Als die Welt zum Stillstand kam

Infos zum Buch

von Gabi Neumayer
Originaltitel Als die Welt zum Stillstand kam
Erschienen 03. März 2014
Taschenbuch 448 Seiten
Verlag Beltz – Gulliver
ISBN 978-3-407-74460-9
Preis 7,99 € (Ebook) / 8,95 € (Taschenbuch)

Inhalt

Die Welt im Jahr 2036: Absolute Mobilität ist Realität geworden. Frühstücken auf den Fidschis, arbeiten in Berlin, abends ein Konzert in Tel Aviv, kein Problem. Mithilfe eines weltweiten Tornetzes beamen Menschen sich in Sekunden von einem Ort zum anderen, ebenso Informationen und Ressourcen. Da geschieht plötzlich das Unfassbare: Das Netz bricht zusammen und damit die gesamte Welt.
Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen. Und sie müssen einander finden. Denn vielleicht hat der Tod von Celies Mutter etwas mit dem Zusammenbruch des Netzes zu tun…

Bild- und Textquelle: Beltz

Cover

Das Cover ist sehr schön und passt auch sehr gut zum Buch. Ich finde gerade durch die Farben sticht es aus der Menge heraus und bleibt im Kopf. Es leuchtet ein bissen und erweckt so die Aufmerksamkeit des potentiellen Lesers. Für mich war es ein absoluter Cover-Kauf. Ich habe mir den Klappentext nicht einmal wirklich durchgelesen, weil ich das Cover so toll fand.

Meine Meinung

Die Autorin erzählt die Geschichte von Celie, Alex und Bernie, die befreundet sind und gemeinsam in einer Welt leben, die vom technischen Fortschritt geprägt ist. Durch sogenannte Tore können sie innerhalb von Sekunden überall auf der Erde sein. Alex lebt daher in Berlin und arbeitet dort in einem Krankenhaus als angehender Arzt, während Celie in Irland in einer Gemeinschaft lebt, welche die Tore verabscheut. Bernie hingegen möchte Tortechniker werden und befindet sich gerade in der Wiltnis.

Auf einmal bricht die Verbindung aller Tore zusammen. Städte werden zu Todesfallen und die Menschen kämpfen um das nackte überleben. In dieser Welt versucht Alex alles Menschenmögliche, um zu Celie zu gelangen.
Die Idee und das Setting dieser Geschichte sind extrem gut und waren noch ein kleiner Anreiz für mich, das Buch doch endlich zu lesen. Die Welt hat auf mich einen wirklich spannenden Eindruck gemacht und ich konnte es kaum erwarten, zu erfahren wie sich das alles entwickelt.
Die Figuren fand ich durchaus auch sympathisch. Am liebsten mochte ich noch Bernie, der zu Beginn am wenigsten Anpassungsfähig wirkt und sich aber meisterhaft schlägt.

Im Laufe des Buches ist mir irgendwann klar geworden, dass ich eine völlig andere Geschichte erwartet habe, als die, die ich schließlich gelesen habe. Es geht nicht um die Zerstörung und den Wideraufbau dieser Welt, sondern tatsächlich eher darum, wie die drei es in dem Chaos schaffen zu überleben und sich wieder zu finden. Als Leserin bin ich zwischen den Sichtweisen der Figuren hin und her gesprungen. Es gibt so viele unwichtige Nebencharaktere, die im ersten Moment alle wichtig erscheinen, nach ein paar Seiten aber schon wieder nicht mehr gebraucht werden. Bereits am Anfang habe ich mich gefragt, wie die imposante Geschichte auf so wenig Seiten passen sollte. Am Ende wusste ich es: Denn es gab keine imposante Geschichte. Das hat mich mehr als nur etwas enttäuscht zurück gelassen. Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, nur hat sie einfach überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprochen, dass ist ihr einziger, großer Fehler.
Gerade im Mittelteil zieht sie sich dann auch noch in die Länge und man verzweifelt mit den ganzen Nebencharakteren, aber das wars auch schon.

Trotzdem bin ich schwer enttäuscht gewesen, als ich das Buch schließlich zugeklappt habe. Und auch jetzt schwingt noch ein bitterer Nachgeschmack mit, wenn ich an das Buch denke. Daher gibt es von mir zwei von fünf Monstern.

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