Lies We Tell Ourselves

Infos zum Buch

von Robin Talley
Originaltitel Lies We Tell Ourselves
Erschienen 30. September 2014
Ebook 411 Seiten
Verlag MIRA Ink
ISBN 978-1-848-45292-3
Preis 1,99 € (Ebook) / 6,99 € (Taschenbuch)

Inhalt

Lie #1: I’m not afraid

Lie #2: I’m sure I’m doing the right thing

Lie #3: I don’t care what they think of me

It’s 1959. The battle for civil rights is raging. And it’s Sarah’s first day of school as one of the first black students at previously all-white Jefferson High.

No one wants Sarah there. Not the Governor. Not the teachers. And certainly not the students – especially Linda, daughter of the town’s most ardent segregationist.

Sarah and Linda are supposed to despise each other. But the more time they spend together, the less their differences matter. And both girls start to feel something they’ve never felt before. Something they’re determined to ignore.

Because it’s one thing to stand up to an unjust world – but another to be terrified of what’s in your own heart.
Bild- und Textquelle: MIRA Ink

Cover
Das Cover sieht wahnsinnig toll aus. Es leuchtet regelrecht. Die Gestaltung gefällt mir hier wirklich ausgesprochen gut und ich würde es mir auch jeder Zeit ins Regal stellen. Das Buch behandelt ein schwieriges Thema und trotz der fröhlichen Farbe, wird es bereits auf dem Cover deutlich.

Meine Meinung
Wow! Wow! Wow! Dieses Buch hat mich so völlig unerwartet aus den Socken gehoben, dass ich es unbedingt mit euch teilen muss. Bisher ist es leider nur auf englisch erschienen, aber es wäre die Mühe definitiv wert!
Wir schreiben das Jahr 1959 und der Kampf um die Rechte der Schwarzen tobt unaufhaltsam in Amerika. Sarah und einige andere Kinder aus ihrer Gemeinde werden als Vorreiter einer Bewegung in eine weiße Schule geschickt. Sie sind die ersten schwarzen Schüler dort und sie sind alles andere als Willkommen. Der Hass, der ihnen entgegenschlägt ist allgegenwärtig und die Kinder müssen um ihr Leben fürchten. Trotzdem stehen sie tapfer zusammen und versuchen ihr bestes zu geben, in einer Welt, die sie nicht will.

Was für ein unglaublich kraftvoller Roman! Allein wenn ich diese Rezension versuche zu schreiben, kann ich spüren, wie mir die Worte für mein Entsetzung und all die anderen Empfindungen entgleiten. Die Geschichte erzählt nicht von einer wahren Tatsache, sondern eher von einem Zustand, der damals geherrscht hat. Mir persönlich ist es unverständlich, wie sich so ein Hass entwickeln konnte. Zu denken, man wäre besser als jemand anderes, nur weil dessen Hautfarbe anders ist, erscheint mir so unsinnig. Der Autorin ist es auf jeden Fall gelungen mich so zufesseln, dass ich nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte. Die Geschichte um Sarah ist einerseits erschreckend und beängstigend, andererseits schenkt sie so viel Mut und Kraft. Sarah muss so viel durch machen und über sich ergehen lassen und doch gibt sie nicht auf. Sie glaubt fest an sich und in Momenten der Verzweiflung verliert sie sich nicht selbst. Sie kann es mit allem aufnehmen, auch mit Linda.

Linda ist die Tochter eines sehr einflussreichen Mannes in der kleinen Stadt, in der Sarah auch zur Schule gehen soll. Ihr Vater ist der Besitzer einer großen Zeitung, für die auch Sarahs Vater arbeitet und er hasst Schwarze! Er sieht es als seine Aufgabe, seine Tochter und die anderen Kinder vor dem schlechten Einfluss der schwarzen Schüler zu schützen. Durch seine hohe Position kann er natürlich auch viele Gerüchte und shclechte Presse streuen. Zu Beginn steht Linda auch noch voll und ganz hinter ihm, doch dann lernt sie Sarah besser kennen und es beginnt eine faszinierende und intressante Entwicklung, die auch ich so niemals erwartet hätte.

In seiner Gesamtheit ist dieses Buch einfach unglaublich gut. Es hat mich völlig aus den Socken gehauen und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich während dem Lesen in die unglaublich starken Charaktere verliebt habe. Die Thematik des Buches wird in der aktuellen Zeit wieder viel wichtiger und interessanter. Wir denken vielleicht, wir hätten alle Rassismusprobleme im Griff, doch das ist nicht so. Ich habe oft das Gefühl, als würden wir gerade einen Schritt zurück machen und das darf auf keinen Fall sein!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses Buch. Die Geschichte ist etwas Besonderes und regt hoffentlich noch viele Menschen zum Nachdenken an. Wir haben es schon so weit geschafft, jetzt wieder einen Schritt zurück gehen ist einfach nicht drin. Fünf volle Monster von mir für Robin Talley und ihre fantastische Idee und den Mut das so umzusetzen!

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2 Gedanken zu “Lies We Tell Ourselves

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