Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahmInfos zum Buch

von Jessie Ann Foley
Originaltitel The Carnival at Bray
Erschienen 14. Juli 2016
Ebook 304 Seiten
Verlag one by Lübbe
ISBN 978-3-846-60037-5
Preis 11,99 € (Ebook) / 16,00 € (Taschenbuch)

Inhalt

Es ist das Jahr 1993. Bill Clinton wird Präsident der USA und Nirvana veröffentlichen ihr drittes Album »In Utero«. In diesem Jahr zieht Maggie mit ihrer Familie von Chicago nach Bray, einen verschlafenen Ort an der irischen Küste. Sie muss viel zurücklassen, besonders aber vermisst sie ihren chaotischen Onkel Kevin: nur zehn Jahre älter, seines Zeichens Rockmusiker und größter lebender Nirvana-Fan. Aller Anfang ist schwer. Immerhin ist da Eoin, der Maggie mit seinem unergründlichen Lächeln ziemlich durcheinanderbringt. Doch während die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine furchtbare Nachricht: Onkel Kevin ist gestorben! Alles, was Maggie von ihm bleibt: Zwei Tickets für ein Nirvana-Konzert in Rom. Und ein Brief, in dem er Maggie auffordert, sich unbedingt auf den Weg zu machen und dabei den Jungen mitzunehmen, den sie liebt. Und Maggie? Setzt sich über alle Verbote hinweg und wagt den Trip nach Rom. Zusammen mit Eoin …

Cover

Das Cover hat mich zusammen mit dem Titel sehr angesprochen. Es passt meiner Meinung nach sehr gut zu dem Buch. Mir gefällt es, dass das Mädchen auf dem Bild ein Lächeln auf den Lippen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie Maggie ist.

Meine Meinung

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm erzählt die Geschichte von Maggie. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zieht sie von Chicago nach Irland. Ihre Mutter hat dort nämlich einen Mann kennen gelernt. Schweren Herzens lässt Maggie nicht nur ihre Großmutter zurück, sondern auch ihren Onkel Kevin. Dieser Onkel ist etwas ganz besonderes für sie, mehr ein großer Bruder. Er hat ihr alle wichtige beigebracht, was sie wissen muss und ist verrückt nach Nirvana. Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ich Kevin sehr gerne mochte. Er hat mich an eine Person erinnert, dir mir selbst nahsteht und mit der mich auch Musik sehr verbindet.

Maggie tat mir furchtbar leid. In Irland ist es für sie sehr schwer Fuß zufassen. Sie freundet sich mit dem ältesten Einwohner Brays an, der noch immer in seinem kleinen Haus auf dem Hügel lebt. Auch mit Eoin freundet sie sich an. Er lebt bei seiner Tante und arbeitet nach der Schule in ihrer Kneipe. Die Beiden kommen sich näher und man spührt die Funklen förmlich fliegen.

Gerade auch Maggies Bezeihung zu ihrer sprunghaften Mutter, fand ich sehr gut dargestellt. Es ist extrem schwierig, denn ihre Mutter kann ihr kein wirkliches Vorbild sein. Obwohl sie schon zwei Kinder hat, scheint sie selbst immer noch ein Kind zu sein und läd ihre ganze Verantwortung auf Maggie ab. Als dann nach Weihnachten ihr Onkel Kevin stirbt, bricht für Maggie die Welt zusammen. Sie ist verzweifelt und fühlt sich einsam und verlassen. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und getröstet.

Ich finde die Autorin hat die Beziehungen der Figuren zueinander sehr schön beschrieben, egal ob gute oder schlechte Beziehung. Sie erscheinen alle glaubhaft und nicht zu übertrieben. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Sie hat es geschafft, Maggie auf eine Art und Weise naiv darzustellen, bei der ich mir die Hände nicht über dem Kopf zusammenschlagen musste. Die Charaktere sind authentisch geschrieben und in meinen Augen sehr gut ausgearbeitet.
Mir hat es richtig viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Die Emotionen, welche das Buch wecken sollte, haben bei mir alle durchgeschlagen und es hat mich sowohl bekümmert, als auch sehr glücklich gemacht. Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es hat seinen eigenen gewissen Charme.

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