[Rezension] The Cruel Prince

Infos zum Buch

Elfenkrone
– The Folk of the Air #1
von Holly Black
Erschienen 2. Januar 2018
Hardcover 370 Seiten
Brown Books for Young Readers
ISBN 978-3-570-16526-3

Inhalt

Sie sind schön wie das Feuer und gnadenlos wie Schwerter – bis ein Mädchen ihnen Einhalt gebietet …

»Natürlich möchte ich wie sie sein. Sie sind unsterblich. Cardan ist der Schönste von allen. Und ich hasse ihn mehr als den Rest. Ich hasse ihn so sehr, dass ich manchmal kaum Luft bekomme, wenn ich ihn ansehe…«

Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat Jude nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertster Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will…
Bild- und Textquelle: goodreads

Gestaltung

Ich bin absolut begeistert, dass das englische Cover für die deutsche Ausgabe beibehalten wurde. Meiner Meinung nach ist das Cover sehr passend gewählt. Es ist sehr schlicht, aber gerade dadurch könnte es aus der Masse der bunten und stellenwesie vielleicht etwas überfluteten Cover hervorstechen.

Die Hauptfiguren

Jude und ich werden wohl niemals Freunde. Hier war meiner Meinung nach sehr viel einfach nur schief und falsch. Jude und ihre Zwilllingsschwester Taryn wurden von den Fae aufgezogen, Dort sind sie nicht ganz freiwillig gelandet und es ist absolut verständlich, denn den Tod ihrer Eltern kann Jude einfach nicht vergessen. Zumal sie bei dem Mörder ihrer Eltern leben und von ihm aufgezogen wurden. Was ich von Anfang an nicht verstanden habe, ist die Beziehung zwischen Jude und Madoc, dem Mörder ihrer Eltern. Sie „liebt“ ihn, trotz allem was passiert ist. Ich meine … wie kann das sein? Nur weil er sie mit in seine Welt genommen hat und sie dort mehr oder weniger (definitiv weniger) in ruhe leben konnte? Args .. aber Jude und ich wir können einfach nicht mit einander, das hat sich echt schnell herauskristalisiert.

Ein weiterer Punkt den ich wohl nie verstehen werde, ist ihre Einstellung zu Cardan, den ich beinahe noch weniger ausstehen kann als sie. Er ist ein Bully, eine unausstehliche Mistkröte un dich kann einfach nicht nachvollziehen wie es in dem Buch zu dem kommen konnte, was am Ende als Ende präsentiert wurde. Cardans einzige Eigenschaften war hübsch zu sein, gehässig und ein bisschen königlich zu sein. Während Jude gejammert hatte, dass sie nicht zu den grausamen Fae gehört. Keiner von beiden hatte für mich etwas an sich, was sie liebenswert machte oder mir auch nur den Hauch von Empathie entlocken konnte

Weltenbau

Wozu machen sich manche Autoren überhaupt die Mühe sich gewaltige Welten auszudenken und sich komplexe Gebilde zu basteln, wenn man es doch einfach auch mit einem Schulterzucken ignorieren könnte. Hier existieren die Welt der Menschen und die Welt der Fae friedlich nebeneinander ohne das die Menschen großartig etwas davon mitbekommen. Die Herrschaftstrukturen der Fae hat sich mir persönlich nicht wirklich erschlossen. Ich fand es etwas seltsam, wie der König „gewählt“ wurde und ehrlich gesagt war ich am Ende auch an einem Punkt, wo es mir ziemlich egal war. Man erfährt einfach nichts über die Fae und ihre Fähigkeiten. Sie scheinen einfach nur wie Menschen zu sein, vielleicht hübscher, aber was sie so wirklich können sie nicht.

Fazit

Das Buch wurde (wird?) ziemlich gehypte und ich verstehe nicht ganz warum. Ich habe es zugegebenermaßen schon vor einer ganzen Weile auf englisch gelesen und hatte nie wirklich das Bedürfnis etwas dazu zu sagen, weil es mich einerseits aufgeregt hat, aber andererseits war ich auch ziemlich emotionslos nachdem ich es beendet hatte. Es war mir einfach ziemlich egal und ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde, denn im Moment reizt es mich so gar nicht und ich hab ehrlich gesagt auch nicht genug Zeit, um dieses Buch auch noch zu lesen. Die ganze Geschichte hat sich gefühlt auf den letzten 50 Seiten entwickelt und die 300 Seiten davor haben sich sehr gezogen. Holly Black und ich werden auch einfach nicht miteinander warm. Die meisten ihrer Bücher haben mir bisher nicht gefallen und ich frage mich ehrlich, warum ich es immer wieder versuche, aber so ganz damit aufhören kann ich noch nicht, daher werden vermutlich auch in Zukunft noch ein paar halb-glückliche Rezensionen zu ihren Büchern kommen.

Von mir gibt es 2 Monster, weil es kein Buch war, das ich wirklich abgrundtief gehasst habe, aber auch keines, das ich weiterempfehlen würde.

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