Wacken Open Air 2016 – Immer wieder schön!

Wacken 2016

Wieder sind zwei Jahre ins Land gezogen, ehe ich es zurück nach Wacken geschafft habe. Eines kann ich euch jetzt schon verraten, dieses Mal durchbreche ich den Rhythmus und fahre nächstes Jahr ganz sicher wieder, aber dazu später mehr!

Wie immer sind wir von Dienstag auf Mittwoch in den Norden gefahren. In Wacken angekommen, sind wir in die Springerstiefel gesprungen und haben erst einmal aufgebaut. Es gab einen kleinen „Kampf“ um den Platz, da wir irgendwie verdammt eng an den Nachbarn platziert wurden und später noch eine Reihe direkt vor unsere Nase gesetzt wurde. Unterm Scheinwerferlicht haben wir dann aufgebaut und sind nach vorne zur Bändchenausgabe marschiert. Ich war schon nach wenigen Schritten froh über meine Gummistiefel, denn der Schlamm war wirklich schlimm. Mir hat es ständig die Beine weggezogen und ich bin in die unterschiedlichsten Richtungen davon geschlittert. Doch das hat unsere Vorfreude nicht getrübt. Für das Sportprogramm war so auf jeden Fall gesorgt!

Bands 2016 (Auswahl)
Iron Maiden, Eluveitie, Tarja, Callejon, Parkway Drive, Axel Rudi Pell, Arch Enemy, Twisted Sisters

Mittwoch, 03.08.2016

Wie meistens hatte ich überhaupt keinen Plan, was ich mir ansehen wollte und so lag ich den halben Mittwoch faul am Zelt. Durch diverse Regenschauer über das ganze Festival verteilt, war ich ziemlich oft an unserem Zeltplatz (Wir waren auf U).
Erst abends sind wir dann zu Panzerballett..

Panzerballett 21:10 – 22:10 Uhr W:E:T Stage
Panzerballett kommen aus München und machen Jazz-Metal. Das klingt wahnsinnig intressent und obwohl ich nach 10 Minuten wieder gehen mussten, weil ich von der Musik Kopfschmerzen bekommen habe, kann ich mich noch nicht damit abfinden, dass es mir nicht gefällt. Ich fand, das es einfach furchtbar abgemischt war. Daher will ich mir die Band auf jeden Fall noch einmal in aller Ruhe zuhause anhören und mir dann ein Urteil dazu bilden. Während die anderen sich die Band angeschaut haben, stand ich schlange für mein Wacken-Shirt.

Die Idee Jazz und Metal zu mischen finde ich extrem faszinierend und ich werde der Band auf jeden Fall noch eine zweite Chance geben. Gegründet haben sie sich bereits 2004 und ihr aktuelles Album Breaking Brain ist 2015 erschienen.

Donnerstag, 04.08.2016

Nach starkem Regen sind wir dazu übergegangen, vier Wände unsere Pavillions aufzubauen, damit wir nicht noch nässer werden. Es war eine sehr gute Entscheidung!!
Donnerstag waren wir den ganzen Abend vorne auf den Infield. Angefangen habe ich mit Saxon:

Saxon 16:00 – 17:15 Uhr Black Stage
Die Band um Sänger Biff Byford kenn ich nur durch ihn selbst. Er singt ja ganz fleißig bei Avantasia mit, da wollte ich mir diese Show nicht entgehen lassen. Sie hat mir sehr gut gefallen. Es ist jetzt keine Musik, die ich so hören würde, aber auf einem Festival gerne wieder! Die Stimmung war richtig gut und man konnte sehen, wie viel Spaß die Band auf der Bühne hatte.

Foreigner 17:45 – 19:00 Uhr Black Stage
Eine Band die meine Mutter sehr gerne hört und bei der sie immer die Musik lauter dreht. Die muss ich mir auf jeden Fall anhören, dachte ich mir. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich fand die Musik klasse und war fasziniert davon, wie der Sänger es geschafft hatte, in dem Schlamm und Matsch mit seiner weißen Hose sauber auf die Bühne zu kommen. Während der eineinhalb Stunden hatte ich richtig viel Spaß. Die Band hat gute Stimmung gemacht und super gespielt. Würde ich mir auch auf jeden Fall wieder anhören.

Whitesnake 19:45 – 21:00 Uhr Black Stage
Whitesnake ist ebenfalls eine Band, die ich von meiner Mutter kenne. Da wir ja auf Iron Maiden gewartet hatten, gab es so keine Probleme, dass ich auch diese Band ansehen konnte. Es war wirklich sehr gut und durchaus eine Wiederholung wert!

Iron Maiden 21:30 – 23:30 Uhr True Stage
Das Highlight des Abends war trotzallem Iron Maiden. Da ich sie noch nie Live gesehen hab, war das für mich ein absolutes Muss. Leider war ich ziemlich enttäuscht. Ich kann nicht genau sagen, ob es jetzt nur am Wind oder nur am Sänger lag, aber es kam erschreckend selten etwas bei uns an. Wir standen zwar relativ mittig, aber gut gehört haben wir den Gesang nicht. Wenn die Stimme als Sänger nur noch so wenig hergibt, sollte man sich vielleicht Gedanken über einen Abschied machen. Ich bin jetzt auch nicht der größte Maiden Fan, aber das fand ich doch sehr enttäuschend. Auch weiter vorne muss es relativ schlecht gewesen sein, wie ich von Freunden gehört habe. Trotzdem war dieses Konzert ein einmaliges Erlebnis und ich bin sehr froh, dass ich dabei war!

Nach Maiden war für mich Schluss. Absolut müde bin ich zum Zeltplatz zurück gestapft und habe mich dort noch ein wenig unterhalten. Es war ein sehr schöner Festivalauftakt

Freitag, 05.08.2016

Der zweite Tag war nicht weniger matschig und verregnet wie der erste.

Axel Rudi Pell 16:45 – 17:45 Uhr True Stage
Von Axel Rudi Pell habe ich nur die zweite Hälfte gesehen. Das war auch eher ein Act, den wir zur Überbrückung angeschaut haben. Ich habe auf Eluveitie gewartet. Der Sänger der Gruppe war extrem engagiert und hat es geschafft, das Publikum total mitzureisen. Er ist über die Bühne gesprungen und gerannt, was war Wahnsinn. Ich persönlich fand das sehr bewundernswert und gleichzeitig auch ziemlich witzig.

Eluveitie 18:00 – 19:15 Uhr Black Stage
Was habe ich mich darauf gefreut. Auf mein Lieblingslied musste ich allerdings bis ganz zum Schluss warten. es gab einige Aufregungen als eine blonde Sängerin, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, auf die Bühne trat. Eine Freundin konnte sich das ausbuhen nicht verkneifen. Daraufhin verfolgten wir das Konzert nur noch belustigt und haben fröhlich mitgewippt. In meinen Augen ist Eluveitie immer wieder sehenswert. Bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit habe ich sie jetzt angesehen und es lohnt sich eigentlich immer.

Bullet for my Valentine 19:30 – 20:45 Uhr True Stage
Darauf habe ich mich sehr gefreut und irgendwie hat es Erinnerungen an meine Teenager-Zeit, die nun ja erst wenige Jahre zurück liegt, geweckt. Früher habe ich diese Band rauf und runter gehört, daher muss ich immer noch grinsen, wenn ich daran denke, dass ich sie endlich live sehen konnte. Es war richtig gut! Ich meine mich daran erinnern zu können, das mir von einigen Jahren jemand gesagt hätte, live wäre diese Band eine Katastrophe. Dem kann ich nur widersprechen! Sie waren richtig gut und haben das Publikum mitgerissen. Gerade bei Thears don’t Fall haben die Leute sich kaum noch eingekriegt.

Tarja 21:00 – 22:15 Uhr Black Stage
Zu Tarja habe ich durchaus ein gespaltenes Verhältnis. Ich mochte die alten Sachen von Nightwish sehr gerne, aber ihre eigene Musik gefällt mir überhaupt nicht. Damit kann ich schlicht nichts anfangen. Das sie dann auch noch Over The Hills nicht gespielt hat, nehme ich ihr irgendwie etwas übel. Zwar kam ein kurzes Medley, doch das war für mich nicht genug. Fand ich sehr schade.

Blind Guardian 22:30 – 0:00 Uhr True Stage
Diese Band höre ich auch schon seit einigen Jahren und bin sehr glücklich darüber, dass ich die Chance hatte, sie in Wacken live zu erleben. Sie haben sehr gut gespielt und ein geiles Konzert abgeliefert. Ich kann mich über gar nichts beschweren! Es hat sehr viel Spaß gemacht und jede schlechte Laune wegen der schubbsenden Bierverkäufer verdrängt.

Damit war mein Freitag auch schon wieder zu Ende. Wir sind zwar noch eine ganze Weile auf dem Infield gestanden, doch da ich Ministry absolut nicht leiden kann und sie mir auch nicht wirklich angeschaut habe, will ich dazu nichts schreiben. Während die anderen die Band gehört haben, habe ich Menschen beobachtet, wie sie durch den Schlamm gewatet sind.

Samstag, 06.08.2016

Langsam aber sicher trocknen die Wege etwas. Nach einem Platzregen am Morgen war die Schlange vor dem Klo praktisch nicht mehr vorhanden. Ich habe es gerade noch rechtzeitig vom Haarewaschen zurück geschafft, ehe ich klatsch nass wurde. Samstag gab es für mich das einzige kleine Dilema, denn Dragenforce und Eskimo Callboy haben gleichzeitig gespielt, was ich sehr schade fand. Letzendlich bin ich dann bei Dragenforce gelandet.

Dragenforce 12:00 – 13:15 Uhr Black Stage
Die Band mag ich auch schon seit einigen Jahren. Live habe ich sie noch nie gesehen. Daher war es für mich ein absolutes Muss und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Überrascht war ich, als dann auf einmal ein zweiter Sänger auf der Bühne herumgesprungen ist. PelleK ist ein norwegischer Youtube-Star, der als Ersatzsänger für Dragenforce einige Shows singen durfte. Da er zufällig in Wacken war, haben sie ihn eingeladen, mit ihnen auf der Bühne zu stehen. Sie haben recht daran getan, ihn als Sänger auszuwählen, denn er ist wirklich der Wahnsinn! Ich bin immer noch begeistert und musste ihn zuhause gleich suchen. Während ich diesen Artikel schreibe höre ich seine Disney vs. Metal Playlist auf Youtube an. Er hat eine außergewöhnliche Stimme, die man sich genauer anhören sollte.

Anschließend habe wir uns noch kurz Symphony X angehört, doch das war nicht unbedingt etwas für mich und ich war ganz froh, als wir zum Mittagessen zurück ans Zelt gegangen sind.

Da wir am nächsten Tag bereits in der Früh fahren wollten, haben wir nach dem Grillen den Pavillon abgebaut und sind dann geschlossen zu Steel Panther nach vorne gegangen.

Steel Panther 19:25 – 20:40 Uhr True Stage
Diese Band habe ich meiner Meinung nach schon viel zu oft gesehen, doch in der Gruppe zusammen war es dann wieder ganz lustig. Abwechselnd haben wir uns die Hände an den Kopf geschlagen. Die Melodien der Lieder sind eigentlich nicht einmal so schlecht, aber die Texte gehen zum Großteil gar nicht. Zu meinem eigenen Entsetzten habe ich mich Sonntag morgen dabei erwischt, wie ich eines ihrer Lieder mitgesummt habe, als es bei unseren Nachbarn lief, während wir abgebaut haben. Sie zelebrieren den Glam Rock auf ihre ganz eigene Art und Weise und allein dafür, muss man sie schon respektieren, dass sie es so durchziehen.

Twisted Sisters 22:25 – 0:25 Uhr True Stage
Diese Band kannte ich vorher gar noch nicht, aber sie war extrem cool. Der Sänger war sehr lustig. Trotz seines doch etwas fortgeschritteneren Alters ist er über die Bühne gerannt und geturnt, das es eine wahre Freude war, ihm zuzusehen. Er hat gesungen und Späße mit dem Publikum gemacht, wir sind aus dem Lachen gar nicht mehr heraus gekommen. Er hat sowohl sich, als auch seine Musikerkollegen, nicht ernst genommen und genau das war es, was diese Show so gut gemacht hat. Nicht nur das er super gesungen hat, sondern auch das wir so gut unterhalten wurden. Es war sehr Schade, das die Band zwanzig Minuten vor dem offiziellen Ende der Show bereits die Bühne verlassen hat und nicht mehr zurückkam.

Fazit

Wacken war wie jedes Jahr ein unglaublich tolles Festival. Daran hat selbst der Matsch und das ewige Anstehen bei den Einlasskontrollen nichts geändert. Sonntag war ich dann einerseits froh, wieder nach Hause fahren zu können, andererseits traurig, dass es schon vorbei ist. Die Bands für nächstes Jahr sind bekannt gegeben und die Autos für die Rückreise vollgepackt. Beinahe neun Stunden haben wir gebraucht um wieder nach Hause zu kommen.

Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen haben sich ausschließlich auf die Einlasskontrollen am Gelände bemerkbar gemacht, ansonsten habe ich persönlich keine Veränderungen bemerkt. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!

Bands für 2017 (Stand. 16.08.2016)
Amon Amarth
Avantasia
Candlemass
Hämatom
Heaven Shall Burn
Kreator
Lacuna Coil
Mayhem
Paradise Lost
Powerwolf
Saltatio Mortis
Sonata Arctica
uvm.

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