Wir sehen uns beim Happy End

Infos zum Buch

von Charlotte Lucas
Originaltitel Wir sehen uns beim Happy End
Erschienen 24. November 2017
Ebook 560 Seiten
Verlag Bastei Lübbe
ISBN 978-3-785-72599-3
Preis 13,99 € (Ebook) / 18,00 € (Hardcover)

Inhalt

Stell dir vor, Romeo und Julia erleben wunderbare Flitterwochen, die kleine Meerjungfrau bekommt ihren Prinzen und Hannibal Lecter wird zum kinderfreundlichen Veganer – Wie könnte die Welt aussehen, wenn jede Geschichte das Recht auf ein glückliches Ende hätte? Und was würdest du tun, wenn dir das Leben die Verantwortung für einen anderen Menschen gibt? Schenkst du ihm ein Happy End? Selbst wenn du nicht weißt, ob er das will? Ein zauberhafter Roman über das Schicksal, unerwartete Begegnungen – und die Frage, ob erst ein Happy End das Leben lebenswert macht 
Bild- und Textquelle: Bastei Lübbe

Cover

Ansich gefällt mir das Cover echt gut. Ich mag die Schrift, die Farben und den Hintergrund. Der einzige Nachteil, den ich heute durch Zufall in einer Buchhandlung entdeckt habe: Der Buchschnitt ist Pink! Da Pink so überhaupt nicht meine Farbe ist, bin ich ehrlich gesagt, sehr froh, dass ich es nur als Ebook habe.

Meine Meinung

Jeder liebt Happy Ends, so auch ich. Ella ist ebenfalls eine Verfechterin davon und liebt es, Büchern, deren Ende ihr nicht gefallen auf ihrem Blog „Better Endings“ neu zuschreiben. Am Anfang fand ich die Idee sogar echt gut, aber irgendwann ist diese Begeisterung geschwunden. Ellas Art fand ich einfach super anstrengend und die Umsetzung auf ihrem Blog wirklich total … ich will nicht sagen lächerlich, aber oft genug habe ich darüber den Kopf geschüttelt. Dabei wirkte Ella zu Beginn sogar fast liebenswert.

Gemeinsam mit ihrem Verlobten scheint sie ein wirklich glückliches Leben zu führen, bis sie einen Zettel in seinem Mantel findet. Daraufhin nimmt ihr Leben eine sehr unerfreuliche Wendung. Nicht zuletzt durch Oskar, gelingt es ihr allerdings, wieder auf die Füße zu kommen.

Mich hat an der Geschichte diese zwanghafte Suche nach dem perfekten Happy End nicht am meisten gestört. Obwohl ich nämlich ein großer Happy-End-Fan bin, war es mir hier einfach zu viel des Guten. Die Idee dahinter und Ellas Wunsch, allen Menschen ein glückliches Happy-Ever-After zu bescheren, finde ich schön und auch interessant.
Doch hier kommt das große ABER: Es ist einfach so übertrieben und einfach zu viel, zumindest für meinen Geschmack.

Daneben hatte ich bereits zu Beginn so meine kleinen Probleme mit Ella. Sie ist eine Hausfrau und das möchte ich an dieser Stelle gar nicht hundertprozentig abwertend meinen, aber alles worüber sie sich definiert ist ihr Partner und wie sie ihm alle Wünsche von den Augen ablesen kann. Sie arbeitet quasi als seine Haushälterin, hat innerhalb kürzester Zeit ihre Arbeit aufgeben, ist zu ihrem Partner gezogen und lebt von dessen Geld. Sie ist so abhängig von ihm. Da habe ich nur beim Lesen schon Zustände bekommen. Ich finde sowas nicht nur völlig unverantwortlich, sondern kann diese Lebenseinstellung auch nicht nachvollziehen. Es gibt bestimmt einige Menschen, die mit dieser Entscheidung glücklich werden und ich gönne und wünsche ihnen das von ganzem Herzen, aber ich bin einfach fest davon überzeugt, dass man sich niemals so abhängig von jemandem machen sollte.
Die meiste Zeit während dem Lesen habe ich mich völlig darüber aufgeregt, denn sie ändert sich auch nicht. Ella findet es auch im weiteren Verlauf der Geschichte noch für völlig okay.
Das hat mich schließlich auch dazu bewogen, dem Spiel nur zwei Monster zu geben. Es hat definitiv sein Höhen, aber Ella fand ich als Hauptfigur einfach nur furchtbar.

Sie konnte mich einfach nicht überzeugen. Ihre Art hat mich stellenweise total verrückt gemacht und ich war am Ende doch fast froh, dass es zuende war. Trotzdem fand ich den Schreibstil der Autorin ganz angenehm zu lesen. Es war sehr angenehm kurzweilig und hatte keine übermäßigen Längen. Es gibt bestimmt einige Leser, denen diese Geschichte gefallen könnte, für mich war sei jedoch überhaupt nichts. Ich habe hier extra ausführlich über Ellas Charakter gesprochen und hoffe, dass ihr euch ein gutes Bild machen konntet.

Vielen Dank an Netgalley und Bastei Lübbe, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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