Bridge of Spies – Der Unterhändler

Kinostart: 26. November 2015
Dauer: ca. 132 Minuten

Bridge of Spies - Der Unterhändler Filmplakat

Besetzung

Regisseur: Steven Spielberg
Drehbuchautoren: Matt Charman, Ethan Coen, Joel Coen

Rudolf Abel – Mark Rylance
James. B. Donovan – Tom Hanks
Francis Gary Powers – Austin Stowell
Wolfgang Vogel – Sebastian Koch
Frederic Pryor – Will Rogers
Mary Donovan – Amy Ryan

Trailer

Inhalt

1957, als der Kalte Krieg auf einem Höhepunkt ist, gelingt den USA die Verhaftung des Sowjetagenten Rudolf Abel (Mark Rylance). Er wird vernommen, verweigert aber die Zusammenarbeit. Als Pflichtverteidiger bekommt er jemanden zur Seite gestellt, dessen Fähigkeiten außer Frage stehen, der jedoch als Versicherungsanwalt wenig Expertise für seinen neuen Auftrag mitbringt: James Donovan (Tom Hanks). Der Jurist ist skeptisch, zumal die Verteidigung eines feindlichen Agenten von vielen als Landesverrat angesehen wird und damit sein Leben und vor allem das seiner Frau Mary (Amy Ryan) und das seiner Tochter Jan (Eve Hewson) bedrohen kann. Donovans persönliche Lage spitzt sich zu, als ihn der CIA-Beamte Hoffman (Scott Shepherd), beindruckt von Donovans Auftritten im Gerichtssaal, mit einer neuen Mission betraut. Das U-2-Spionage-Flugzeug des US-Piloten Francis Gary Powers (Austin Stowell) wurde über der Sowjetunion abgeschossen. Donovan soll nach Ost-Berlin, um mit den Sowjets die Freilassung zu verhandeln – und einen Gefangenenaustausch zu initiieren…

Meine Meinung

James Donovan ist Anwalt für Versicherungen. Als er den Agenten Rudolf Abel verteidigen soll, ist es bereits Jahre her, dass er als Verteidiger gearbeitet oder einen Fall in diese Richtung übernommen hatte. Obwohl er etwas überfordert scheint und nicht sonderlich glücklich darüber ist, gibt er sich doch recht viel Mühe. Er behandelt Abel wie jeden normalen Menschen.
Nicht nur die Allgemeinheit der amerikanischen Staatsbürger ist gegen ihn, sondern auch seine Frau ist alles andere als begeistert, dass er so viel auf sich nimmt, um diesem Mann einen gerechten Prozess zu bieten. In den Augen aller ist Rudolf Abel ein Spion und ein Staatsfeind.

Als Francis Power gefangen genommen wird, stellt sich heraus, dass Donovan mehr als nur gute Arbeit geleistet hat, als er Abel vor der Todesstrafe bewahrt hat.
Um den Austausch der beiden Agenten durchführen zu können, muss James Donovan nach Ost-Berlin reisen, um dort zu verhandeln. Das allerdings ist weit aus schwieriger als gedacht.

Ich muss ehrlich zu geben, dass ich in diesen Film nicht unbedingt gegangen wäre. Einer meiner Arbeitskollegen hat mich schließlich mehr oder weniger (eher weniger) dazu überredet und es war eine gute Entscheidung. Der Film war sehr spannend und auch die Thematik des Unterhändlers hat mich total fasziniert. Allein aus beruflichen Gründen fand ich diesen Film mehr als nur interessant. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Natürlich spielen sich die Amerikaner als Helden auf, doch es hielt sich in Grenzen, sogar ein einem erträglichen Maß.
Mir hat die Figur des James Dononvan gut gefallen. Er ist ein gerechter Mensch, der für alle das Beste möchte. Selbst für einen russischen Spion hat er versucht, ein gerechtes Urteil zu erwirken. Ich finde das sehr beeindruckend.

Sein Einsatz in Ost-Berlin hat mich dann ebenfalls in Staunen versetzt. Die Bilder wirkten so unglaublich real und ich kann nur immer wieder sagen, wie faszinierend ich alles fand. Der Film hat mich gefesselt, das kann ich mit Sicherheit sagen.

Allerdings hatte ich mir aufgrund des Trailers, noch mehr Drama mit seiner Familie erwartet. Seine Frau war sehr gegen seine Art, wie er Abel verteidigt hat, doch im Film ging das dann irgendwie unter. Er lässt seine Familie sehr schnell in Amerika zurück, ich hatte mit wesentlich mehr Streit und Geschrei gerechnet, doch es ging alles sehr gesittet zu. Das ist für mich auch der einzige Punkt, an dem ich etwas „Meckern“ könnte, aber selbst das wäre zu viel gesagt.

Bridge of Spies – Der Unterhändler hat mich gefesselt, fasziniert und in Atem gehalten. Der Film war nicht überladen mit Aktionszenen, sondern hat die bedachte Art des Anwaltes gut zum Ausdruck gebracht. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Für Menschen, die sich für Geschichte interessieren, kann ich diesen Film absolut empfehlen.

Wertung (4/5)

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