Marthas Widerstand

Infos zum Buch

Cell 7 #1
von Kerry Drewery
Originaltitel Cell 7
Erschienen 16. September 2017
Ebook 449 Seiten
Verlag  One
ISBN 978-3-8466-0043-6

Inhalt

Im Zweifel gegen die Angeklagte.

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in eine kleinere Zelle verlegt wird. Die siebte und letzte Zelle ist klaustrophobisch klein, und genauso klein sind Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will …

Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert. Um dem Volk zu zeigen, dass es nicht in einer perfekten Demokratie lebt, sondern von den Machthabern perfide manipuliert wird? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem viel mehr als ein einzelnes Menschenleben auf dem Spiel steht …
Spannende Mischung aus Thriller und Dystopie rund um ein packendes Gedankenspiel: Was wäre, wenn nur noch über Fernsehvotings Recht gesprochen würde?
Bild- und Textquelle: One

Cover

Das Cover sticht einem auf jeden Falls ins Auge, zumindest ging es mir so. Die Verzweiflung steht dem Mädchen ins Gesicht geschrieben, was sehr gut zu der Geschichte passt! Ein eindrucksvolles Cover ist es auf jeden Fall, meinen Geschmack trifft es nicht ganz.

Meine Meinung

Mich persönlich hat an diesem Buch am meisten die Thematik interessiert. Klar ist, das es ein wenig realistisches Szenario ist, in dem sich Martha befindet. Sie soll einen Menschen umgebracht haben und nun wird per Voting entschieden, ob sie am Ende der sieben Tage hingerichtet, oder befreit wird. Jeden Tag wird sie in eine neue Zelle gebracht, genau so wie sie jeden Tag mit einer Betreuerin spricht. Über diese Gespräche erfahren wir worum es überhaupt geht und warum Martha in dieser Zelle sitzt.

Eine weitere Perspektive ist die Fernsehshow „Death and Justice“. Dort wird Live berichtet, was mit Martha passiert und es wird eine Art Hintergrundrecherche durchgeführt. Eigentlich dient diese Show aber nur dazu, um das Publikum zu manipulieren. Genau so manipuliert werden auch die Votes, die natürlich Geld kosten. Das bedeutet, die armen Menschen in den Kratzern können weniger ausrichten, als die Reichen. Ein typisches zwei Klassensystem.

Außerdem wir sowohl aus der Sicht der Betreuerin erzählt, wie aus der Sicht einer weiteren Person. Die Betreuerin hat selbst eine Vergangenheit mit dem „Rechtssystem“ und versucht herauszufinden, was in dieser Nacht wirklich passiert ist.

Nachdem Lesen finde ich die Idee noch immer sehr gut und auch interessant, allerdings muss ich sagen, das mir die Umsetzung nicht so gut gefällt. Man weiß überhaupt nichts über die Figuren. Ein Großteil der Information wird über Dialoge vermittelt, was eigentlich genau das Gegenteil von dem ist, was man tun sollte. Show don’t Tell ist ein Ratschlag, den es nicht umsonst gibt. Denn diese Dialoge sind doch recht Langweilig im Vergleich zu einer Story, die der Leser praktisch miterlebt.
Außerdem scheint es mir doch recht unglaubwürdig, wie wenig Widerstand sich allgemein bildet. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Großteil der Gesellschaft wirklich so dumm ist, wie er in diesem Buch dargestellt wird. In diesem Bereich hätte die Autorin sich vielleicht etwas mehr ausdenken müssen und dem ganzen etwas mehr Tiefe geben sollen.

Mich persönlich stört auch extrem das offene Ende. Es wird auf jeden Fall einen zweiten Teil geben (Day 7), aber ich weiß noch nicht, ob ich ihn lesen werde. Das Ende vom ersten Band ist ziemlich seltsam und ich persönlich finde es auch nicht logisch und durchdacht. Manchmal verstehe ich nicht, warum man aus einer Geschichte unbedingt einen Mehrteiler machen muss. Hier sollen es wohl drei Bände werden und wenn die Autorin in ihrem Stil weiter machen möchte, frage ich mich, wie sie Band drei schreiben wird, ohne das es völlig anders wird, als die vorangegangen Bände. Auf mich wirkt es so, als wäre das ganze Konzept nicht so gut durchdacht worden. Man hätte aus dieser Idee auf jeden Fall viel mehr machen können!

Von mir gibt es zwei Monster, weil mich die Umsetzung wirklich enttäuscht hat. Ob ich die Folgebände noch lesen werde, weis ich nicht, bezweifle es gerade aber sehr stark.

Vielen Dank an One für das Rezensionsexemplar!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s