Leipziger Buchmesse 2015 – #lbm15

Tag 1 – Freitag

Das erste Mal alleine zur Buchmesse. Ich war ganz schön aufgeregt und zappelig. Bereits eine Stunde vor Öffnung der Messe bin ich los gefahren und habe, welch ein Wunder, eine angenehm leere Bahn erwischt. Die kurze Fahrt ging schneller vorbei als erwartet und an der Messe angekommen musste ich mich auch überhaupt nicht hetzten. Gemütlich bin ich durch die große Glashalle geschlendert und habe mir dort die verschiedenen Stände der einzelnen Medienvertreter angeschaut. Da werde ich doch immer ganz neugierig, weil ich ja selbst beim Fernsehen arbeite.

Als es endlich so weit war und man in die einzelnen Hallen gehen konnte, war ich sehr überrascht, wie schnell sich die Menschen in den Hallen selbst verteilen. Ziemlich zufrieden mit mir selbst bin ich dann durch Halle 2 marschiert und habe mir alles angesehen.

Für mich war die Messe dieses Jahr ziemlich unorganisiert, weswegen ich auch nur geplant hatte, zu einer einzigen Lesung zu gehen, alle anderen Veranstaltungen habe ich verpasst. Irgendwie kam mir die Messe auch viel zu schnell, bis ich schauen konnte, war sie schon da und Ruck-Zuck auch wieder vorbei.

Den Freitag habe ich hauptsächlich genutzt um mich umzusehen und bereits eine kleine Vorauswahl für die Bücher, die ich mir eventuell kaufen möchte, zu treffen. Welche es schließlich auf meine Wunschliste geschafft haben, werde ich euch am Ende des Artikels verraten.
Tatsächlich habe ich es am Ende des Tages sogar geschafft, mir ein paar Lesungen an der Fantasy-Leseinsel anzuhören.

Als Erstes habe ich dort die Lesung von Jenny-Mai Nuyen gehört. Sie hat aus ihrem Buch „Nacht ohne Namen“ gelesen und danach noch Fragen beantwortet. Damit hat sie mich so begeistert, dass ich mir dieses Buch gleich kaufen musste und mich schließlich sogar in die Schlange zum Signieren gestellt habe.
Die nächste Lesung war aus dem „Amizaras-Chroniken“ und dazu gab es noch ein Making-Of. Von den Chroniken habe ich den Ersten seit letztem Jahr auch zu Hause und muss einfach sagen, es ist eines der schönsten Bücher, die ich besitze, gelesen habe ich es aber leider noch nicht …
Die Lesung war spannend und das Making-Of ziemlich faszinierend. Es hat mich auf jeden Fall dazu angeregt, mir dieses Buch bald vorzuknöpfen.
Direkt danach hat Bernd Perplies aus seinem Buch „Das Imperium der Drachen – Das Blut des Schwarzen Löwen“ vorgelesen. Das Klang auch ziemlich interessant, hat mich aber nicht ganz so gefesselt. Spannend klingt es auf jeden Fall und vielleicht werde ich es sogar lesen, ganz ausschließen möchte ich das nicht.
Danach kam eine Jung-Autorin an die Reihe, die sehr aufgeregt war. Lucie Müller hat aus ihrem Buch „Die Kriegssinfonie“ gelesen. Zum Ende ihrer Lesung hat man deutlich gemerkt, dass die meisten Zuhörer wegen dem nächsten Gast da waren und auch mir ging es so. Lucie Müller hat es leider nicht ganz geschafft mich für ihr Buch zu begeistern, aber ich werde es definitiv im Hinterkopf behalten, vielleicht habe ich ja irgendwann einmal Lust darauf.

Dann endlich kam Patrick Rothfuss auf die Bühne. Bereits ehe der Moderator in Vorstellen konnte, haben die Zuschauer geklatscht und gejubelt. Patrick Rothfuss hat sich sichtlich gefreut und war unheimlich sympathisch. Er hat Witze auf der Bühne gerissen und erst, kurz bevor er wirklich lesen musste, gemeint, er hätte seine englische Ausgabe vergessen und ob ihm jemand eine leihen könne. Zu seinem Glück gab es tatsächlich zwei englischsprachige Ausgaben im Publikum. Obwohl Patrick Rothfuss erklärte, er habe während seines Studiums Deutsch gelernt, könnte es aber kaum sprechen. Die Lesung war fantastisch, mehr brauche ich dazu gar nicht sagen. Ganz konnte ich sie mir nicht anhören, da ich unbedingt für meinen jüngsten Bruder ein Autogramm besorgen wollte und versuchte relativ weit vorne in die Schlange zu kommen.

Abgesehen von Halle 2 und vielleicht noch 4 bin ich durch die anderen drei Hallen eher durchgeschlendert und habe nicht ganz so genau geschaut, weil für mich dort eher wenig Interessantes dabei war.

Den Abend habe ich im Kino verbracht und mir Cinderella angesehen. Zu dem Film werde ich morgen die Rezension veröffentlichen.

Tag 2 – Samstag

Am zweiten Tag bin ich mit einer ehemaligen Mitschülerin und ihrer Schwester auf die Messe gegangen und ich bin absolut froh darüber. Wie ich feststellen musste, ist es immer gut zu zweit oder mehreren zwischen den Ständen hindurchzuschlüpfen, da ich so auch zu Verlagen gekommen bin, die ich mir am Tag zuvor noch nicht angesehen habe und mir wahrscheinlich auch nicht mehr angesehen hätte. Samstag selbst war die Messe so unglaublich voll, das kann ich kaum in Worte fassen.

Den Vormittag über verbrachten wir in Halle 2 und ich musste bereits um kurz nach zehn feststellen, dass es bei Carlsen das neue Buch von Sandra Regnier nicht mehr zu kaufen gab. Etwas enttäuscht haben wir uns dann auf eine Entdeckungsreise gemacht und wirklich viele tolle Bücher entdeckt. Leider konnte ich nicht alle kaufen, geschweige denn, dass ich sie hätte tragen können. Mittags machten wir uns auf den Weg zur Lesung und ich konnte am Carlsen-Stand, doch noch eine Ausgabe von „Das Flüstern der Zeit“ ergattern. Mit dem Buch ausgestattet macht wir uns auf zur Lesung. Da wir recht früh dran waren, nutzten wir die Zeit für eine kleine Mittagspause und ich habe es sogar geschafft, mir noch ein Autogramm für mein Buch zu organisieren, da die Autorin auch zu früh da war.
Die Lesung selbst war wirklich gut. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass die Szenen etwas ungünstig gewählt waren. Das Buch wirkt dadurch viel kitschiger als es wirklich ist und ich saß kurzzeitig da und habe mich gefragt, wo den der fantastische Aspekt geblieben war. Mittlerweile habe ich es gelesen und musste, sehr zu meiner Erleichterung, feststellen, dass das Buch ganz anderes ist, als es den Anschein hatte.

Beinahe schon etwas ausgelaugt sind wir im Laufe des Tages auch beim Papierverzierer Verlag gelandet und ich muss sagen, das war eines meiner zwei persönlichen Messe-Highlights. Die Qualität der Bücher ist unglaublich hoch und wir konnten uns kaum entscheiden, welches Buch wir kaufen sollten. Ich habe mir bereits relativ schnell das Verlagsprogramm gegriffen und werde mich da noch später durchstöbern. Gekauft habe ich mir schließlich zwei Bücher. Einmal „Kobrin – Die schwarzen Türme“ von Caroline G. Brinkmann, die ich lustigerweise später noch bei dem Schreibnacht-Treffen gesehen habe. Abgesehen davon, dass sie unglaublich nett und liebenswürdig ist, hat sie auch noch ein ziemlich tolles Buch geschrieben. Der Klappentext hat mich wirklich aus den Socken gehauen und ich musste es mir auch kaufen. Da sie selbst gerade am Stand war, konnte sie es sogar noch unterschreiben.
Als Zweites habe ich mir „Phoenix – Tochter der Asche“ von Ann-Kathrin Karschnick gekauft. Auch hier wurde ich bereits vom Klappentext völlig überzeugt und nach einem ziemlich ausführlichen Gespräch mit der Autorin, musste ich es einfach kaufen. Über ihre ziemlich persönliche Signatur habe ich mich wirklich gefreut, denn sie trifft den Nagel auf den Kopf.

Samstagnachmittag war dann auch schon mein zweites Messehighlight: Das Schreibnacht-Treffen. Darauf habe ich mich am meisten gefreut. Endlich ein paar der Menschen treffen zu können, mit denen man sonst nur online Kontakt hat. Es war toll. Wir haben uns alle super verstanden und uns sehr gut unterhalten. Ich habe tolle Cover-Designer kennengelernt und auch sonst tolle Menschen getroffen. Außerdem wurde mir wieder einmal bewusst, was für eine tolle Community die Schreibnacht ist und wie viel ich dadurch bereits gewonnen habe. Ich bin so froh, dort aktiv zu sein und ich freue mich schon sehr auf die nächste Gelegenheit, ein paar der Mitglieder zutreffen.

Abschließend bin ich mit meinen beiden Freundinnen noch einmal durch Halle 2 geschlendert. Nachdem ich enttäuschend feststellen musste, dass „Die rote Königin“ nur ein Cover-Ansichtsexemplar war, habe ich mir kurz entschlossen doch noch ein anderes Buch gekauft. „Das Herz der Harpyie“ von Rebekka Pax hat mich vorher schon angelacht, doch ich wollte mir lieber „Die rote Königin“ kaufen. Gerade als ich gehen wollte, habe ich dann aber das Buch gesehen und musste es einfach mitnehmen. Auf die Geschichte bin ich wirklich sehr gespannt.

Den Tag haben wir mit einer Menge Pizza und einem weiteren tollen Buch, welches eine meiner Freundinnen entdeckt hat, ausklingen lassen. Wir haben uns gegenseitig Kapitel aus „Ich bin nicht süß, ich habe bloß Zucker“ von Renate Bergmann (der Twitter-Oma) vorgelesen und beinahe Tränen gelacht. Bei nächster Gelegenheit werde ich mir dieses Buch auf jeden Fall kaufen, denn seit Marc-Uwe Kling und seinem Känguru habe ich nichts mehr so lustiges gelesen.

Als Fazit für diese Messe kann ich sagen: Nächstes Jahr muss ich wesentlich organisierter an die ganze Sache herangehen und ich brauche ganz dringend Visitenkarten …

Bücher die auf meine Wunschliste gewandert sind:

Die wilden Schwäne von Wolfgang & Heike Hohlbein
Das Lied des Blutes von Anthony Ryan
Liv Forever von Amy Talkington
Atlantia von Ally Condie
Die Königin der Orchard Street von Susan Jane Gilman
Love to Go von Anja Fröhlich
Heart. Beat. Love. von James Patterson und Amiliy Raymond
Love Letters to the dead von Ava Dellaira
Aristoteles und Dante entdeckendie Geheimnisse des Universums von Benjamin Alire Sáenz
My Book of Life by Angel von Martine Leavitt
Entschuldigen ist nicht mein Ding von Martin Gülich
Das Schicksal der Sterne von Daniel Höra
Verdammt ich bin ein Buch (Und noch dazu ein dämliches) von Hannes Hörndler
Dark Angels‘ Summer – Das Versprechen von Kristy Spencer und Tabita Lee Spencer
Die Nacht der gestohlenen Küsse von Kasie West
Herz in Scherben von Kathrin Lange
Crazy Games – Der perfekte Tag, der in der Hölle endet von Mirjam Mous
Eden Academy – Du kannst dich nicht verstecken von Lauren Miller
Lassen sie ihr Hirn nicht unbeaufsichtigt von Christiane Stenger
Bevor er es wieder tut von Kristina Dunker
Der dunkle Kuss der Sterne von Nina Blazon
Die Karte der Welt von Royce Buckingham
Die Brücke der Gezeiten – Ein Sturm zieht auf von David Hair
Die Brücke der Gezeiten – Am Ende des Friedens von David Hair
Dracyr – Das Herz der Schatten von Susanne Gerdom
Flammendes Erwachen – Falling Kingdoms von Morgan Rhodes
Das Gewölbe des Himmels – Der Vergessene von peter Orullian
Lúm – Zwei wie Licht und Dunkel von Eva Siegmund
Im Schatten des Mondkaisers von Bernd Perplies
Flammen über Arcadion von Bernd Perplies
Pestmond von Wolfgang Hohlbein
Die Stadt der besonderen Kinder von Ransom Riggs
Die Anarchie der Buchstaben von Kate de Goldi
Löffelglück von Tracy Holozer
Wörter auf Papier von Vince Vawter

Ich bin gerade entsetzt wie viele es tatsächlich geworden sind…. Da werde ich wohl eine ganze Weile dran lesen.

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