Darf’s ein bisschen Glück sein?

Infos zum Buch

Fusion #3
von Kristen Proby
Originaltitel Blush for Me
Erschienen 01. Dezember 2017
Ebook 368 Seiten
Verlag mtb
ISBN 978-3-956-49766-7
Preis 7,99 € (Ebook) / 9,99 € (Taschenbuch)

Inhalt

Eine Woche Weinverkostung in Kalifornien – hört sich wie der perfekte Urlaub an. Müsste Kat dafür nur nicht ins Flugzeug steigen. Die Weinexpertin hasst es zu fliegen. Wie gut, dass neben ihr der attraktive Mac sitzt. Er lenkt sie ab. Als sie ihn bei der Weinverkostung wiedersieht, funkt es gewaltig. Doch leider ist auch die schönste Woche irgendwann zu Ende. Zurück in Portland versucht Kat, ihren Urlaubsflirt zu vergessen – bis Mac plötzlich vor ihr steht … 
Bild- und Textquelle: mtb

Cover

Mir scheint es, als wäre diese Art von Cover im Moment sehr beliebt. Das Hand-Lettering auf einer Schiefertafel, die aussieht, als würde sie vor einem Restaurant stehen oder so etwas. Gefällt mir auch hier ganz gut. Das Cover verrät nicht zu viel vom Inhalt.

Meine Meinung

Kat und Mac treffen in einem Flugzeug aufeinander, während Kat totale Panik schiebt und sich richtig in ihre Flugangst reinsteigert. Allein dafür, dass Mac sie versucht zu beruhigen und wie ich finde ziemlich gut auf sie eingeht, hat er bei mir definitiv Bonuspunkte gesammelt. Was danach kam, hat mich im ersten Moment überrascht, aber einfach nur deswegen, weil es so schnell zur Sache ginge. Obwohlich es ziemlich cool fand, wie locker und lässig Kat mit ihrer Sexualität umgegangen ist, waren die Hindergründe, die nicht wirklich ausführlich erkärt wurden, wieder eher etwas mau.
Gemeinsam beschließen beide, das ihre gemeinsame Zeit einfach nur diese eine Woche bliebt und sie sich danach nicht mehr sehen werden und auch nicht versuchen werden Kontakt aufzubauen.

Das klappt solange gut, bis Mac in Kats Bar auftaucht. Als er sich schließlich auch noch als ihr Nachbar herausstellt, hatte ich das Buch für mich quasi schon abgehakt. Was danach kommt ist alles an sich ziemlich vorhersehbar und wenig überraschend. Irgendwann im Laufe der Geschichte ist mir dann auch aufgefallen, dass es sich hierbei um den dritten Teil einer Reihe handelt. Leider habe ich die ersten Beiden nicht gelesen. Es ist offensichtlich auch nicht wirklich notwendig, aber hilft natürlich um die Charaktere besser kennenzulernen. Vor allem Kats Freundinnen werden kaum vorgestellt. Auch wenn mich gerade der erste Teil doch sehr reizt, bezweifle ich stark, dass ich ihn lesen und vermutlich auch nicht unbedingt mögen würde. Mittlerweile sehe ich Bücher dieser Art manchmal einfach zu kritisch und denke mir oft im nachhinein, ich hätte sie nicht lesen sollen.
Neben gewaltigem Slut-Shaming, beinhaltet das Buch auch viel männliches Alphatier-gehabe und eine Frau, die von sich behauptet stark zu sein, sich aber sofort ihrem Partner quasi unterwirft und zur Heiligen erhoben wird.

Gerade dieses Slut-Shaming macht mich so traurig. Eine weibliche Autorin hat nichts besseres zu tun, als ihre weiblichen Figuren sich wie die Axt im Walde benehmen zu lassen. Dafür gibt es sogar eine ganz spezielle Szene auf einer Party, als eine von Kats Freundinnen von einem Typen angemacht wird und mit ihm tanzt. Kurz darauf tauchen mehrere Frauen an ihrem Tisch auf und beschimpfen die Freundinnen als Schlampen, worauf hin diese mit dem gleichen Wort zurück feuern (äußerst Schlagfertig) und sich beinahe Prügeln. Es ist nur ein Mann verdammt noch mal? Ich kann nicht nachvollziehen, wie man das auch nur in irgendeiner Art und Weise irgendwie vertreten kann. So was macht mich einfach nur traurig. Warum können Bücher wie dieses nicht ohne so etwas auskommen? Gibt es denn keine andere Art von Konflikten, die sich Autoren einfallen lassen? Ich würde es mir so wünschen, auch das Verlage bewusst auf so etwas verzichten.

Obwohl ich den Anfang noch ganz okay fand, hat mich das Ende und der Verlauf der Geschichte einfach enttäuscht und fast schon etwas verzweifelt zurück gelassen. Von mir gibt es ein sehr trauriges Monster.
Ich hatte mir einfach eine schöne, etwas kitschige Geschichte erwartet, in der nicht alles unbedingt immer super korrekt abläuft und auch mit etwas Sexismus wäre ich zurecht gekommen, aber die besonderen Umstände und die Handlung gerade zum Ende hin wurde immer weiter an den Haaren herbei gezogen und mir kam die Hauptfigur wie eine Mary-Sue vor. Darauf kann ich absolut verzichten.


Vielen Dank an Netgalley und mtb für das Rezensionsexemplar.

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