[Film] Into the woods

Kinostart: 19. Februar 2015

Dauer: ca. 125 Minuten

Into the Woods

Besetzung

Regisseur: Rob Marshall
Drehbuch: James Lapine (Screenplay & Musical), Stephen Sondheim (Musical)

Cinderella – Anna Kendrick
Jack/Hans (deutsch) – Daniel Huttlestone
Baker – James Corden
Baker’s Wife – Emily Blunt
Little Red Riding Hood (Rotkäppchen) – Lilla Crawford
Witch – Meryl Streep
Cinderella’s Prinz – Chris Pine
Rapunzel – Mackenzie Mauzy
Rapunzel’s Prinz – Billy Magnussen
Wolf – Johnny Depp
Stephmother – Christine Baranski
Florinda – Tammy Blanchard
Lucinda – Lucy Punch
Jack’s Mother – Tracy Ullman
Baker’s Father – Simon Russell Beale
Cinderella’s Mother – Joanna Riding
Granny – Annette Crosbie
Steward – Richard Glover
Riesin – Frances de la Tour

Nominierungen & Auszeichnungen

Oscar 2015

  • Beste Nebendarstellerin (Meryl Streep)
  • Bestes Kostümdesign (Colleen Atwood)
  • Bestes Szenenbild

Leider konnte der Film keinen der begehrten Goldjungen gewinnen.

Golden Globe Awards 2015

  • Beste Hauptdarstellerin (Emily Blunt)
  • Beste Nebendarstellerin (Meryl Streep)
  • Bester Film – Komödie oder Musical

Screen Actors Guild Awards

  • Meryl Streep

Satellite Awards

  • Beste Kamera
  • Beste visuellen Effekte
  • Bester Ton
  • Bestes Ensemble (Meryl Streep, Emily Blunt, James Corden, Anna Kendrick, Chris Pine, Johnny Depp, Lilla Crawford, Daniel Huttlestone, Mackenzie Mazy, Tracy Ullmann, Christine Baranski, Tammy Blanchard, Lucy Punch, Billy Magnussen und Frances de la Tour)

Phoenix Film Critics Society Awards

  • Bester Familienfilm – gewonnen
  • Beste weibliche Nachwuchsschauspielerin (Lilla Crawford) – gewonnen

Trailer

Inhalt

Der Bäcker (James Corden) und seine Frau (Emily Blunt) wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Allerdings verhindert ein Fluch der bösen Hexe (Meryl Streep), dass die Frau schwanger werden kann. Die finstere Magierin bietet dem Paar eines Tages jedoch an, den Bann aufzuheben, wenn es ihr innerhalb von drei Tagen bestimmte Gegenstände beschafft. Um ihren Traum vom Familienglück endlich zu verwirklichen, lassen sich die beiden Verzweifelten auf das turbulente Abenteuer ein, in dessen Verlauf sie unter anderem Rotkäppchen (Lilla Crawford) und dem listigen Wolf (Johnny Depp), Rapunzel (Mackenzie Mauzy), Cinderella (Anna Kendrick) und ihrem Prinzen (Chris Pine) sowie dem mit magischen Bohnen ausgestatten Jack (Daniel Huttlestone) begegnen. Nach einigem Hin und Her haben Bäcker und Gattin die gewünschten Dinge tatsächlich scheinbar zusammen, doch die Hexe ist trotzdem nicht zufrieden…

 

Meine Meinung

Gleich als ich das Kinoplakat für „Into the woods“ gesehen habe, wusste ich: Diesen Film MUSS ich sehen. Schnell danach hatte ich auch schon eine passende Gelegenheit dafür gefunden.
Der Film fängt sehr gut an, steigert sich bis zu etwa zwei Drittel der Handlung und lässt dann stark nach.

Bei „Into the woods“ wird die Handlung von eigentlich vier verschiedenen Geschichten vermischt: Cinderella (nicht Aschenputtel), Rapunzel, Rotkäppchen und Jack und die Bohnenstange. Jack wird im Film allerdings Hans genannt. Mich würde hier interessieren, ob das im Original genauso ist.

Der Film basiert auf dem Musical „Into the Woods“ von Stephen Sondheim, der dieses 1987 am Broadway aufführte und dort große Triumphe feierte. Der Film beginnt sehr stark. Meryl Streep ist eine unglaublich gute Schauspielerin und als Hexe wirkt sie sehr furchteinflößend auf mich. Jonny Depp, der sehr groß auf dem Cover abgebildet ist, übernimmt nur eine kleine Nebenrolle. Es hat mich etwas verwirrt, das trotzdem so mit ihm geworben wurde.

Anna Kendrick spielt Cinderella und ist in dieser Rolle fantastisch. Bereits in „Pitch Perfect“ hat sie gezeigt, dass sie sehr gut singen kann und auch hier glänzt sie mit einer tollen Stimme.

Was mich etwas schockiert hatte, war Chris Pine. Er hat in Star Trek mitgespielt und nun sieht man ihn in einem Musical als Prinz Charming? Das hat mich unglaublich verwirrt, zumal ich am Anfang geglaubt habe, er wäre Chris Hemsworth…
Die Besetzung hat mir wirklich gut gefallen und war ganz nett anzuhören.

Die ersten beiden Drittel des Filmes waren fantastisch. Hier füge ich ein Zitat von Chris Nashawaty ein, das den Nagel auf den Kopf getroffen hat:

 

The first two-thirds of the film, which are like the Brothers Grimm’s Greatest Hits on laughing gas, have a fizzy, fairy-dust energy. But as soon as the baker couple’s scavenger hunt is over and a rampaging giant appears, Woods loses its magic and momentum and sags like an airless balloon.

– Chris Nashawaty, Veröffentlich bei Entertainment weekly am 25.12.2014

 

Er beschreibt genau das Gefühl, welches ich habe, wenn ich an diesen Film denken muss. Der Großteil ist einfach nur genial und total lustig, dann aber gibt es dieses letzte Stück. Das hat bei mir einen sehr schalen Nachgeschmack hinterlassen.
Ich möchte euch natürlich auch nicht meine Lieblingsszene enthalten:

 

 

Es hat nicht mehr viel gefehlt und ich wäre gestorben vor Lachen. So etwas Seltsames und Lustiges habe ich glaube ich noch nie gesehen. Ich bin ja auch der Meinung, im Deutschen ist es noch viel schlimmer oder auch krasser.
Wie oben aber schon erwähnt, fand ich das Ende des Filmes nicht wirklich gut oder besser gesagt, es hat mich nicht überzeugt. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, denn ich möchte euch nicht die Spannung verderben, aber vielleicht könnt ihr ja nachvollziehen, was ich meine.

Am Ende werden Themen kurz angesprochen, die ich durchaus für wichtig halte und wo ich der Meinung bin, sie sind auch ein besserer Ansatz als das tatsächliche Ende. Dieser Ansatz wird aber von den anderen Charakteren im Keim erstickt und ein, meiner Meinung nach, falscher Weg gewählt. Es wird sozusagen suggeriert, Gewalt ist okay, wenn sie gegen böse Menschen geht. Mehr möchte ich dazu nur ungern sagen.

Außerdem hat es mich gestört, dass ein Handlungsstrang am Anfang angesprochen wird, der mir durchaus wichtig erschien, dann jedoch völlig außer Acht gelassen und überhaupt nicht beendet wird. Es ist nicht einmal so, dass er einem offenen Ende zuträglich ist, sondern es wirkt auf mich eher unfertig. Da war ich wirklich sehr enttäuscht.
Zu Letzt kann ich wirklich nur sagen, der Film hat mir gefallen. Jedoch hätte nach dem zweiten Drittel auch das Ende sein können, es wäre ein schönes Ende gewesen. Alles, was danach kommt, vermiest mir den Film ziemlich.

Trotzdem würde ich euch nicht unbedingt davon abraten, den Film zu sehen. Er hat mich zum Nachdenken angeregt und ich stelle mir die Frage, wie unsere Gesellschaft aussieht, wenn wir tatsächlich Gewalt befürworten.

Wertung (3/5)

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2 Gedanken zu “[Film] Into the woods

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