Und dann gab’s keines mehr

Infos zum BuchUnd dann gab's keines mehr

von Agatha Christie
Erschienen 04. September 2015
(Neuauflage, Ersterscheinung: 6. November 1939)
Ebook 223 Seite
Verlag Atlantik
ISBN 978-3-455-65071-6
Preis 7,99 € (Ebook) / 9,99 € (Taschenbuch)

Inhalt

Zehn Männer und Frauen aus ganz unterschiedlichen Kreisen bekommen eine Einladung, die sie auf eine abgeschiedene Insel vor der Küste Devons lockt. Der Gastgeber, ein gewisser U. N. Owen, bleibt unsichtbar. Erst als die Gesellschaft beim Dinner zusammensitzt, ertönt seine Stimme aus einem alten Grammophon und verheißt Unheil. Ein Gast nach dem anderen kommt zu Tode, während die Verbleibenden verzweifelt versuchen, den Mörder zu enttarnen …

Cover

Ich mag das Cover meiner Ausgabe sehr gerne (deswegen hab ich sie gekauft). Obwohl es eigentlich nicht wirklich zum Text passt, gefallen mir die bunten Farben auf dem eher schlichten Hintergrund. Das Cover sticht vielleicht nicht unbedingt ins Auge, aber es hebt sich in seinem Genre doch von der Masse ab.

Meine Meinung

So, ich lese eigentlich nie Krimis, überhaupt nicht. Ich mag sie nicht, weil wenn ich einmal weiß, wer es war, kann ich sie nicht mehr lesen. Warum mich das bei anderen Büchern nicht stört, weiß ich nicht.
Warum also, habe ich dieses Buch gelesen?
Nicht etwa, weil es eines der am meisten verkauften Agatha Christie Bücher ist. Auch nicht, weil es ihr Blutigstes ist, nein. Es hat einen ganz banalen Grund: Die BBC hat eine dreiteilige Adaption gedreht, mit Aidan Turner in einer der Hauptrollen. Wer mich etwas kennt (und diesen Blog verfolgt) weiß, dass Aidan Turner im Moment mein Lieblingsschauspieler ist. Ich sehe also, dass es diese Adaption gibt, und musste unbedingt vorher das Buch lesen.

Ich war überrascht…
Als Erstes muss ich sagen, hat mich der Anfang amüsiert. Es wurde extra erwähnt, dass in der Zeit, in der Agatha Christie dieses Buch geschrieben hat, Rassismus noch kein so ein Thema war wie heute. Hätte ich jetzt so nicht erwartet, da auch ich den Kinderreim „Zehn kleine Negerlin“ kenne, allerdings eine etwas harmlosere Version aus dem Buch. Die ganze Geschichte von Agatha Christie basiert auf diesem Kinderreim.

Zehn wahllos zusammen gewürfelte Menschen werden auf eine Insel eingeladen. Dort stellt sich dann heraus, was sie alle gemeinsam haben. Sie haben ein Verbrechen begangen, dass nie bestraft wurde, weil niemand es wusste. Diese zehn Menschen sind sehr verschieden.

Da wären zum einen Mr. und Mrs. Rogers, den Butler und die Köchin. Beide sind bereits einen Tag vor den anderen angereist und wurden über eine Agentur angestellt.

Anthony Marston ist ein äußerst rücksichtsloser Fahrer, er wird auf die Insel eingeladen um zu feiern.

General MacArthur wird auf die Insel geladen, um seine alten Kameraden zu treffen.

Bei Richter Wargrave verhält es sich ähnlich, wie bei General MacArthur, er will alte Freunde bzw. Bekannte treffen.

Emily Brent wird ebenfalls auf einen Urlaub eingeladen, von einer Bekannten.

Dr. Armstrong soll der Frau des Besitzers der Insel bei gesundheitlichen Problemen helfen.

William Blore ist ein ehemaliger Polizeiinspektor und soll dort alles etwas im Auge behalten und auf Ungewöhnliches achten.

Vera Claythorne soll als Sekretärin der Besitzer arbeiten.

Und zum Schluss: Philip Lombard, ein „Glücksritter“, der schon allerlei Gräueltaten verübt hat. Er ist ein wirklich böser Mensch und wird gespielt von Aidan Turner.

Wie man sieht, eine Fülle an Figuren, die einem nicht sehr schnell ans Herz wächst. Tatsächlich ist es so, dass man jene, welche bereits zu Beginn sterben am Ende völlig vergessen hat. Die, die aber zum Ende hin erst sterben, bleiben lange im Gedächtnis. Ich möchte jetzt auch gar nicht verraten in welcher Reihenfolge und wie sie sterben.
Sie tun es auf jeden Fall alle.

Tatsächlich hat mich dieses Buch absolut gefesselt und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl all diese Menschen etwas Schlimmes getan haben, mochte ich manche von ihnen sogar. Einige mehr als andere, aber das hat auch viel mit der Miniserie zu tun, wie ich ehrlich zugeben muss. Agatha Christie schafft es, dass man immer am Ball bleibt. Sie beschreibt alles sehr gut und genau, verschwendet aber nie ein Wort. Die Geschichte ist unglaublich gut durchdacht.

Und dann gab’s keines mehr hat mir viel besser gefallen, als ich erwartet hätte. Die Geschichte ist sehr spannend und auch kurzweilig. Sie zieht sich nicht und ich habe angefangen, mit den Figuren zu sympathisieren.
Als ich schließlich die Miniserie der BBC gesehen hatte, war ich absolut begeistert. Sie sind sehr nah an der Vorlage geblieben (mit einigen Ausnahmen) und haben das Buch sehr schön inszeniert. Die Figuren waren zum Großteil sehr gut ausgewählt, die Schauspieler absolut fantastisch.

Ich bin ein großer Fan sowohl des Buches, als auch der Serie geworden.

Hier noch ein etwas unqualifizierter „Beitrag“ zu der Serie, eines meiner Lieblingsbilder:

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