[Film] 50 Shades of Grey

 Kinostart: 12. Februar 2015

Dauer: ca. 125 Minuten

50 Shades of Grey

Besetzung

Regie: Sam Taylor-Johnson
Drehbuch: Kelly Marcel (Screenplay), E.L. James (Buch)

Anastasia Steele – Dakota Johnson
Christian Grey – Jamie Dornan
Carla (Anas Mutter) – Jennifer Ehle
Ray (Anas Stiefvater)– Callum Keith Rennie
José – Victor Rasuk
Kate – Eloise Mumford
Elliot Grey – Luke Grimes
Mrs. Grey – Marcia Gay Harden
Mr. Grey – Andrew Airlie
Mia Grey – Rita Ora
Taylor – Max Martini
Bob – Dylan Neal
Andrea – Rachel Skarsten
Martina – Emily Fonda
Paul Clayton – Anthony Konechny

Inhalt

DAS KINO EVENT 2015. Der größte globale Bestseller der letzten Jahre erzählt die Geschichte der 21-jährigen Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson), die für ihre Universitätszeitung ein Interview mit dem 27-jährigen Milliardär Christian Grey führt. Grey tritt derart arrogant und anzüglich auf, dass sich die junge Frau völlig überrumpelt fühlt – ihr Fluchtimpuls weicht aber bald einer geheimen Faszination, der sie sich nicht entziehen kann. Unentrinnbar wird Anastasia in Greys Bann gezogen, der ihr eine ungeahnte Welt eröffnet. Der Roman der Londoner Autorin E. L. James stürmte die Bestsellerlisten und erwies sich sofort als weltweites Phänomen: Insgesamt sind von der Trilogie (Geheimes Verlangen, Gefährliche Liebe und Befreite Lust) bisher über 100 Millionen Exemplare verkauft und in 51 Sprachen übersetzt worden. Damit zählt sie zu den rasantesten Erfolgsgeschichten der Literatur. Die britische Regisseurin Sam Taylor-Johnson etablierte sich mit dem John-Lennon-Biopic Nowhere Boy. Produziert wird Fifty Shades of Grey von Michael De Luca (Captain Phillips, Die Kunst zu gewinnen – Moneyball, The Social Network), Dana Brunetti (Captain Phillips, Unzertrennlich – Inseparable) und der Buchautorin E. L. James.

ACHUTNG: Diese Beschreibung habe ich der Webseite zum Film entnommen. Ich werde weiter unten nochmal darauf eingehen….

Meine Meinung

Was war dieser Film doch in aller Munde? Ich habe die Bücher gelesen und auch bereits auf meinem Blog vorgestellt. Meine Motivation mir den Film anzusehen war ziemlich gering. Warum ich dann trotzdem am ersten Tag dort war? Keine Ahnung, ich wollte es schnell hinter mich bringen.

Zusammen mit einer Freundin habe ich mich gewagt und bin ins Kino gegangen. Mit der Aussicht darauf, rollige Pärchen mit Popcorn zu bewerfen und eventuell mein volles Getränk an die Leinwand zu werfen, war ich guter Dinge, der Abend könnte doch ganz nett werden.

Tatsächlich war er sogar ziemlich lustig. Was haben wir, und damit meine ich nicht nur uns beide, sondern einen Großteil des Publikums, gelacht. Viele der Dialoge sind bereits im Buch nicht sonderlich tief gehend oder Ähnliches. Der Film allerdings lässt sie so Platt und auch wirklich lächerlich erscheinen, dass einem beinahe schon Hören und Sehen vergeht. Die Schauspieler haben sich alle Mühe gegeben, trotzdem eine gute Leistung abzugeben und das meiner Meinung nach auch nach bestem Wissen und Gewissen auch gemacht, gut war es halt trotzdem irgendwie nicht wirklich.
Hätte ich in einer Komödie gesessen, hätte ich wahrscheinlich nicht mehr gelacht.

Fangen wir mit Ana an: Bereits in den Rezensionen zu den Büchern habe ich mich über sie ausgelassen und geärgert. Das Wort Emanzipation sollte ihr eigentlich geläufig sein, denn diese hat sie um Jahrhunderte, beinahe schon gefühlte Jahrtausende zurückgeworfen. Im Film wird viel deutlicher, dass es sich bei diesem Buch um eine Twilight-Fanfiction handelt, die aus der Feder eines in der Midlife-Crisis steckenden Fangirls stammt, mehr kann ich dazu einfach nicht sagen.

Ana ist genau so naiv wie im Buch, nur leider wesentlich nerviger. Sie stöhnt ungefähr 70 % der Zeit und so viel Sex gibt es in diesem Film überhaupt nicht, als dass man so viel hätte stöhnen können. Außerdem tut sie das, sobald sich Christian ihr auch nur auf einen Meter nährt. Man kann es auch übertreiben!

Christian Grey sieht gar nicht aus wie beschrieben, oder wie ich ihn mir vorgestellt habe. Letzteres kann ich sogar verschmerzen. Jamie Dornan ist nun auch wirklich kein hässlicher Mann, aber er ist einfach nicht Christian Grey, wirklich nicht. Seine deutsche Synchronisation klingt eher nach einem Jungen, als einem richtigen Mann. Mir persönlich ist sie einfach nicht tief genug oder sie klingt nicht halb so „gefährlich“ wie ich sie mir vorgestellt habe.

Was die restlichen Figuren betrifft: Anas Freunde sind im Film genauso nebensächlich wie im Buch, was ich sehr schade finde. Ach ja, Elliot Grey war beinahe die größte Enttäuschung des Filmes, und während ich diese Sätze schreibe, muss ich mit entsetzten feststellen, dass sich sein Gesicht schon über das gelegt hat, das ich mir vorgestellt habe. Christina selbst hat keine Freunde und Mrs. Robinson wird nur nebenbei in einer SMS erwähnt. Ich war der Meinung sie wäre im ersten Band öfter aufgetaucht …

Handlungstechnisch habe ich das Gefühl, das viele Szenen vom Anfang für den Film hergenommen wurden, der Mittelteil des Buches scheint eher unwichtig zu sein. Allerdings bin ich mir da nicht ganz so sicher, denn es ist schon eine ganze Weil eher, seit ich das letzte Mal den ersten Band in den Händen hatte. Das muss und möchte ich ehrlich gesagt auch nicht ändern.

Zum Thema Sex möchte ich auch noch kurz etwas sagen. Was das betrifft finde ich den Film gar nicht so schlecht. Er zeigt nur wenige Sexszenen, die schon nervig genug sind mit Anas Gestöhne. Außerdem ist der Film ehr subtil, wenn es um Christians bestes Stück geht, während Ana meistens ganz nackt ist und auch fast alles gezeigt wird. Kameratechnisch sind die Aufnahmen wirklich schön geworden. Nicht so furchtbar, wie ich es mir ausgemalt habe.

Nun möchte ich, wie versprochen, noch kurz etwas zu der Inhaltsbeschreibung sagen. Als ich begonnen habe sie zu lesen, musste ich erst einmal kurz lachen. Wenn man so einen Film als „Kino Event 2015“ betitelt, muss man schon wirklich sehr mutig sein, denn das war und wird er definitiv nicht sein. Unabhängig von meiner Voreingenommenheit, kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Es ist unbestreitbar, das E.L. James sehr erfolgreich war mit ihren Büchern und es sei ihr von Herzen gegönnt, aber dieser Film war und ist ziemlich unnötig.

Weil es mir gerade noch eingefallen ist … Die Filmmusik war furchtbar. Die ausgewählten Lieder waren ungefähr so subtil wie eine Kanonenkugel und meiner Meinung nach auch nicht wirklich schön oder passend. Es schien mir alles etwas zu sehr überzogen und gewollt dramatisch, dabei ist dieser Film wohl alles andere als dramatisch.
Ich schließe die Rezension nun einem Zitat meiner Freundin: Der Film war lustig, weil wir ihn uns lustig gemacht haben, aber sehenswert ist er auf keinen Fall.
Dem kann ich mich nur anschließen und absolut nichts mehr hinzufügen.

Wertung (1/5)

Trailer

 

PS: Hier noch die sehr amüsante Filmbesprechung des Spiegels! (Hab sehr gelacht!)

 

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