, denn es tut einem beinahe körperlich weh. Es reicht völlig wenn man den überlangen Klapptext liest, dann hat man sich das schlimmste erspart. Von mir gibt es ein Monster von fünf und die Empfehlung: „Lasst bloß die Finger davon“

 

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