Im Hause Longbourn

im-hause-longbournInfos zum Buch

von Jo Baker
Originaltitel Longbourn
Erschienen 8. September 2014
Taschenbuch 448 Seiten
Verlag Knaus / Penguin Verlag
ISBN 978-3-328-10027-0
Preis 8,99 € (Ebook) / 10,00 € (Taschenbuch)

Inhalt

Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft.

Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman von einer ganz anderen Seite: der der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen.
Quelle: goodreads

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Oben ist das Cover der neuen Ausgabe vom Penguin Verlag zu sehen. Ich finde es wahnsinnig hübsch und ein echter Blickfang. Das rote Kleid mit dem weißen, winterlichen Hintergrund sieht echt toll aus, auch wenn das Kleid vom Stil her vielleicht nicht ganz in die Zeit passt.

Auf dem zweiten Bild hier, sieht man das Cover der alten Ausgabe. Ich finde auch das sehr schön und passend. Es wirkt nicht ganz so majestätisch. Ich mag das helle Kleid auf dem dunklen Hintergrund auch sehr gerne!

Meine Meinung

Stolz und Vorurteile kennen die meisten Leute. Viele werden den Film mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen, einige kennen auch die BBC-Serie mit Jennifer Ehle und Colin Firth. Es gibt noch einige weitere bekannte Verfilmungen, doch diese Beiden gefallen mir am besten. Gerade die BBC-Serie ist sehr ausführlich und Originaltext getreu. Doch weder der Film, noch die Serie zeigen, was hinter den Kulissen des Anwesens vor sich geht.

Unsere Hauptfigur ist Sarah, eine Dienstmagd bei den Bennets. Sie ist ein Waisenkind und wurde von Mrs. Hill in den Haushalt geholt. Zusammen mit Polly, einem weiteren Waisenkind aus dem Dorf, unterstützt sie Mrs. Hill bei allen Aufgaben. Als eines Tages der mysteriöse James auftaucht und als Diener angestellt wird, kommt das Sarah etwas seltsam vor. Überhaupt ist dieser Mann sehr seltsam.
Nun entwickelt sich langsam neben der Geschichte der Bennet-Mädchen auch die Geschichte von Sarah weiter. Man erfährt viel über den Alltag, die Arbeit der Hausmädchen und es werden viele Dinge angesprochen, die ich mir persönlich schon oft gedacht habe, wenn ich das Buch selbst gelesen habe.
Mrs. Bennets Art finde ich ja persönlich furchtbar und überhaupt nicht sympathisch, daher kann ich mich sehr gut in die Dienstboten hinein fühlen. Auch die Sache mit Lizzys Unterröcken, die natürlich von den Dienstboten gewaschen werden müssen, wurde von einer ganz anderen Seite beleuchtet. In meinen Augen ist es der Autorin sehr gut gelungen, das Leben der Bennets realistisch darzustellen und die Rolle der Dienstboten hervorragend zu zeichnen.

Doch nach dem Ende von Stolz und Vorurteile geht es hier noch weiter. Man erfährt als Leser viel über James Vergangenheit und warum er so gehandelt, wie er es letzendlich in Meryton getan hat. Es werden dunkle Geheimnisse aufgedeckt und neue Geschichten gesponnen. Ich fand es etwas schade, dass das Buch am Ende so vage war. Ich hätte gerne mehr über Sarah und auch über James erfahren. Es hat mir einfach etwas zwischen Kurz vor Ende des Buches und dem tatsächlichen Ende gefehlt.

Die Autorin hat einen sehr spannenden, aber auch etwas blumigen Schreibstil. Es gelingt ihr ausgesprochen gut, das Leben der Dienstboten und Herrschaften darzustellen. Die einzelnen Handlungsstränge sind hervorragend ausgearbeitet und recherchiert. Mir hat das Buch sehr viel Freude bereitet und ich kann es nur weiterempfehlen. Man darf keine zweite Jane Austen erwarten, doch dazu wurde das Buch auch nicht geschrieben.
Gerne vergebe ich hier vier von fünf Sternen, weil ich das Ende nicht ganz so gelungen fand, wie den Rest des Buches.
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