Die Stunde der Lilie

Die Stunde der Lilie

von Sandra Regnier

Erschienen 07. August 2014
Ebook 362 Seiten
Verlag Impress
ISBN 978-3-646-60073-5
Preis 3,99 € (E-Book)

Inhalt

Es sollte ein gewöhnlicher Ausritt nach einem anstrengenden Schultag werden. Niemals hätte sich die sechzehnjährige Julia träumen lassen, dass es sie an der mit Lilien gesäumten Weggabelung aus dem Deutschland der Gegenwart ins Frankreich des 17. Jahrhunderts verschlagen würde. Und das ohne eine Möglichkeit der Rückkehr. Von einem Tag auf den anderen muss sich Julia den Sitten des Versailler Königshofes anpassen und zu allem Übel auch noch Französisch lernen. Glücklicherweise bekommt sie jedoch einen einflussreichen Vormund an die Seite gestellt: Etienne Flémont, den Grafen von Montsauvan. Ein Mann, der ihr Schicksal noch weitreich beeinflussen soll… Dies ist der erste Band der Lilien-Reihe. Der zweite Band erscheint im Sommer 2015.

Cover

Passend zum Titel ist eine Lilie auf dem Cover-Bild zu sehen. Außerdem ist als eine Art Wasserzeichen ist Fleur de Lys, auch stilisierte oder heraldische Lilie genannt, abgebildet. Sie war in Frankreich das Symbol der Monarchie und ist auch heute noch in sehr vielen Wappen zu finden. Ein schlichtes und sehr gut gewähltes Cover.

Meine Meinung

Als begeisterte Leserin von Sandra Regnier musste ich natürlich auch dieses Buch kaufen und lesen. Wobei ich es schon eher verschlungen als gelesen habe.
Zusammen mit Julia begibt sich der Leser auf einen abenteuerlichen Ausritt der anderes endet, als man vermutet. Julia landet im Frankreich des siebzehnten Jahrhunderts und erlebt dort ihr blaues Wunder.
Nach Anordnung des Königs sollen ihr die Sitten und Gebräuche von Versailles beigebracht werden, vor allem aber soll sie Französisch lernen. Das und noch viel mehr soll ihr Etienne beibringen. Dieser ist Graf und lebt am Hofe des Königs und ist dort auch sehr einflussreich. Julia profitiert von diesem Einfluss.

Ihr strenger Lehrer sorgt dafür, dass sie schon bald keine Blamage mehr für ihn ist, und zwingt sie dazu fleißig und gehorsam zu sein. Letzteres fällt ihr mehr als schwer und so landet Julia in der einen oder anderen gefährlichen Situation.

Etienne ist so anderes als Lee. Er zielt es nicht darauf ab, Julia zu verführen, sondern folgt nur den Anweisungen seines Königs. Trotzdem habe ich ihn unglaublich schnell lieb gewonnen. Obwohl er, genau wie Lee, auch einen gewissen Ruf hat und die Frauen auf ihn zu Fliegen scheinen, ist Etienne wesentlich zurückhaltender als Lee. Er hat mir als Figur sehr gut gefallen, ein starker Held.

Julia ist zu Beginn des Buches eine wirklich tolle Figur. Sie hat viele Ecken und Kanten, die sie sehr sympathisch machen. Nachdem ich viele Bücher über strahlende Heldinnen gelesen habe, hatte ich mich darauf gefreut, dieses Mal eine weniger perfekte Heldin zu haben. Doch Julia wird während des Buches immer perfekter und besser. Sie lernt in einem unglaublichen Tempo und überzeugt mit nichts den ganzen Hofstaat. Auch wenn ich oben noch Etienne als den perfekten, starken Helden dargestellt und gesagt habe, dass ich so etwas gerne mag, finde ich trotzdem, dass es bei Julia einfach zu weit getrieben wurde. Ihr einziger Fehler ist der aller Heldinnen, sie muss immer mit dem Kopf durch die Wand. Der Jugendliteratur würden ein paar weniger perfekte Helden wirklich gut tun.

Gerade eben habe ich auch eine nicht so positive Kritik zu dem Buch gelesen und muss sagen, sie hat mich ehrlich zum Nachdenken gebracht. Dort wurden Dinge angesprochen, die mir so gar nicht aufgefallen wären. Philippe de Bourbon ist der perfekte Bösewicht, dass jedenfalls will die Autorin einem vermitteln. Doch Philippe de Bourbon war kein so furchtbarer Mensch, eher im Gegenteil. Ich finde es sehr schade, das hier eine Tatsache so furchtbar verdreht wird, wo doch im Rest des Buches ein sehr großer Wert auf die Richtigkeit der Fakten gelegt wird.

Abgesehen davon finde ich dieses Buch immer noch sehr schön und bin auch sehr gespannt auf den zweiten Band. Allerdings liegt das wahrscheinlich eher an Etienne als an Julia, und wenn ich ehrlich bin, gönn ich ihr Etienne mittlerweile überhaupt nicht mehr.

Wertung (3/5)

 

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