Mind Games

Infos zum Buch

Mind Games
von Teri Terry
Erschienen 5. März 2015
Paperback 464 Seite
Verlag Coppenrath
ISBN 978-3-649-66712-4
Preis 11,99 € (Ebook) / 14,99 € (Paperback)

Inhalt

Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt?

In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …

Cover

Die Farben des Covers sind schön zusammengestellt. Sie sind kräftig und ausdrucksstark. Mir ist das Buch deshalb auch extrem stark ins Auge gesprungen. Obwohl ich die Farbe Lila überhaupt nicht mag, gefällt mir dieses Cover sehr gut. Es hat auch dazu beigetragen, dass ich dieses Buch unbedingt als Hardcover haben wollte. Mir gefällt das Cover sehr gut.

Meine Meinung

Im Allgemeinen finde ich die Idee des Buches genial und sehr, sehr spannend. Am meisten habe ich darauf hingefiebert, wie sie umgesetzt wurde.

Auf der einen Seite haben wir Luna, eine Verweigerin. Sie trägt kein Implantat und besucht keinen virtuellen Unterricht. Sie hat ein äußerst reales Leben und loggt sich nie in die virtuelle Welt ein. Das hat zwei Gründe: Erstens wird ihr davon schlecht und zweites hat ihre Großmutter es ihr mehr oder weniger verboten, sagen wir, sie hat ihr davon abgeraten. Auch ist Lunas Mutter gestorben, während sie eingeloggt war. Faszinierend ist nämlich, man muss sich eigentlich nicht ausloggen. Es gibt ein System, das einen am Leben erhält. Man wird praktischer ernähert und eigentlich ist es so, dass man schläft, während man eingeloggt ist, nicht so Luna. Sie ist sich ihres Körpers bewusst, und zwar die ganze Zeit. Das heißt, wenn sie eingeloggt ist, ist sie wach. Da Menschen an Schlafmangel sterben können, ist es für sie sehr ungesund, aber ich möchte jetzt nicht zu viel verraten. Nur so viel: Mich hat die Umsetzung einfach total umgehauen. Die Ideen waren der Hammer und die Ausführung ist unglaublich gut. Ich könnte mir dieses Szenarium für unsere Zukunft tatsächlich sogar vorstellen.

Neben Luna gibt es noch Gecko. Er ist ein Hacker oder besser gesagt ein Shacker. Shacker können den Nullraum beeinflussen und Dinge dort erschaffen, während Hacker nur in bereits bestehenden Welten „arbeiten“ können. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, der später im Buch noch eine wichtige Rolle spielt. Gecko und Luna lernen sich bei einem Test für die Universität kennen. Gecko hat ein Implantat und nimmt dadurch Dinge anders wahr, als Luna es tut. Allein bei Gedanken daran, dass meine Wahrnehmung beeinflusst werden könnte, ist es mir eiskalt den Rücken hinunter gelaufen. Das kann einem schon Angst machen, wenn man einmal länger darüber nachdenkt. Gecko gehört zu einer Organisation, die gegen die „Bösen“ kämpft.

Die Bösen sind in diesem Fall, wie so oft, eine Firma. PareCo produziert die Implantate und eigentlich die komplette virtuelle Welt. Sie leiten Forschungen und haben Tests entwickeln. Bei diesen Tests geht es um Intelligenz und Rationalität. Luna lebt in einer Welt, in der Rationalität höher gestellt wird, als bloße Intelligenz. Auch das ist ein äußerst faszinierender Denkansatz. Was passiert, wenn man intelligent, aber irrational ist, zu was für einem Menschen macht einen das? Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Oder auch die Frage, wie ich wohl in diesem System eingestuft werden würde, wahrscheinlich nicht als besonders rational. In diesem System ist es so, das intelligente, aber irrationale Menschen aussortiert werden. Luna sieht sich selbst als eine solche Person und auch Gecko gehört mehr oder weniger dazu.

Zusammen versuchen sie das System auszutricksen, und einfach nur frei zu sein. Denn das ist das Einzige, was Gecko sich wünscht. Auch darüber musste ich eine ganze Weile nachdenken. Für uns ist es selbstverständlich frei zu sein. Wir können gehen wohin wir wollen und tun was wir wollen, natürlich nur so lange es im Rahmen des Gesetzes ist. Wir werden von keinem übergeordneten System kontrolliert, jedenfalls nicht so wie in Mind Games. Niemand manipuliert unsere Realität. Der Gedanke ist schon sehr erschreckend.

Mind Games hat mich gefesselt und ich konnte wirklich nicht damit aufhören. Es war ein Weihnachtsgeschenk und ich hab es tatsächlich an einem Tag durchgelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte. Ich musste wissen, wie es endet. Ehrlicherweise muss ich hier auch gestehen, dass ich dieses Ende noch nicht ganz verkraftet habe. Das Buch hat mich geschockt und mir Angst gemacht. Es hat mich nicht mehr losgelassen und ich bin jetzt noch in Gedanken über diese Welt. Ich frage mich, ob meine Welt wohl jemals so aussehen kann und dass macht mir irgendwie Angst. Das letzte Buch, welches eine solche starke Reaktion hervorgerufen hat, war „The Circle“ und dass war auch ein sehr extremes Buch.

Ich bin gerade an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr beschreiben kann, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es begeistert mich, da ich wirklich komplett gefesselt bin und es mich auch so langfristig zum Nachdenken bringt. Das gefällt mir unglaublich gut daran.

Wertung (5/5)

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