[Rezension] Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen

Infos zum Buch

– DC Icons #1
von Leigh Bardugo
Originaltitel: Wonder Woman: Warbringer
Erschienen 09. Februar 2018
Taschenbuch 448 Seiten
Verlag dtv
ISBN 978-3-736-30527-4
Preis 14,99 € (Ebook) / 18,95 € (Hardcover)

Inhalt

Wonder Woman – als Heldin geboren, zur Legende geworden

Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York – und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte …
Bild- und Textquelle: dtv

Cover

Da ich das Buch eigentlich auf englisch gelesen habe und die Cover bis auf den Untertitel ja identisch sind, habe ich oben das Cover meines Buches eingefügt. Mir gefällt es sehr gut und es ist absolut ansprechend. Jedes Mal wenn ich in einer Buchhandlung daran vorbei laufe nehme ich es trotzdem in die Hand, um es anzuschauen. Das spricht definitiv für das Cover.

Meine Meinung

Lesen wollte ich Wonder Woman – Warbringer bereits kurz nach dem Erscheinungstermin und ich habe auch damit begonnen. Doch bereits nach ein paar Seiten habe ich wieder aufgehört und es weg gelegt, ich war einfach nicht in der richtigen Stimmung und der Anfang war mir fast zu identisch mit dem des Filmes. Den Film habe ich leider kurz vorher gesehen, was meine Motivation leider nicht wirklich gesteigert hat. Ich hatte ein bisschen Angst, dass es eher eine Nacherzählung des Filmes wird, hätte ich da mal noch fünf Seiten weiter gelesen. Diese Befürchtung hatte ich nämlich völlig grundlos.

Dianas Geschichte beginnt auf der Insel der Amazonen und es gibt auch diesen Flugzeugabsturz, doch dieses Mal muss sie Alisa retten. Ein junges Mädchen, dem eine gewaltige Last auf den Schultern liegt. Sie ist der „Warbringer“ wie es im Original heißt. Ihre Bestimmung ist es, die Welt ins Chaos zu stürzten. Damit beginnt sie direkt auf der Insel der Amazonen, so dass Diana sie fortbringen muss.
Alisa weiß aber eigentlich gar nicht wer sie ist und was ihr von ihrem Vorfahren mit auf den Weg gegeben wurde. Die Verbindung der griechischen Mythologie und den verschiedenen Geschichten und Auslegungen hat mir sehr gut gefallen. Es gibt nicht nur eine Geschichte, sondern viele Sagen und Legenden die erzählt werden.

Während Diana mit einer Unbeflecktheit durch die stressige Welt unserer Zeit reist und ihre Unschuld oft deutlich gemacht wird, hat es mir wirklich sehr gut gefallen, dass sie beinahe schon naiv (hier aber in einem positiven Sinn) Dinge in Frage stellt, die für uns schon völlig selbstverständlich sind. Diese Unbefangenheit hat mir sehr gut gefallen und ist der Autorin ausgesprochen gut gelungen.
Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel Alias Hautfarbe, die für Diana natürlicherweise keine Rollespielt, während es selbst in unsere Zeit für Alia noch schwierig ist. Die Kombination der beiden hat es für mich einfach sehr amüsant gemacht.

Ganz besonders hervorheben möchte ich auch die Tatsache, dass Diana eine Heldin ist, sie hat alle Gaben und Fähigkeiten dazu, trotzdem erscheint sie nicht als Über-Held, dem einfach alles auf anhieb gelingt. Sie hat ihre Probleme und ihre Schwierigkeiten, sie muss kämpfen und sich anstrengen, trotz all dem was sie bereits kann. Das muss einem als Autor auch erst einmal gelingen. Ich hatte nämlich auch befürchtet, dass sie hier einfach zu übermächtig wirkt, aber das ist überhaupt nicht der Fall.

Der Schreibstil der Autorin war, wie immer, sehr angenehm zu lesen. Leigh Bardugo schafft es immer wieder mir fantastische Geschichten zu erzählen. Ich bin bei ihr des öfteren sehr zwiegespalten und trotzdem kann ich nicht sagen, dass mir die Geschichten nicht gefallen. Ihre Erzählstimme schafft es immer, noch etwas mehr Magie hinzuzufügen und mich trotz allem zu begeistern.

Ich hatte lange Startschwierigkeiten mit Wonder Woman und musste mich mehr oder weniger durch das Buch kämpfen. Es ist meiner Meinung nach gut erzählt, aber trotzdem fehlt der Geschichte dieses besondere, dieses kleine Etwas, um es zu einem Highlight werden zu lessen. Ich fand es gut und ich war am Ende auch zu frieden, aber es hat mich einfach nicht so von den Socken gerissen, wie ich es erwartet hatte.
Mein Problem war einfach, dass ich ganz andere (von mir falsche) Erwartungen an das Buch hatte und es zu sehr mit dem Film verglichen habe. In diesem ist Diana bereits erwachsen, während sie hier noch ein Teenager ist. Dafür kann das Buch natürlich nichts, aber es hat mir das lesen etwas schwerer gemacht.

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen ist eine solide Geschichte über eine starke und vor allem unabhängige Frau, die als Vorbild für viele Frauen dient und das zu recht. Wonder Woman ist einfach eine tolle Figur und das wird hier durchaus vermittelt. Es behandelt Diversität in jeder Hinsicht und allein dafür gibt es von mir einen großen Pluspunkt! Menschen mit anderer Hautfarbe treten total selbstverständlich auf, was mich sehr glücklich gemacht hat.

Aus diesem Grund gibt es von mir auch vier von fünf möglichen Monstern. Diversität sollte belohnt werden und Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen ist ein tolles Buch. Vergleicht es nicht mit dem Film, denn das sind einfach zwei Paar Schuhe, den Fehler habe ich selbst gemacht. Hier wird eine wunderbare coming-of-age-Story erzählt, die durchaus zu überzeugen weis. Lasst euch von Diana und Alia in eine laute und bunte Welt voller Wunder und Helden entführen.

 

 

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4 Gedanken zu “[Rezension] Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen

  1. Liebe Marion,
    ich finde die Rezi gar nicht chaotisch 🙂
    Du hast einen roten Faden drin und es ist alles gut nachvollziehbar.
    Wenn man schon mit dem Gedanken an den Film an das Buch heran geht sind die Erwartungen natürlich ganz anders. Ich habe mir gewünscht, dass es nicht zu nah am Film ist und wurde dann positiv überrascht.
    Alia fand ich toll, und die Sache mit der Diversität wurde angenehm nebenbei eingewoben.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Nicci,

      Puh, dann war es zum Glück nur in meinem Kopf so chaotisch ^^
      Ich bin auch sehr froh, dass sich das Buch überhaupt nicht an den Film hält, sonst hätte es mir glaube ich gar nicht gefallen 🙂

      Oh ja ^^ als großer Diversitätsfan war ich ganz begeistert davon. Es steht eben nicht im Mittelpunkt, sondern ist einfach ganz normal dabei 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion ❤

      Gefällt 1 Person

      • Jau, manchmal hat man das Gefühl ja, vor allem wenn man emotional dabei ist. Ich hatte das Gefühl, meine Rezi zu Verliere mich. Nicht ist völlig chaotisch und unstrukturiert.

        Das fand ich auch echt gelungen ❤

        Gefällt mir

  2. Liebe Marion,

    Eine richtig tolle Rezension! Ich kann mich deinen Kritikpunkten nur anschließen, ich habe das Buch zwar geliebt, hatte aber dennoch auch meine Schwierigkeiten. Ich finde, du hast einfach die perfekten Worte dafür gefunden.

    Liebste Grüße ❤ Jill

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