[Film] American Sniper

Kinostart: 26. Februar 2015

Dauer: 132 Minuten

American Sniper

Besetzung

Regisseur: Clint Eastwood
Drehbuch: Jason Hall, Chris Kyle (Book), Scott McEwen (Book), James Defelice (Book)

Chris Kyle – Bradley Cooper
Taya Renae Kyle – Sienna Miller
Mustafa -Sammy Sheik
Marc Lee – Luke Grimes
Goat-Winston – Kyle Gallner
Young Chris Kyle – Cole Konis
Wayne Kyle – Ben Reed
Debbie Kyle – Elise Robertson
Young Jeff Kyle – Luke Sunshine
Pastor – Troy Vincent
Bully – Brandon Salgado Telis
Jeff Kyle – Keir O’Donnell
Sarah – Marnette Patterson
Tony – Reynaldo Gallegos
Dauber – Kevin Lacz
Biggles – Jake McDorman
‚D‘ / Dandridge – Cory Hardrict
‚Squirrel‘ / Case – Eric Ladin

(Auswahl)

Nominierungen & Auszeichnungen

Oscars 2015

Nominierungen

  • Bester Film
  • Bester Hauptdarsteller (Bradley Cooper)
  • Bestes adaptiertes Drehbuch (Jason Hall)
  • Bester Schnitt (Joel Cox, Gary D. Roach)
  • Bester Ton (John Reitz, Gregg Rudloff, Walt Martin)

Auszeichnung

  • Bester Tonschnitt für Alan Robert Murray und Bub Asman

National Board of Review

  • Auszeichnung als einer der Top-Ten-Filme
  • Beste Regie für Cling Eastwood

Satellite Award

Nominierungen

  • Bestes adaptiertes Drehbuch für Jason Hall
  • Bester Filmschnitt für Joel Cox und Gary D. Roach

Chritics‘ Choice Movie Awards 2015

Auszeichnung

  • Bester Schauspieler in einem Actionfilm für Bradley Cooper

Nominierung

  • Bester Actionfilm

MPSE Golden Reel Awards

Auszeichnung

  • Best Sound Editing – Sound Effects and Foley in an English Language Feature

Bogey

  • Für einen Schnitt von mehr als 1000 Zuschauer pro Kopie am Startwochenende

Trailer

Inhalt

US-Navy-SEAL und Scharfschütze Chris Kyle (Bradley Cooper) wird mit nur einem Auftrag in den Irak geschickt: Er soll seine Kameraden beschützen. Seine punktgenauen tödlichen Schüsse retten unzählige Leben von US-Soldaten auf dem Schlachtfeld. Als sich die Geschichten seiner unvergleichlichen Treffsicherheit verbreiten, bekommt er den Spitznamen „Legend“. Doch seine Reputation bleibt auch dem Feind nicht verborgen, die Iraker setzen ein Kopfgeld auf ihn aus. Und der Krieg ist nicht Kyles einziger Kampf. Der Scharfschütze versucht, seiner Frau Taya (Sienna Miller) ein guter Ehemann zu sein und gründet schließlich auch eine Familie. Aber trotzdem zieht es Kyle immer wieder in das Kriegsgebiet zurück: Er nimmt an insgesamt vier Einsätzen im Irak teil, die bei ihm deutliche seelische Spuren hinterlassen.

Meine Meinung

Über diesen Film gibt es eine Menge Meinungen. Vor den Oscar-Verleihungen 2015 hatte ich selbst von diesem Film noch nicht gehört. Allerdings wurden immer wieder Ausschnitte gezeigt, die ich mich unglaublich neugierig gemacht haben. Neugierig auf einen Film, der in den USA unglaublich beliebt ist. Mit sechs Nominierungen war „American Sniper“ gut im Rennen. Leider konnte der Film nur in einer Kategorie für sich entscheiden. Doch warum genau ist dieser Film so unglaublich beliebt gewesen? Das habe ich mich während der ganzen Verleihung gefragt und mich später etwas im Internet schlaugemacht.
Was ich von Chris Kyle halten soll weiß ich selbst nach ausgiebigen Recherchen und dem Film immer noch nicht.

Der Film selber hat mich ziemlich überzeugt. Man sollte keinen reflektierten und kritischen Film erwarten, denn dann wird man auf jeden Fall enttäuscht. Auch habe ich mir keinen biografischen Film erhofft. Für mich war es einfach eine Geschichte über den erfolgreichsten Scharfschützen der US-Militärgeschichte. Ich habe außer Acht gelassen, wie viel davon der Wahrheit entspricht oder auch nicht. Mir war es wichtig den Film einfach als Geschichte zu sehen, die erzählt werden möchte und so war ich auch ziemlich gefesselt von den Bildern.

Bereits im Trailer wird eine starke Spannung aufgebaut und man fragt sich als Zuschauer, wer ist dieser Mann. Bradley Cooper verkörpert Chris Kyle unglaublich gut. Mir kam es immer so vor, als würde er den Unterkiefer nach vorne schieben was Kyle/Cooper manchmal einen ziemlich dümmlich wirkenden Gesichtsausdruck beschert hat. Im Allgemeinen bin ich mir über die Intelligenz dieses Mannes nicht wirklich im Klaren, möchte darauf aber auch nicht weiter eingehen.
Chris Kyle ist ein so genanter Hütehund, wie sein Vater voller Inbrunst erklärt. Als ich diesen Mann gesehen habe, hat mich im späteren Verlauf der Geschichte nicht mehr viel gewundert. Er prägt Chris unglaublich und auch seine Beziehung zu seinem eigenen Sohn.

Recht schnell wurde mir persönlich klar, dass es in diesem Film nicht nur darum geht, das Töten zu verherrlichen. Ich meine, natürlich wird viel geschossen und es ist auch Blut zu sehen. Es gibt Szenen, die ich nicht unbedingt zwei Mal sehen muss, aber man sollte immer im Hinterkopf behalten, was für ein Film es ist und für das Genre fand ich all das wirklich sehr human.

Sehr gut hat mir gefallen, dass ein großes Augenmerk auch auf Chris Kyle als Person und nicht nur als Sniper gelegt wird. Man sieht Bilder aus seiner Kindheit und warum er zu dem Menschen wurde, der er letzten Endes auch war. Es werden Szenen gezeigt, die seine Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Auch wird bereits am Anfang gezeigt, wie er seine Frau kennen gelernt hat. Die Mischung hat mir gut gefallen und auch den Film aufgelockert.

Chris Kyle wird nicht zu einer Killermaschine degradiert, sondern immer noch als Mensch, Ehemann und auch Vater dargestellt. Clint Eastwood hat es wirklich geschafft hier ein Gleichgewicht zu halten, das beinahe schon bewundernswert ist.

Absolut begeistert bin ich von Bradley Coopers Darstellung. Ich mochte es, ihn in einer völlig anderen Rolle zu sehen. Er hat seinen Job wirklich gut gemacht und hat Chris Kyle sehr überzeugend dargestellt.

Etwas Schade finde ich, dass viele der anderen Charaktere nicht so tief im Gedächtnis bleiben. Ich habe den Film Samstag in der Spätvorstellung gesehen und konnte mich vorhin, als ich die Besetzungsliste abgeschrieben habe, kaum noch an manche Gesichter der Nebendarsteller erinnern. Das soll allerdings nicht heißen, sie wären schlecht, im Gegenteil. Sie stehen einfach nicht so im Fokus. Die meisten zeichnen sich durch dumme und lustige Sprüche aus. Chris Kyle ist und bleibt die einzig wahre tragische Figur in diesem Film.

Wer sich einen Film erhofft, der sich ernsthaft mit dem Irakkrieg auseinandersetzt, der ist hier trotzdem falsch. Man sollte „American Sniper“ als einfachen Spielfilm betrachten und ihn nicht zu sehr verteufeln. Auch über Chris Kyle lässt sich denken, was man mag, ich selbst bin mir nicht sicher, was ich von diesem Mann halten soll. Er hat eine Menge geleistet und sicher seine Beweggründe für sein Handeln.

Speziell herausgreifen möchte ich den Abspann. Der hat mich nämlich wirklich aus den Socken gehauen und mir fast noch Tränen in die Augen getrieben. Selten habe ich einen so unglaublich passenden Abspann gesehen, der die Stimmung des Filmes so unglaublich ausklingen lässt. Für mich hat genau dieser Teil den Film vielleicht auch gerettet, ihn auf jeden Fall noch besser gemacht. Ich musste sitzen bleiben und zurück in die Realität finden.

Abschließend möchte ich noch einmal sagen, dass mir der Film gut gefallen hat und ich ihn mir durchaus noch einmal ansehen könnte.

Wertung (4/5)

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