[Rezension] Die Krone der Dunkelheit

Infos zum Buch

von Laura Kneidl
Erschienen 2. Oktober 2018
Taschenbuch 630 Seiten
Piper Verlag
ISBN 978-3-492-70526-4

Inhalt

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird …
Bild- und Textquelle: goodreads

Gestaltung

Ich liebe das Cover. Die Sanduhr sieht einfach toll aus und jeder der das Taschenbuch schon einmal in der Hand hatte wird festgestellt haben, dass das Cover haptisch sehr schön anzufassen ist. Man kann den Sand der durch die Uhr läuft tatsächlich fühlen. Definitiv ein Eyecatcher und ein Buch, welches man gerne im Regal stehen hat. An dieser Stelle muss ich aber gestehen, dass meines schon ein bisschen mitgenommen aussieht, weil es ungefähr 2 Monate in meinem Rucksack jeden Tag zur Uni mitgefahren ist.

Fesselnde Figuren

Freya, eine Prinzessin mit einer Vorliebe für verbotene Magie, macht sich auf ihren Bruder zu suchen. Dabei benötigt sie die Hilfe von Larkin, einem Wächter. Freya mag zwar auf den ersten Blick wie eine schwache Frau wirken, dabei ist es ihr schier unbrechlicher Wille, der sie Seite um Seite durch das Buch trägt. Obwohl sie weis, dass sie ohne Larkin nicht den Hauch einer Chance hätte, gibt sie nicht auf. Sie muss ihren Bruder finde und wenn es sie das Leben kostet. Es hat mich sehr beeindruckt mit welcher Willensstärke sie sich durchkämpft, niemals bereit ist auch nur einen Schritt zurückzuweichen und ihr versagen niemals als Option sieht.

Die zweite Figur die wir begleiten dürfen ist Ceylan. Sie möchte Wächterin an der Mauer werden, welche Thobria von der magischen Welt trennt. Obwohl es für Frauen „unüblich“ ist an die Mauer zu gehen, möchte Ceylan es um jeden Preis. Sie ist die erste Frau, die es je versucht hat, dementsprechend sind die anderen Wächter nicht so begeistert davon, trotzdem lässt sie sich nicht abwimmeln. Ceylan ist jemand, der mit viel Biss und Wut daher kommt. Sie möchte Rache für den Tod ihrer Familie, möchte so viele Elva töten wie sie nur kann. Von dieser Rache getrieben scheint sie jedes Hindernis überwinden zu können, welches sich ihr in den Weg stellt. An ihrer Seite ist dabei immer Leigh. Er ist bereits seit langer Zeit Wächter und nimmt sich Ceylan an. Er unterstützt sie dabei in einer Welt, die nur Männer akzeptiert, zu bestehen. Es ist nicht so, dass er für sie kämpft, aber er unterstützt sie bei allem was sie tut. Ich mochte ihn sehr gerne, weil mir seine Charmante, aber auch etwas spitzzüngige Art sehr gefallen hat.

Man könnte nun ach meinen Ceylan wäre eine besonders starke Frauenfigur. Sie wurde mit vielen männlichen Attributen ausgestattet und versucht sich in einer von Männern dominierten Welt durchzusetzen. Ich möchte ihr ihre Stärke nicht absprechen, aber für mich war sie ein sehr klischeebehafteter Charakter, nichtsdestotrotz habe ich ihren Teil der Geschichte trotzdem gerne gelesen.

Magische Wesen und magische Welten

So ganz klar wie die Magie in dieser Welt funktioniert habe ich noch nicht herausgefunden und auch nicht, was man alles damit bewirken kann, aber dafür ist noch Zeit und ich empfinde es auch nicht als negativ. Man bekommt mit, wie Feyra kleine Zauber wirkt um ihren Bruder zu finden und auch wie stark die Evla sind. Sie sind viel blutrünstiger und gewaltbereiter als ich erwartet hätte.

Mich hat es sehr fasziniert, wie die Wächter an die Mauer gebunden werden und auch wie sie ihre Unsterblichkeit erlangen. Damit konnte mich die Autorin sehr überraschen und auch für Larkin und Leigh begeistern. Die Mauer selbst hat mich sehr an Game of Thrones oder auch an A Court of Thrones and Roses erinnert, aber man kann das Rad ja auch nicht neu erfinden. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf, in den folgenden beiden Bänden noch mehr über die Magie und diese Welt zu erfahren. Sie birgt gewiss noch viele Geheimnisse die es zu Lüften gilt.

Lost between words

Laura Kneidl gelingt es, wie beinahe immer in ihren Fantasy-Romanen, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Ich liebe ihren Schreibstil und auch ihr World-Building konnte mich bisher immer überzeugen. Es ist immer etwas schade, dass ich mit ihren Young Adult-Geschichten nichts anfangen kann. Umso mehr freue ich mich jetzt darüber, dass es noch zwei weitere Bände zu „Die Krone der Dunkelheit“ gibt.

Obwohl ich das Buch unterbrechen musste, hat es mir ausgesprochen gut gefallen. Es lag sicherlich nicht am Schreibstil, sondern einfach daran, dass ich keine Zeit und keinen Kopf für die Geschichte hatte. Als ich mich dann aber darauf konzentrieren konnte, war es für mich absolut unmöglich das Buch aus der Hand zu legen.

Es glingt Laura einfach fantastisch den Leser zu fesseln und ihn mit den wechselnden Erzählstimmen an die Geschichte zu binden. Man will einfach wissen wie es weiter geht, egal ob jetzt im nächsten Kapitel oder allgemein mit der Geschichte dieser Figur.

Fazit

Mich konnte Laura Kneidl absolut begeistern und einmal mehr von sich überzeugen. Die Geschichte ist fesselnd, abwechslungsreich und abenteuerlich, anders kann ich es nicht sagen. Die Figuren waren mir super sympatisch und ich mochte besonders Freya und Leigh sehr gerne. Obwohl sie Figuren grundverschieden sind, mochte ich sehr gerne und habe ihre Geschichte gerne gelesen.

Von mir gibt es für ein fantastisches Buch volle fünf Monster, denn nicht nur die Figuren waren überzeugend, sondern auch die Handlung und der Schreibstil haben mich sehr gefesselt. Ich kann euch das Buch von ganzem Herzen empfehlen und freue mich sehr auf viele weitere Meinungen.

Weitere Rezensionen findet ihr bei …
Stopfi’s Bücherwelt
Frau Trallafitti
Nightingale’s Blog
The Book Dynasty

 

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