The Jungle Book

Kinostart: 14.04.2016
Dauer: ca. 105 Minuten

The Jungle Book

Besetzung

Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Marks (screenplay) & Rudyard Kipling (book)

Mowgli – Neel Sethi
Balu (Stimme) – Bill Murray / Armin Rohde
Baghira – Ben Kingsley / Joachim Krol
Shir Khan – Idris Elba / Ben Becker
Kaa – Scarlett Johansson / Jessica Schwarz
King Louie – Christopher Walken / Christian Berkel
Raksha – Lupita Nyong’o / Heike Makatsch
Akela – Giancarlo Esposito / Justus von Dohnányi

Trailer

Inhalt

Der junge Mogli (Neel Sethi) ist nach einem Zwischenfall von seiner Familie getrennt und von nun an alleine im indischen Dschungel unterwegs. Er findet schon bald Zuflucht bei der Wolfsmutter Rakcha (Stimme: Lupita Nyong’o), die ihn als eines ihrer Kinder aufzieht. Allerdings hat es Schir Khan (Idris Elba) auf Mogli abgesehen. Der Tiger will alle menschliche Bedrohung vernichten, um die Gesetze des Dschungels zu wahren. Also verlässt Mogli die Wölfe und beginnt ein Abenteuer voller Gefahren, bei dem er dem fröhlichen Bären Balu (Bill Murray) und dem strengen Panther Baghira (Ben Kingsley) begegnet. Auf dem Weg durch den Dschungel bekommen es die neuen Freunde mit allerhand Gefahren zu tun, so auch mit der hinterhältigen Schlange Kaa (Scarlett Johansson) und dem verschlagenen Affenkönig Louie (Christopher Walken) – doch allen voran Schir Khan, der immer noch hinter dem Menschenjungen her ist…
Quelle: http://www.flimstarts.de

Meine Meinung

Diesen Film musste ich ganz ehrlich erst einmal verdauen. Zu Beginn gleich: Ich habe den Zeichentrickfilm nicht gekannt, als ich ins Kino gegangen bin.

Bei den Disney Real-Verfilmungen bin ich seit Into the Woods und Cinderella sehr vorsichtig geworden, da mir die beiden ja nicht wirklich gefallen haben. Das Jungelbuch ist von der Geschichte her einfach ein tolles Buch. Für Kinder ist es unglaublich gut geeignet und selbst mit meinen 22 Jahren habe ich mich noch in die Zeichentrickverfilmung verliebt. Diese habe ich mir nämlich einige Tage später mit ein paar Freundinnen angesehen. Doch zurück zum Realfilm.

Die Geschichte dürfte jedem bekannt sein, daher überspringe ich diesen Teil. Der Film besteht praktisch nur aus CGI, was in meinen Augen nicht nur sehr gut umgesetzt ist, sondern auch die wesentlich bessere Lösung ist, als mit echten Tieren zu arbeiten. Trotzdem muss ich sagen, wirkt er im Vergleich zum Original sehr lieblos. Es mag durchaus sein, dass Balu hier realistischer dargestellt wurde, doch gerade das passt überhaupt nicht zu seinem Charakter. Es hat mich regelrecht gestört, wie der Bär ausgesehen hat. Die anderen Tiere sind wesentlich besser gelungen, doch gerade diese wichtige Figur haben die Filmemacher meiner Meinung nach ziemlich verkorkst.

Was mich ehrlich gesagt sehr verstört hat, war King Louie … was zur Hölle? Also … Nein, dazu fällt mir eigentlich nichts mehr ein. Ehrlich gesagt finde ich, dass King Louie aussieht, wie der Goblinkönig unter dem Berg aus dem Hobbit, einfach nur übermäßig Fett! Das fande ich überhaupt nicht gut. Einfach viel zu unrealistisch und naja… es passt überhaupt nicht zu King Louie wie ich finde.

Im Allgemeinen stört mich auch die übermäßige Gewaltätitgkeit in dem Film. Man bedenke: Es ist immer noch ein Kinderfilm mit FSK 6! Mir hat es absolut nicht gefallen, das der Film so brutal war. Das gehört auch definitiv zu den Dingen, die mich am meisten gestört haben. Mir gefällt nicht wie brutal die Tiere miteinander umgehen, wie blutrünstig Shir Kahn ist und auch nicht wie gewaltbereit King Louie war. Es mag sein, das einige der Tiere vielleicht in echt so sind, aber das hier ist eine Kindergeschichte! Da mag ich nicht ständig Kämpfe zwischen einem Tiger und einem Panther sehen, das stört mich einfach.

Auch sonst fand ich den Film ehrlich gesagt nicht gerade Kindergerecht. Ich als Erwachsene habe ihn verstanden, kann mir aber durchaus vorstellen, dass es kleinen Kindern schwer fällt. Außerdem würde ich mit meinem sechsjährigen Kind nicht in diesen Film gehen wollten. Gerade durch das ganze CGI wirkte es so echt, dann noch mit 3D kann ich mir gut vorstellen, dass der Film Stoff für Albträume liefert. Das mag nun vielleicht etwas drastisch und hart gesagt sein, doch genau so habe ich es empfunden.

Schließlich haben wir noch die deutsche Synchronisation. Selbst dazu fällt mir schon gar nichts mehr ein. Eigentlich bin ich der Meinung, dass die deutsche Synchronisation Stimmentechnisch meistens ganz gut ist, vom Text möchte ich gar nicht anfangen. Doch hier hat der Film auf ganzer Linie versagt. Die Stimmen klingen bemüht und das lockere, leichte aus dem Zeichentrick ist überhaupt nicht vorhanden, es fehlt den Sprechern völlig. Einzig Kaa gefällt mir ganz gut. Hier wurde die normale Sprecherin von Scarlett Johanson herangezogen, was ich sehr begrüße, doch das macht den Film ganz sicher nicht besser.

Alles in allem war das ein sehr enttäuschender Kinobesuch. Als ich aus dem Kino kam, war ich noch guter Dinge. Jetzt habe ich jedoch das Original gesehen und frage mich ernsthaft, wie ich die Realverfilmung nur habe gut finden können. An diesem Film passt so überhaupt nichts zusammen und ich bereuhe es ernsthaft, ihn gesehen zu haben, da er meinen Eindruck auf das Original doch etwas getrübt hat. Schweren Herzens vergebe ich hier ein einziges Monster und selbst das ist mir eigentlich noch zu viel. Witzigerweise habe ich zu Basti von Zysi Scar noch gesagt, der bekommt mindestens zwei Monster, vielleicht sogar drei … jetzt sieht man wie falsch ich gelegen habe. Seine Rezension zu dem Film findet ihr auf seinem Blog.

Monster_1v5

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