Crimson Peak

Kinostart: 15. Oktober 2015
Dauer: ca. 119 Minuten

Crimson Peak - Hiddleston

Besetzung

Regisseur: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro und Matthew Robbins

Edith Cushing – Mia Wasikowska
Lucille Sharpe – Jessica Chastain
Sir Thomas Sharpe – Tom Hiddleston
Dr. Alan McMichael – Charlie Hunnam
Carter Cushing – Jim Beaver

Trailer

Inhalt

Seit ihrer frühesten Kindheit weiß Edith Cushing (Mia Wasikowska), dass Geister existieren. Damals war ihr ihre tote Mutter erschienen, die ihr eindringlich zuflüsterte: „Hüte dich vor Crimson Peak.“ Erst Jahre später erschließt sich Edith allmählich die ganze Bedeutung dieser Worte, als sie sich in den ebenso charmanten wie geheimnisvollen Baronett Sir Thomas Sharpe (Tom Hiddleston) verliebt. Trotz der Einwände ihres Vaters (Jim Beaver) und ihres Kindheitsfreundes Dr. Alan McMichael (Charlie Hunnam) heiratet die angehende Autorin den adretten Fremden und bricht mit ihm zusammen zu seinem großen, düsteren Anwesen auf, in dem er bislang mit seiner unnahbaren Schwester Lucille (Jessica Chastain) gelebt hatte. Verstörende Geistererscheinungen und die Anweisung, bestimmte Teile von Allerdale Hall zu meiden, lassen Edith bald an den wahren Absichten ihres neuen Gatten zweifeln und vermuten, dass in dem Haus ein schreckliches Geheimnis schlummert.

Meine Meinung

Der Trailer zum Film war schon so fantastisch, und obwohl ich aus guten Gründen kein großer Fan von Horrorfilmen bin, habe ich mich dazu entschieden, diesen Film unbedingt sehen zu wollen.

Der Anfang ist schon ziemlich gruselig. Ich hab mich furchtbar beim Geist von Ediths Mutter erschrocken. Holla die Waldfee bin ich zusammengezuckt! Die war wirklich gruselig (noch nichts gegen die Geister von Allerdale Hall. Schon während der ersten viertel Stunde wurde mir wieder bewusst, warum ich kein Fan von solchen Filmen bin und sie mir normalerweise auch nicht ansehe, doch der Trailer war eben so toll (und eben Tom Hiddleston, wenn ich ehrlich bin). Obwohl bereits viele Scenen aus dem Trailer bekannt waren und ich sie auch erkannt habe, bin ich jedes Mal fürchterlich erschrocken und konnte oft gar nicht hinsehen (oder nur durch die Finger spitzeln). Meine Begleiter haben sich schon während des Filmes etwas lustig über mich gemacht.

Die Geschichte von Edith hat mich ziemlich gefesselt. Sie kann seit ihrer Kindheit Geister sehen und wird von ihrer Mutter „heimgesucht“. Diese flüstert ihr (mehr als nur ein bisschen gruselig) Folgendes zu: Hüte dich vor Crimson Peak. Die Bedeutung des Satzes erfährt sie erst, als es eigentlich schon zu spät ist.

Edith ist eine junge Autorin. Ihre Geschichten sind keine üblichen Geistergeschichten, sondern die Gespenster kommen eben einfach darin vor, sind aber nicht unbedingt ein zentraler Punkt in der Geschichte.
Sir Thomas Sharpe schafft es schnell, die Aufmerksamkeit von Edith zu erlangen. Er mag ihre Geschichte und ist ziemlich aufmerksam ihr gegenüber. Tief in mir drin habe ich von Anfang an gehofft, dass er nicht wirklich zu den „Bösen“ gehört.
Seine Schwester Lucille Sharp fand ich schon vom ersten Moment an beängstigend und ich kann nur sagen, diese Frau ist absolut irre!!!

Edith heiratet also Thomas und zieht mit ihm nach Allerdale Hall. Einem unfassbar heruntergekommenen Anwesen, das auf einer Lehmgrube steht und deshalb immer tiefer einsinkt. Das Dach ein Loch und es schneit hinein. Ich frage mich, wie sie es schaffen das Haus auch nur ein bisschen warm zu bekommen, denn das ist eigentlich unmöglich.
Man muss den Filmemacher aber lassen, dass Allerdale Hall das absolute Highlight des Filmes ist. Ich habe mich sofort in die Details und Kleinigkeiten des Hauses verliebt. Ohne die Lehmgrube, das Loch im Dach und natürlich die Geister wäre es für mich ein absolutes Traumhaus, allerdings glaube ich, dass dann einiges vom Charme des Hauses verloren ginge.

Schnell wird Edith klar, dass etwas mit dem Haus nicht stimmt. Sie hört Stimmen und sieht vor allem Geister. Ohne Witz, ich an ihrer Stelle wäre vor Angst gestorben und keine Sekunde länger im Haus geblieben! Egal wie sexy Tom Hiddleston in seinem Kostüm aussieht!
Aber es gibt ja nicht nur ihn, sondern auch noch den jungen Arzt Dr. Alan McMichael, der ebenfalls ein Auge auf Edith geworfen hatte und ziemlich in sie verliebt ist. Er macht sich viele Sorgen um die junge Frau und die schnelle Hochzeit mit dem Baronet aus England.

Während Edith sich versucht in Allerdale Hall einzuleben, stellt er Nachforschungen über die Familie von Thomas Sharpe an und beschließt dann, Edith zu retten. Zu diesem Zeitpunkt (spätestens!) ist auch dem Zuschauer klar, dass hier etwas absolut Grausames und völlig Irres vor sich geht. Edith findet Hinweise, die auf frühere Ehefrauen von Thomas hinweisen, und zieht sich die Missgunst seiner Schwester zu. Außerdem tauchen noch viel mehr gruselige und wirklich eklige Geister auf.

Was ich auch sehr extrem fand, ist die Sache mit dem Lehm. Wenn man im Keller des Hauses ist, sieht es aus, als würde Blut die Wände hinab fließen. Ich bin, was das angeht, eigentlich gar nicht so empfindlich. Blut geht meistens, aber das war wirklich eklig. Man hat das Gefühl in einem lebendigen Leib zu sein und die Wände sahen aus wie blutendes Fleisch. Alleine bei der Erinnerung bekomme ich Gänsehaut.
Später, wenn es dann schneit, sieht man auch, wie der Schnee sich durch den Lehm blutrot färbt und es sieht aus, als hätte es ein Massaker gegeben.

Irgendwann kommt Edith dem Geheimnis natürlich auf die Spur. Zu diesem Zeitpunkt ist der Film eigentlich gar nicht mehr so gruselig, dafür wird er meiner Meinung nach sehr eklig. Ich gebe zu, sehr wahrscheinlich bin ich doch empfindlicher als gedacht. Jedenfalls habe ich in der zweiten Hälfte des Filmes sehr oft weggesehen, weil es mir gegraust hat.

Trotz alldem oder vielleicht gerade deswegen fand ich den Film sehr gut. Die Detailbesessenheit des Regisseurs ist unglaublich fantastisch und ich finde, er hat geniale Kulissen geschaffen. Die Umgebung und das ganze Setting waren fantastisch und Allerdale Hall ist wirklich genial geworden. Ich habe selten eine so schöne und tolle Kulisse gesehen. Noch jetzt bin ich ganz verzaubert und hingerissen. Mir gefällt es sehr gut, wenn auf die kleinen Details wie Macken oder Sprünge im Geschirr geachtet wird. Das lässt alles lebendiger und echter wirken (auch wenn ich das bei den Geistern nicht gebraucht hätte).

Zum Ende hin gab es eine Szene, die ich etwas unglaubwürdig fand, allerdings kenn ich mich mit der Beschaffenheit des menschlichen Körpers vielleicht nicht ganz so gut aus und kann das deshalb nicht so gut einschätzen. Ich bin schlicht und ergreifend der Meinung eine Person hätte aufgrund ihrer Verletzungen verbluten müssen, aber irgendwie ist sie das einfach nicht. Klingt jetzt vielleicht etwas grausam, beschäftigt mich aber immer noch. Das tut der Genialität des Filmes jedoch kaum einen Abbruch.
Crimson Peak hat sein Ziel erreicht, ich hab mich gefürchtet und geekelt und das die meiste Zeit des Filmes.
Für Leute die Horrorfilme mögen, ist dieser definitiv eine Empfehlung. Wobei es von Genre ja eigentlich nicht einmal ein Horrorfilm ist, sondern laut del Toro eine Gothic Romance. Den Zartbesaiteten würde ich jedoch stark davon abraten, da er nichts für schwache Nerven ist.

Wertung (4/5)

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