Ayla und der Clan des Bären

Von Jean M. Auel
Erschienen: 01. Mai 2002
Taschenbuch 624 Seiten
Verlag: Heyne
ISBN 978-3-453-21525-2
Preis: Softcover 9,99 € (Ebook 8,99 €)

Inhaltsangabe

Die Urzeit vor 30 000 Jahren: Das junge Mädchen Ayla irrt verlassen durch die gefährliche Wildnis der vorzeitlichen Erde. Der «Clan des Bären», ein Stamm von Urmenschen, nimmt sie auf. Doch Ayla ist nicht wie die anderen Stammesmitglieder. Sie ist blond, schlank und lernt überdurchschnittlich schnell …
Ayla lebt vor 30.000 Jahren in einer Zeit, in der Schnee und Eis weite Teile des europäischen Kontinents bedecken. Als während eines Erdbebens Aylas Stamm vernichtet wird, irrt sie ziellos umher und überlebt nur knapp den Angriff eines Höhlenlöwen. Völlig entkräftet wird sie vom Clan des Bären gefunden und aufgenommen. In Iza, der Heilerin des Clans, und deren Bruder Creb, einem mächtigen Medizinmann, findet Ayla neue Eltern. Bald schon ergeben sich Konflikte durch Aylas Andersartigkeit. Nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre seltsame Art, durch Laute zu kommunizieren, befremden die Clan-Mitglieder. Bald lernt Ayla, auf die „richtige“ Art zu sprechen – in der Gebärdensprache.

Viele Verhaltensregeln und Tabus, die den Frauen des Bärenclans auferlegt sind, bereiten der selbstbewussten Ayla auch weiterhin Probleme. Mit Feuereifer stürzt sich Ayla in ihre Ausbildung zur Medizinfrau, denn darin sieht sie ihre einzige Chance, in Zukunft vom Clan akzeptiert zu werden. Doch ihr unabhängiges Wesen lässt sich nicht unterdrücken. So sehr sie sich auch müht, sie bleibt eine Außenseiterin in einer ihr fremden Kultur …

Cover

Das Cover ist in einem erdigen Rot gehalten und zeigt die Höhlenzeichnung eines Bären. Die Schrift hebt sich durch das weiß und gelb gut leserlich vom Hintergrund ab, was ich persönlich immer ziemlich wichtig finde. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Titel nicht lesen zu können. Das Bild passt außerdem sehr gut zu der Geschichte, denn wie der Titel schon sagt, geht es um den Clan des Bären.

Meine Meinung

Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich diese Reihe zum ersten Mal gelesen habe. Damals schon war ich ziemlich begeistert von der detaillierten Art der Autorin, die Geschichte zu erzählen. Aylas Leben beim Clan wird sehr genau und auch ausführlich beschrieben. Man erhält unglaublich tiefe Einblicke in das Leben der Steinzeit-Menschen. Die Autorin vermittelt den Eindruck das vieles geschichtlich (und auch zeitlich) wirklich so abgelaufen sein könnte. Ayla scheint eine Pionierin zu sein und kann mit der Lebensweise des Clans nicht immer etwas anfangen. Meist bewusst lehnt sie sich gegen die üblichen Verhaltensregeln auf und erweckt so Aufsehen.

Im ersten Teil werden ungefähr zehn bis zwölf Jahre von Aylas Leben behandelt. Das erscheint einem nicht nur unglaublich lange, sondern die Dicke des Buches beweist auch, dass vieles um- und auch beschrieben wird.

Mir gefällt der erste Teil der Reihe sehr gut und ich konnte mich auch jetzt, nach ein paar Jahren, wieder völlig darin verlieren. Ich mag die vielen Details, die Jean M. Auel herausarbeitet und wie viel sie beschreibt. Auch werden immer wieder Dinge erzählt, die man fast schon als „wissenschaftlich“ bezeichnen könnte. Zum Beispiel erklärt die Autorin, wie es sein konnte, dass sich damals die Landschaft so schnell verändert hat oder wie genau ein Gletscher „arbeitet.“ All das hat mich schon vor Jahren fasziniert und gefällt mir immer noch sehr, sehr gut.

Alles in allem kann ich für dieses Buch nur eine Kaufempfehlung aussprechen, denn ich bin völlig überzeugt und auch begeistert davon.

Wertung (4/5)

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