[Film] Black Panther

Kinostart: 15. Februar 2018
Dauer: ca. 135 Minuten

 

Besetzung

Regie: Ryan Coogler
Drehbuch: Joe Robert Cole & Ryan Coogler

T’Challa / Black Panther – Chadwick Boseman
Erik Killmonger – Michael B. Jordan
Nakia – Lupita Nyong’o
Okoye – Danai Gurira
Shuri – Letitia Wright
Everett K. Ross – Martin Freeman
W’Kabi – Daniel Kaluuya
Ulysses Klaue – Andy Serkis

Trailer

(c) Marvel Entertainment

Inhalt

Nach den Ereignissen von „The First Avenger: Civil War“ begibt sich T’Challa alias Black Panther (Chadwick Boseman) zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Er bereitet sich darauf vor, seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, aber technologisch höchst fortschrittlichen Staates einzunehmen, obwohl er das nicht geplant hatte. Der Söldner Erik Killmonger (Michael B. Jordan) will ihm die Regentschaft jedoch streitig machen und sucht sich für sein Vorhaben Unterstützung beim zwielichtigen Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Um das Erbe seines Vaters und seine Position als König zu bewahren, tut sich der Held mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) zusammen. Außerdem unterstützt von den Mitgliedern der Dora Milaje (unter anderem Danai Gurira), einer exzellent ausgebildeten Kriegerinnentruppe, und seiner Exfreundin, der Spionin Nakia (Lupita Nyong’o), nimmt der Black Panther den Kampf gegen die beiden Schurken auf…
Quelle: Filmstarts.de

Meine Meinung

Als großer Marvel-Superhelden-Fan war für mich dieser Film nicht nur ein Muss, sonder ich habe sehnsüchtig darauf gewartet. Die Geschichte vom Black Panther wird bereits in Civil War aufgegriffen und dort tritt er auch das erste Mal in Aktion. Der Black Panther ist der Beschützer seines Landes Wakanda und der dort lebenden Bevölkerung.

Wakanda spielt aus einem sehr entscheidenden Grund eine ganz gewaltige Rolle im Marvel Universum: Vibranium. Das seltenste und härteste Metall der Erde. Neben Captain Americas Schild besteht auch Vision aus Virbranium. Da dieses Metall nur in Wakanda gefördert werden kann, haben die vorherigen Könige des Landes alles daran gesetzt, nichts davon in die Außenwelt dringen zu lassen. Dem steht nun aber der Bösewicht Ulysses Klaue im Weg, den man auch bereits aus Age of Ultron kennt. Dort kauft ihm Ultron eine gewaltige Menge Vibranium ab.
Ich fand es wahnsinnig gut gemacht, dass er in diesem Film wieder eine Rolle gespielt hat. Es verknüpft für mich die Filme noch viel besser und lässt das Universum realer wirken. Nicht nur weil Andy Serkis ihn spielt, sondern weil ich ihn auch irgendwie ganz lustig fand, habe ich mich doch sehr bei seinen Auftritten amüsiert.

Doch er ist es nicht, der den neuen König in Wakanda zum wanken bringt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber der eigentliche Gegenspieler tritt erst ein wenig später auf.

Während man in der ersten halben Stunde des Filmes Wakanda und seine Kultur besser kennen lernt, war ich geblendet von der Schönheit der Landschaftsaufnahmen. Diese sind mein absolutes Highlight in dem ganzen Film. Die Städte, Landschaften und eigentlich alles, was mit Wakanda als Land zu tun hat, sind wunderbar gelungen und haben mich als Zuschauerin perfekt in diese fremde und ferne Welt eingeführt. Das Lebensgefühl der Menschen ist direkt auf mich übergesprungen und ich habe förmlich die Hitze der Sonne auf meiner Haut gefühlt und die würzige Luft geatmet.
Auch besonders hervor heben möchte ich die Stellung der Frauen in Wakanda. Sie stehen mit Männern auf einer Stufe, sie werden nicht aufgrund ihres Geschlechtes unterdrückt, ganz im Gegenteil: Die Leibgarde des Königs besteht zum Beispiel nur aus Frauen (sehr fähigen Frauen, wie man später im Film noch fest stellt). Allgemein gibt es hier verhältnismäßig wenig kämpfende Männer. T’Challa ist allgegenwärtig von Frauen umgeben. Seine Schwester leitet das Forschungslabor, sein Love-Interest ist eine der besten Spioninnen des Landes und seine oberste Wächterin ist einfach nur der Wahnsinn. Es gibt eine Szene in dem Film, in der sie sehr deutlich macht, dass sie ihren König und ihr Land gegen alles und jeden verteidigt, selbst gegen den Menschen, den sie eigentlich liebt. Allein das sie an diesem Punkt nicht eingeknickt ist, sondern wirklich bereit war zu kämpfen und zu töten, hat diesen Film für mich noch einmal auf ein ganz eigenes Level gehoben.

Während ich T’Challa bereits in Civil War als einen starken und durchsetzungsfähigen Menschen wahrgenommen habe, zeigt er in diesem Film eine überraschend besonnene Seite an sich. Als König nimmt er seine Aufgabe sehr ernst, er wirkt auf mich wirklich vorbeitet, bedacht und seine Aktionen sind wohlüberlegt. Mir war er auch durchweg völlig sympathisch und ist für mich eine Figur, bei der ich zu 100 % mitfiebern kann.

Nun hab ich zu der eigentlichen Handlung noch nicht wirklich viel gesagt, was vielleicht daran lag, dass ich im ersten Moment nicht so ganz überzeugt war. Für mich war es eher wie die Mischung aus den ersten beiden Iron Man – Filmen. Ich hatte mir einfach so viel mehr davon erwartet und war im ersten Moment etwas enttäuscht, vielleicht sogar stellenweise gelangweilt. Mit 135 Minuten ist der Film auch wahnsinnig lang und ich bin immer noch der Meinung, dass man den auch unter zwei Stunden hätte machen können, dann wäre nämlich auch der Überlängenzuschlag entfallen.

Trotzdem, und gerade weil er mich so lange noch zum Nachdenken bringt, finde ich den Film gut und würde ihn mir auch wieder ansehen (vielleicht nicht im Kino und nicht in 3D). Der Film greift Themen auf, die zu einem typischen Superheldenfilm gehören und macht in dieser Hinsicht nicht viel Falsch. Gerade wenn man bedenkt, dass Black Panther der erste schwarze Superheld war und in einer Zeit entwickelt wurde, als die Bevölkerungsaufstände ihren Höhepunkt erreicht haben, finde ich, dass er auch diesen Punkt gut aufgreift. In dem Film wird ernsthaft darüber nachgedacht, alle farbigen Menschen zu bewaffnen und einen großen Aufstand „gegen die weißen Unterdrücker“ zu beginnen. Ich war an dieser Stelle wirklich beeindruckt von der Tiefe und der politischen Gedanken des Filmes.

Mir gefällt sehr gut, dass dieser Film wieder etwas von der Ernsthafigkeit der etwas älteren Marvel-Filme hat. Nachdem  der neue Thor-Film für mich einfach zu Guardians-Komisch war, freut es mich, dass es nicht weiter in diese überspitze Komik geht, sonder dass man sich darum bemüht, auch etwas Düsternis in diese bunte und aufregende Welt zu bringen.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich zu Beginn der Rezension dachte es wird ein kompletter Verriss und nun bin ich selbst erstaunt, wie viel positives ich doch zu sagen hatte. Wer Marve-Filme liebt, wird auch diesen hier mögen. Mit Sicherheit wird es nicht mein Lieblingsfilm und auch kein Highlight, aber es ware in guter Film, der 135 (lange) Minuten gut unterhalten hat und den ich mir mit Sicherheit auf DVD noch das eine oder andere Mal ansehen werde, nicht zuletzt wegen der schönen Landschaft in Wakanda.

Mein zweites persönliches Highlight war die letzte Szene in Vorbereitung auf Infinity War Teil 1. Meine Freundin saß nur lachend neben mir und hat mir Luft zu gefächtert, während ich beinahe sabbernd in meinem Kinosessel zusammengesunken bin.

Von mir gibt es vier von fünf möglichen Monstern. Der Plot hat seine Schwächen, aber trotzdem konnte er mich am Ende überzeugen und hat es geschafft, dass ich längerfristig darüber nachgedacht habe. Falls ihr also die Gelegenheit habt, schaut euch den Film an!

 

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11 Gedanken zu “[Film] Black Panther

    • Hey Nicci,

      ich hab versucht so Spoiler-Frei zu schrieben wie irgendwie möglich ^^
      Der Film lohnt sich auf jeden Fall zum Angucken und ich muss ganz ehrlich sagen, bei den Preisen fürs Kino (ich hab 14 € bezahlt) lohnt sich die DVD mittlerweile fast mehr und kann schon auch mal billiger sein UND man kann ihn gucken wann man Zeit und Lust hat ^^ Definitiv ein großer Vorteil 😀

      Ich wünsche dir auch einen schönen Sonntag 🙂
      Liebe Grüße,
      Marion

      Gefällt 1 Person

      • Das glaube ich, aber ich lese grundsätzlich nichts vor dem Lesen, auch keinen Klappentext 🙂

        Stimmt, so kann man es auch sehen 🙂 Aber manche Filme kommen im Kino sooo viel besser rüber. ABER die DVD ist auch was tolles, da hast du vollkommen recht. ❤ Mal schauen ob ich es ins Kino schaffe.

        Gefällt mir

    • Liebe Jill,

      vielen Dank! Ich freu mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt und ich bin sehr gespannt, wie du ihn findest.
      Ich war ja nicht direkt danach nicht ganz so positiv, während meine Freundin in sofort geliebt hat und total begeistert war. Wirklich schlechtes habe ich über diesen Film bisher auch noch nicht gehört ^^
      Aber lass dich überraschen 🙂

      Liebe Grüße,
      Marion

      Gefällt mir

  1. Wir (meine MarveleFreunde und ich) schauen gerade alle bisherigen Marvel-Teile 🙂 . Bisher habe ich Black Panther kaum beachtet und wollte den Film vielleicht sogar ausgelassen- dein Beitrag hat aber dafür gesorgt, dass ich mich dem Film doch noch widme 😉 Er scheint auf jeden Fall sehenswert zu sein.

    Liebe Grüße! 🙂 Jackie

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    • Liebe Jackie,

      das ist eine super Idee ^^ ich hab das letztes Jahr auch mit meiner Freundin gemacht ^^ jedes mal wenn auch ein Marvel Film ins Kino kommt, hab ich mega Lust die anderen auch wieder zu sehen ^^ da ist man aber ja mittlerweile ganz schön lange beschäftigt^^
      Ich kann dir nur empfehlen ins Kino zu gehen ^^ Obwohl ich nach dem Film und auch währenddessen nicht so ganz begeistert war, konnte er mich im Ganzen doch überzeugen ^^ Ich bin gespannt was du dazu sagst.

      Liebe Grüße,
      Marion

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  2. Hallo Marion,
    ich kann dir bedingt zustimmen: Die Landschaftsaufnahmen fand ich auch grandios und auch den Konflikt zwischen König und Gegenspieler, den du ja bewusst ausgespart hast, fand ich gelungen.
    Aber ich fand die Frauenfiguren gar nicht so wahnsinnig stark. Die Chefin der Leibgarde wirkt für mich eher fanatisch denn wirklich entschlossen, besonders bei dieser Kampfszene mit ihrem Liebsten. Da fand ich es eher stark, dass er sich ergibt (nicht wegen ihr, sondern weil ihm die Auswirkungen des Kampfes bewusst werden). Aber obwohl Frauen so stark wirken und allgegenwärtig sind, kommt niemand auf die Idee, dass auch Frauen eine Führungsrolle bekommen. T’Challas Mutter ist ja nur wichtig weil sie Königinmutter ist, nicht weil sie eine starke Frau ist. Und die Schwester wird ja auch nicht von allen ernstgenommen. Von daher hatte mich die Frauen-Darstellung tatsächlich eher enttäuscht.
    Ist aber auch schwierig bei einem solch gehypten Film. Da kann man ja quasi nur enttäuscht werden 😀
    VG Jennifer

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    • Liebe Jennifer,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Die Punkt mit den Frauenfiguren kann ich durchaus verstehen.
      Insgesamt bin ich bei diesem Film wirklich sehr zwiegespalten. Manchmal denke ich so, dann wieder so und im nächsten Moment schon wieder ganz anders. Es gibt einfach so viele Aspekte von denen ich persönlich keine Ahnung habe, die ich dann ganz anders sehe, als jemand der sich mehr mit der Thematik auskennt. Daher ist es wirklich schwierig. Trotzdem ist es ein starker Film, der mich echt begeistern konnte.
      ich freue mich, dass es dir auch so ergangen ist 🙂

      Liebe Grüße,
      Marion

      Gefällt 1 Person

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