Liebe verletzt

Infos zum BuchLiebe verletzt

von Rebecca Donovan
Erschienen 25. September 2014
Ebook 560 Seite
Verlag Fischer
ISBN 978-3-733-50031-3
Preis 9,99 € (Ebook/Taschenbuch)

Inhalt

Liebe ist langmütig. Liebe ist geduldig. Aber Liebe ist nicht blind … … und sie sieht nicht ewig zu, wie Emma leidet.
Genau das aber macht Evan so gefährlich – wenn er die Striemen auf ihrem Rücken entdeckt und die Brandwunden auf ihren Armen … wenn er herausfindet, dass ihre Stiefmutter sie brutal misshandelt, wird er sie befreien wollen aus dieser Hölle auf Erden.
Und weil Emma das spürt, stößt sie Evan mit Nachdruck von sich. Den Menschen, dessen Liebe sie heilen könnte. Den Menschen, den sie am meisten begehrt. Weil diese Liebe sie das Leben kosten kann …

Rebecca Donovan zeichnet schonungslos und beklemmend realistisch die Folgen von häuslicher Gewalt vor dem Hintergrund einer atemberaubend spannenden Thriller-Handlung.

Cover

Obwohl das Cover nichts mit dem Inhalt zu tun hat, gefällt es mir sehr gut. Es passt zum Buch, auch wenn ich nicht unbedingt beschreiben kann, warum. Es strahlt etwas Melodramatisches aus, etwas Trauriges. Kastanien werden mit Herbst und dem Jahresende assoziiert. Ich finde es ziemlich passend zu dem Buch.

Meine Meinung

Emma lebt bei ihrer Tante, ihrem Onkel und deren beiden kleinen Kinder. Ihre Mutter ist nicht in der Lage sie zu versorgen und auf sie aufzupassen. Emmas Tante hingegen ist nicht sonderlich begeistert davon, Emma im Haus zu haben. Sie verlangt viel von ihr, schlägt sie und misshandelte sie schwer. Ihr Onkel schaut weg und sagt ihr, sie solle ihrer Tante eben aus dem Weg gehen und diese nicht so reitzen. Emma selbst würde niemals etwas sagen, denn witzigerweise behandelt ihre Tante nur sie wie den letzten Dreck. Ihre eigenen Kinder liebt sie abgöttisch.

Evan zieht mit seiner Familie in die Stadt, in der Emma lebt. Er findet das ruhige Mädchen äußerst faszinierend und die beiden kommen sich immer näher. Er versucht alles um Emma zu beschützen und um ihr das Leben schöner zu machen. Zusammen mit Sara, Emmas bester Freundin, versucht er Emma zu helfen und ihr da Leben leichter zu machen.

Sara weiß von Emmas Familie und den Zuständen, die dort herrschen. Emma darf Sara auch nur besuchen, weil diese die Tochter des Bürgermeisters ist. Jedoch schafft es auch sie nicht, Emma aus der Gewalt ihrer Tante zu befreien. Sie deckt Emma und ihre Verletzungen, versorgt sie und hilft ihr immer wieder „auszubrechen“. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich manchmal gefragt habe, wie Sara das mitmachen konnte und wie sie glaubt, dass ein rosafarbener Pulli das Leben so viel besser macht. Sara schaut, wie alle anderen auch nur zu, wie Emma misshandelt wird. Natürlich könnte man jetzt sagen, sie akzeptiert die Entscheidung von Emma, aber ich glaube, manchmal ist das auch nicht richtig. Sara hätte mehr darauf drängen müssen, etwas zu sagen, stattdessen ist sie nur eine weitere Zuschauerin am Rande von Emmas Leben.
Auch Evan gehört mehr oder weniger zu diesen Zuschauern. Emma kann keine Beziehung zu ihm eingehen, da er ja sonst herausfinden würde, dass ihr körperliche Gewalt angetan wird.

Obwohl das Hauptthema des Buches häusliche Gewalt ist, geht es doch sehr viel um alltägliche Teenagerprobleme, die noch etwas aufgepeppt werden, in dem das Mädchen regelmäßig geschlagen wird. Das mag jetzt wirklich hart klingen, aber das hat mich schon irgendwie gestört. Niemand in diesem Buch ergreift irgendwie initiative. Niemand versucht etwas besser zu machen, sie belassen es alle dabei, so wie es ist, weil es ja noch schlimmer sein könnte.
Es ist nicht so, dass mir dieses Buch nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil, ich mochte es sehr. Doch während ich hier diese Rezension schreibe, desto deutlicher wird, dass es mich schon gestört hat. Mir tut Emma furchtbar leid und ich werde auf jeden Fall den zweiten und dritten Teil auch lesen, weil mich dieses Buch auch zum Verzweifeln gebracht hat. Der Schluss hat mich völlig in der Luft hängen lassen und mich zum Verzweifeln gebracht. Ich will wissen, wie es mit Emma weiter geht. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich auch in den beiden folgenden Büchern noch Szenen finden, die mich aufregen und schier wahnsinnig machen, doch das gehört ja auch dazu. Denn trotz alldem will ich wissen, ob und wie sie es schafft, sich zu lösen. Emma liegt mir trotz ihrer etwas nervigen Art und ihrer verdrehten Sichtweise auf die Welt am Herzen.

Kann ich dieses Buch weiterempfehlen? Nur bedingt muss ich gestehen. Es hat mir gefallen, aber irgendwie ist es doch auch sehr speziell. Mit über 500 Seiten nicht gerade kurz und es zieht sich an manchen Stellen auch ziemlich hin. Auch wenn mir die Figuren ans Herz gewachsen sind, betrachte ich sie oft noch etwas distanziert. Es gibt niemand, dem ich komplett verfallen bin und keine besonders herausstechende Figur. Alles in allem ein durchschnittliches Buch.

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2 Gedanken zu “Liebe verletzt

  1. Hey Valarauco!
    Deine Rezension ist klasse! Schade, dass du nicht ganz von der Story und den Figuren überzeugt warst. Ich habe es bisher noch auf meinem SuB liegen, aber werde demnächst mal schauen, wie mir die Geschichte so gefällt und dann mal berichten 🙂
    Liebe Grüße
    Svenja (www.pantaubooks.wordpress.com)

    Gefällt 1 Person

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