[Rezension] Der Marsianer

Infos zum Buch

von Andy Weir
Erschienen 13. Oktober 2014
Taschenbuch 512 Seiten
Verlag Heyne
ISBN 978-3-453-31583-9

Inhalt

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden, schließlich war er der erste Mensch in der Geschichte der Raumfahrt, der je den Mars betreten hat. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …
Bild- und Textquelle: goodreads

Gestaltung

Ich habe die Version mit dem Gesicht von Matt Damon, was für mich persönlich jetzt nicht unbedingt das perfekte Cover ist. Mir gefallen die anderen, mit nur Oranger Marsoberfläche deutlich besser, aber nichts desto trotz passt es ja hier auch.

Besonders gefällt mir die Unterscheidung zwischen Marks Erzählperspektive die als aufgezeichnetes Videotagebuch stattfindet. Mark erzählt einfach nur, es gibt keine Dialoge und alles wird innerhalb der Kapitel unterteilt in Sol, also Tage auf dem Mars. Die Teile, die auf der Erde oder der Hermes spielen sind klar davon gegliedert  und sehr schön deutlich zu erkennen. Das hat mir das Lese definitiv erleichtert.

Der Mars

Obwohl ich selbst das Weltall unglaublich faszinierend und spannend finde, habe ich mich noch nie weiter damit beschäftigt. Trotzdem wirkt für mich die Oberfläche des Marses, so wie sie hier dargestellt wird sehr realistisch. Ich hatte wirklich das Gefühl gemeinsam mit Mark dort oben festzusitzen. Dem Autor ist es ausgesprochen gut gelungen mir ein regelrechtes Feuerwerk an Bilder in den Kopf zu pflanzen. Er beschreibt Marks Umgebung sehr genau und die Wissenschaft dahinter. Auch alles was Mark tut, um zu überleben wirkt für mich äußerst fundiert. Hinzu kommt, dass ich gerade die Erzählstimme von Mark sehr angenehm zu lesen finde. Er ist ein lockerer Typ, intelligent und obwohl er Fehler macht, kann er sich immer wieder aus seiner misslichen Lage befreien. Sobald er irgendwie überheblich oder arrogant wurde, hat der Mars ihn sofort in eine Schranken verweisen. Ich habe sehr mit ihm mitgefiebert und wollte umbedingt wissen wie das Buch endet.

Allein auch der Gedanke, dass wir Menschen auf dem Mars sein könnten, war für mich sehr aufregend. Die Geschichte wirkt in ihrer Gesamtheit einfach sehr genial.

Theorie und Praxis

Theorie und Praxis unterscheiden sich ja oft, mal mehr, mal weniger. Vielleicht mag nicht alles so funktionieren, wie der Autor es in seiner Geschichte beschreibt, aber auf mich macht es den Eindruck. Gerade auch die Teile auf der Erde wirken für mich sehr realistisch und zeigen, dass Test zum Beispiel unglaublich wichtig sind, das selbst die kleinste Wahrscheinlichkeit eintreten kann.

Die verschiedenen Herangenehnsweisen der Figuren haben mir sehr gut gefallen. Gerade Annie, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, fand ich sehr erfrischend und herrlich amüsant. In ihr habe ich mich als Laie am besten widergefunden und umso unglaublicher finde ich es, dass der Autor eine solche Figur eingebaut hat.

Alles in allem sind auch die Crewmitgleider der Hermes wirklich toll. Der Zusammenhalt dieser Gruppe war unglaublich stark und hat mich nachhaltig sehr beeindruckt. Ganz besonders gefreut hat es mich aber, dass die Mission von einer Frau angeführt wurde, was ja nun nicht immer so selbstverständlich ist, aber darüber habe ich mich sehr gefreut.

Fazit

Wow! Dieses Buch hat mich sehr sprachlos zurück gelassen. Ich musste zwischen durch eine Pause machen, weil ich mich mit ein paar Bloggern aus Leipzig getroffen habe, aber kaum das ich zuhause war, musste ich sofort weiter lesen. Es war über haupt keine Frage. Die Geschichte ist sehr fesselnd und mitreisend geschrieben, da ist dem Autor wirklich der perfekte Ton gelungen. Es ist eine fantastische Mischung aus Aufregung und Angst, was jetzt wohl passieren wird und wie es am Ende wohl aus geht. Bis wirklich die letzten 20 Seiten angebrochen waren, konnte ich mich nicht enttscheiden, welches Ende ich besser finden würde.

Das Buch hat gefesselt, wie schon lange keines mehr und ich bereue es wirklich sehr, dass es so lange auf meinem SUB lag und ich es erst so spät gelesen habe. Der eigentliche Ansporn für mich war auch nur der Film, der seit Anfang August bei Netflix zu sehen ist. Bereits an dieser Stelle kann ich sagen, dass ich sehr froh war, erst das Buch gelesen zu haben. Von mir gibt es volle fünf Monster für ein Buch, dessen Spannung kaum auszuhalten war.

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3 Gedanken zu “[Rezension] Der Marsianer

  1. Liebe Marion,
    hach, jetzt machst du mir doch Lust auf das Buch, obwohl ich den Gedanken, es vor dem Film zu schaffen, eigentlich schon längst verworfen hatte 😀
    Ich glaube ich habe das Buch gar nicht, aber ielleicht sollte ich es mal kaufen.
    Oder ich gucke doch zuerst den Film, da bin ich aktuell eher „scharf“ drauf.
    #thestruggleisreal

    Liebe Grüße,
    Nicci

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  2. Hey Marion,

    ich verdamme mich gerade den Film bereits gesehen zu haben, so kennt man das Ende im Großen und Ganzen bereits. So wie es klingt, legt das Buch noch einen drauf. Bisher bin ich von trockeneer Lektüre ausgegangen, aber das Vorurteil hast du definitiv aus dem Weg geräumt.

    Danke für die tolle Rezi.

    Liebe Grüße
    Tina

    P.S. Die Leseunterbrechung hat sich hoffentlich trotzdem gelohnt 😉

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