Summer Breeze 2013

14. 08 – 17. 08
Dinkelsbühl

Das Summer Breeze ist ein in Mittelfranken stattfindendes Metal-Festival und mit derzeit (Stand 2011) ca. 39.000 Besuchern eines der größten in Deutschland. Das Festival findet in der Regel in der Woche des 15. August von Donnerstag bis Samstag statt. (Wikipedia)

Bands 2013 (Auswahl)

In Flames, Sabaton, Fear Factory, We came as Romans, Korpiklaani, Powerwolf Saltatio Mortis, Leaves‘ Eyes, Finntroll, Walls of Jericho, Orphaned Land, Fiddler’s Green, Knorkator, Ensiferum, Amorphis, Long distance calling und Bembers

Mittwoch, 14.08.2013

Ich muss gestehen, dass ich Mittwoch überhaupt nicht vor den Bühnen war, einmal ganz kurz um ein Shirt zu kaufen. Das war eine Qual. Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass ich einmal so eingequetscht in einer Menschenmenge stehe, die dazu noch nicht einmal besonders groß ist. Vor dem wohl gemerkt EINZIGEN Merchandisestand hatte sich eine sehr enge Menschentraube angesammelt. Ich habe, zusammen mit einer Freundin geschlagene 2 Stunden gebraucht, bis wir nach vorne gedrückt wurden und sie die Shirts kaufen konnte, während sie über die „Menge“ getragen wurde, hab ich mich durchgequetscht. Für meinen Geschmack etwas zu viel Kontakt mit meinen Mitmenschen, so gern ich sie auch hab, das war mir zu viel.

Die Stimmung war an diesem Tag schon recht ausgelassen. Bands hab ich keine wirklich angeschaut. Nur als wir vom Merchandise kaufen zurück gegangen sind, habe ich eine Band gehört, die mir sehr gut gefallen hat. Allerdings muss ich leider sagen, dass ich mir nicht mehr sicher bin, wer es war.

Donnerstag, 15.08.2013

Die Nacht hatten wir gut überstanden, auch wenn wir leider etwas im Hang schlafen mussten, doch da hatte ich schon Schlimmeres. Das Wetter war auch wieder superschön. Vom fast wolkenlosen Himmel hatte die Sonne mit den Festivalbesuchern um die Wette gestrahlt. Es war richtig angenehm, zwischen durch kam immer etwas frischer Wind, perfektes Wetter. Und nun zu den Bands:

We came es Romans

Beschreibung: Fast eine Million Facebook-Likes sprechen eine deutliche Sprache: die Detroiter Band ist unermüdlich unterwegs, hat diverse namhafte Packagetouren gespielt und ist bereits in fast allen Herrenländer aufgetreten. Ihr drittes Album TRACING BACK ROOTS, das von John Feldman (u.a. The Used) produziert wurde, ist brandneu und erst vor wenigen Wochen erschienen – die Fans werden die Tracks samt Texten trotzdem fehlerlos abfeiern. Ihren Metalcore mischen die US-Amerikaner mit Electro (nicht umsonst haben sie mit Kyle Pavone einen Keyboarder im Team, der auch den klaren Gesang beisteuert), sodass hier und da auch von Trancecore gesprochen wird. (16:55 – 17:45 Uhr)

Meinung: „We came as Romans“ kannte ich vor diesem Festival nur vom Namen her. Daher hatte ich den festen Vorsatz sie mir anzusehen und es hat sich wirklich gelohnt. Wir standen relativ mittig noch hinter dem Wellenbrecher und hatten einen wirklich guten Sound. Die Band hat mich wirklich überrascht und mir sehr, sehr gut gefallen. Da werde ich mir definitiv etwas holen müssen. Die Präsenz auf der Bühne war fantastisch und die Lieder wirklich genial. Man konnte so richtig mit feiern und grölen. Sie haben mich persönlich sehr stark an Bring me the Horizon erinnert oder auch Asking Alexandria, welche ich beide sehr gerne höre. Das war auch der Grund, warum ich mich vor die Bühne gewagt habe. Ich war und bin ausnahmslos von den Stimmen begeistert, die Lieder sind sehr eingängig und harmonieren einfach unglaublich gut. „We came as Romans“ war für mich mit die beste Entdeckung auf dem Festival.

Saltatio Mortis

Beschreibung: Zum mitternächtlichen Totentanz (lateinisch: Saltatio Mortis) bitten die Karlsruher Mittelalterrocker. Nach der erfolgreichen Vorabsingle WACHSTUM ÜBER ALLES mit dem extracoolen Kraken-Artwork erscheint pünktlich zum Festival am 16. August das neue Album DAS SCHWARZE EINMALEINS. Großes Mathematiktalent wird aber erneut nicht nötig sein um den Weisen der Band zu folgen, denn das erklärte Ziel der Combo ist, auch nach diversen Umbesetzungen und der einen oder anderen musikalischen Kurskorrektur ihr Publikum zum Tanzen zu bringen – denn „wer tanzt, stirbt nicht!“. Neben alldem Tanzen gehen auch die gesellschaftskritischen Textinhalte nicht unter. (00:00 – 01:00 Uhr)

Meinung: Zu „Saltatio Motris“ wäre ich ohne meine Freundin nicht hingegangen. Im Gegensatz zu mir hatte diese sich nämlich vorbereitet und nahezu von allen Bands einmal etwas angehört. Ich bin auch wirklich froh, bei diesem Konzert dabei gewesen zu sein. „Saltatio Mortis“ ist eine fantastische Band und wir haben uns bereits Karten für ihre kommende Tour besorgt. Die Texte der Band und die Stimme des Sängers können einem wirklich unter die Haut gehen. Er hat nicht nur mich und meine Freundin, sondern das ganze Publikum mitgerissen. Als er sich dann, das hätte ich fast nicht geglaubt, von der Menge tragen lies, während er sang, hatte er wirklich meinen Respekt. Denn das stelle ich mir wirklich nicht leicht vor. Dieses Konzert zählt für mich auch definitiv zu einem der Besseren.

Fazit Donnerstag

Ein wirklich schöner Tag war es, das muss ich auch im Nachhinein sagen. Leider habe ich „Powerwolf“ und „Sabaton“ nur von Weitem gehört, aber das ist jetzt nicht weiter schlimm. Die beiden Bands, die ich gesehen habe, fand ich wirklich sehr gut. Der Markt war wieder, wie auch schon letztes Jahr, sehr schön aufgebaut. Stand fast alles genau so wie im Jahr zu vor, bin ich jedenfalls der Meinung, falls jemand da besser Bescheid weiß, darf er mich gerne berichtigen. Die Stände hatten alle ein wirklich tolles Angebot, welches sie zum größten Teil bis zum Ende des Festivals aufrechterhielten.

Freitag, 16.08.2013

Freitags ging es mir erstaunlich gut. Wenn ich an den vorhergegangenen Abend denke, wundert mich das noch immer. Da meine Eltern in unmittelbarer Nähe zum Festival leben, nutzen wir die Gelegenheit um uns den Schmutz und Staub der letzten Tage abzuwaschen. Auch wenn das für manche vielleicht zum Festival dazugehört, dreckig zu sein, finde ich es jedes Jahr aufs Neue schön, wieder einigermaßen Frisch dort aufzutauchen. Dieses Jahr war es allerdings nahezu umsonst. Wir mussten nämlich noch Nachschub kaufen und den dann über den Shuttelbus und das Gelände zum Zelt bringen, danach sahen wir fast so aus wie zuvor.

Leave’s eyes

Beschreibung: Von Dresden nach Ludwigsburg. Denn auch wenn Sängerin Liv Kristine ursprünglich aus Norwegen stammt, so ist die Ehefrau des Atrocity-Shouter Alex Krull doch seit Jahren im Raum Ludwigsburg zu Hause. Und Leave’s Eyes ist im Prinzip auch Atrocity + Liv Kristine, nur ergeben die Zutaten gemischt eben etwas völlig anderes: Symphonic Metal mit bekannten Engelchen/Teufelchen-Gesangskiste und den starken stimmen der Hauptpersonen. Mit ihrem aktuellen MEREDED-Album verbinden sie gekonnt folkloristische Instrumente mit altenglischen und norwegischen Texten und lassen Sagen vergessener Zeiten und Mike Oldfields „To France“ gekonnt wieder aufleben. ( 15:05 – 15:55 Uhr)

Meinung: Leave’s Eyes habe ich vor zwei Jahren schon einmal auf dem Breeze gesehen und ich muss ehrlich sagen, damals haben sie mir besser gefallen. Daher haben sie dieses Jahr nicht schlecht gespielt, doch irgendetwas hat in meinen Augen gefehlt. Es war nicht mehr so bombastisch, fantastisch wie zwei Jahre zuvor. Gefallen haben mir die Lieder trotzdem, auch die Stimme von Sängerin Liv Kristine klang noch sehr schön.

Orphaned Land

Beschreibung: Man kann sie getrost als die Pioniere des Orient Metals bezeichnen, denn niemand verbindet so gekonnt Metal mit arabischen (Folk-) Elementen und Motiven. Auch ihr Timing könnte kaum besser sein, denn ihr neues Meisterwerk ALL IS ONE kam gerade mal vor ein paar Wochen in die Läden. Und wenn jemand weiß, was religiöse Zwistigkeiten anrichten können, dann sind das wohl die Bewohner des Nahen Ostens. Und so verwundert auch die Botschaft nicht, die die sechsköpfige Gruppe mit dem neuen Album transportieren möchte: Menschen sollten anhand ihrer Herzen und inneren Aufrichtigkeit beurteilt werden und nicht nach ihren religiösen Überzeugungen. Word! (20:15 – 21.05)

Meinung: Ja…. Orphaned Land wollte ich mir eigentlich nicht ansehen, bin dann aber mit ein paar Leuten aus meiner Gruppe mitgegangen. Viel hab ich auch davon nicht gehört, muss ich ehrlich zu geben, denn sonderlich gefallen hat es mir nicht. Im Programmheft werden sie hochgelobt und das kann ich auch wirklich verstehen nur konnte ich beim besten Willen einfach nichts mit der Musik anfangen. Trotzdem bin ich froh, mir einmal etwas davon angehört zu haben und wenn ich ehrlich bin, habe ich schon etwas Schlechteres gehört.

Finntroll

Beschreibung: Macht euch bereit für die Rückkehr des Trollish Hoedwon Metal – so nennen Finntroll ihren ganz eigenen Mix aus Death, Folk und Pagan metal samt dem Blubb frischen Humpas. Generalstabmäßig geplant könnte die siebenköpfige Horde ihr erneutes Auftauchen bei uns haben, aber vielleicht ist ihr jüngstes Werk BLODSVEPT auch nur zufällig im Frühjahr 2013 veröffentlicht worden. Wo manche Bands mit den Jahren gemäßigter werden, ist ihr aktuelles Album streckenweise wieder eine Schippe härter geraten – natürlich ohne auf die launigen Schunkel-/Saufhymnen zu verzichten, die diese Finnen auch ausmachen. Ein Garant für gute Laune und nicht umsonst Stammgast bei uns! (00:00 – 01:00)

Meinung: Auf Anraten, das Finntroll so lustig wäre, sind wir dort hingegangen. Das hätten wir uns, meiner Meinung nach sparen können, denn ich fand sie überhaupt nicht lustig, auch hat mir die Musik nicht gefallen. Beides hängt mit Sicherheit zusammen. Es war verdammt voll, daher gehe ich davon aus, dass Finntroll gar nicht so schlecht sind und wirklich gut bei den Leuten ankommen. Trotzdem war ich froh, an dem Abend wieder am Zelt zu sein. Sie hatten ein paar Lieder dabei, die mir gut gefallen haben, doch das meiste war eher nichts für mich, leider.

Fazit Freitag

Freitag war nicht ganz so mein Tag. Gleich am Anfang haben wir Feuerschwanz verpasst, die ich gerne gesehen hätte, aber das ging zeitlich einfach nicht rund. Mit Orphaned Land und Finntroll hatte ich zwei Auftritte gesehen, auf die ich auch hätte verzichten können, was wirklich sehr schade war. Ansonsten war der Tag wirklich schön. Erneut waren wir wieder etwas shoppen, wie das für Mädels ebenso üblich ist, und wurden dieses Mal sogar fündig. Für jede von uns beiden gab es je ein schickes Wickeltop in Schwarz, das eigentlich nur aus zwei Stoffbahnen bestand, die einmal überkreuz über die Brust liefen und am Rücken verknotet wurden. Das erleichterte die Hitze auch ungemein.

Samstag, 17.08.2013

Samstags hatten wir wirklich ein volles Programm im Vergleich zu den anderen Tagen. Fünf Bands standen auf unserer Liste und bereits im Voraus kann ich sagen, dass wir alle gesehen haben. Das Wetter war auch an diesem Tag fantastisch, was auf dem Weg zur Bühne allerdings zu einem kleinen Problem wurde. Der Staub war so aufgewirbelt, dass er bestimmt zwei Meter hoch war. Mittlerweile waren viele dazu übergegangen sich ihre Shirts vor Nase und Mund zuhalten während sie das Gelände entweder verließen oder versuchten dort hinzugelangen.

Bembers

Beschreibung: Da isser wieder. Auch im letzten Jahr hat das fränkische Comedy-Original mit seiner starken Metal-Affinität schon einen Tag der Camel Stage eröffnet. Mit dem Intro „Bembers burns like Hell, laut, hart dringend, schnell!“ startete er 2012 seinem 45-minütigen Auftritt. Da ging’s dann u.a. um Angela Merkel im Swingerclub, Kacken als Kunstform oder der Lockenkopf verkündete rotzfrech „Ich bin Jesus Christus und mache demnächst in Dinkelsbühl ein Nagelstudio auf!“. Bembers stellte unter Beweis, dass man auch ganz ohne Musik ein Festivalpublikum rocken kann. Und zwar getreu der trefflichen Devise: Ist er zu hart, bist du zu weich! Hardcore-Comedy eben. (14:00 – 14:45 Uhr)

Meinung: Oh mein Gott, es war so lustig. Bei bekannten Pasagen haben die Zuschauer lauter mitgegrölt als bei manchen Acts auf der Main oder Pain Stage. Ich habe schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht, als bei diesem Auftritt. Es standen bestimmt bis zu etwa 5000 Zuschauer im Bereich vor der Camel Stage und feierten Bembers, denn anderes kann ich es fast nicht sagen. Es war wirklich ausgelassen und hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Fiddler’s Green

Beschreibung: Nachdem Arkona vor ihnen ja schon ordentlich für Stimmung gesorgt haben, werden es die Erlanger Fiddler’s Green nicht schwer haben, da noch einen draufzusetzen. Ihr erster Besuch 2010 war ein imposanter Beweis dafür, dass auch Gruppen mit einer nur geringen Ausrichtung gen Metal auf dem SUMMER BREEZE richtig punkten können. Irischer Speedfolk mit gelegentlichen Eskapaden gen Ska oder gar Reggae scheinen hier also kein Problem zu sein, Scheuklappen ade, willkommen aufgeschlossenes Publikum! WINNERS & BOOZERS, ihr 13. Werk ist just taufrisch erschienen und hat sich erneut sowohl hoch in den Charts als auch in der Gunst der Fans positioniert. (15:05 – 15:55)

Meinung: Fiddler’s Green, ja das war mal was ganz Anderes, meine Lieblingsband wird es nicht, das kann ich sagen, aber sie waren definitiv nicht schlecht. Wie gesagt, etwas völlig anderes und ehrlich gesagt hatte ich auch überhaupt nicht mit so etwas gerechnet, daher hat es mich am Anfang leicht überfordert, da ich es überhaupt nicht einschätzen konnte. Im Nachhinein muss ich ehrlich sagen, schade das Ich mir den Auftritt nur zur Hälfte angehört und auch etwas engstirnig reagiert habe, denn Fiddler’s Green ist beim zweiten Mal hinhören gar nicht so schlecht, wie ich beim ersten Mal dachte.

Knorkator

Beschreibung: Deutschlands meiste Band der Welt. Endlich auf dem SUMMER BREEZE! Wir dachen ja schon die Chance, Stumpen & Co endlich aufs Festival zu lotsen, wären für immer dahin, denn 2008 war bekanntlich mal Schicht im Schacht. Zwei Jahre später meldeten sie sich dann aber zurück. 2011 gab’s das neue Album ES WERDE NICHT, das seinem Namen keinerlei Ehre machte, denn es wurde so was von! Feiner Wortwitz im Kontrast mit Fäkalhumor, Bühnenoutfits, die nur das Nötigste verhüllen, die legendäre „vegetarische Flugverkostung“ (Gemüse durch den Gartenschredder“, Instrumente aus Haushaltsgegenständen – die Ideen gehen Stumpen und Alf Ator wohl niemals aus – gut so! (16:55 – 17:45)

Meinung: Die Beschreibung im Programmheft trifft unglaublich gut auf die Band zu. Im ersten Moment war ich völlig entsetzt, als die Band auf die Bühne marschiert ist. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Es war verdammt voll und Stumpen hatte verdammt viel zusagen. Normalerweise ist das etwas, das mich total nervt. Hier aber hing mir einfach nur die Kinnlade auf den Fußboden. Einige Lieder, die „Knorkator“ spielte, kannte ich schon, die meisten jedoch nicht. Diese Band war das unglaublichste, was ich bis jetzt auf einem Festival gesehen hatte, so viel Witz und Wortreichtum gab es noch nirgends. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und die Menschenmenge war der Wahnsinn.

Ensiferum

Beschreibung: „Finland, Finland, Finland, the Country, where I want to be“ hieß es schon bei Monty Python. Und auch die Kapellen aus dieser Nation erfreuen sich in unseren Breitengraden enormer Beliebtheit. Auch wenn sie ihrem Namen nach schwerttragend daherkommen, wollen uns die vier Herren + Keyboarderin mit ihrem Viking Folk Metal keinesfalls etwas Böses. UNSUNG HEROES haben sie ihr fünftes Studioalbum benannt, das es auf einen fantastischen 15. Platz in die deutschen und sogar auf Platz 3 der finnischen Albumcharts schaffte. Sie zeigen auf dem Album einige neue Facetten in ihrem Sound (orchestrale Klänge, hohe Frauenchore), die sie aber sehr gut integrieren. (18:55 – 19:55 Uhr)

Meinung: Ensiferum habe ich auch nicht ganz gehört, aber das was ich gehört habe, das hat mir sehr gut gefallen. Diese Band war wirklich fantastisch. Die Atmosphäre, welche sie geschaffen haben, war kaum noch zu toppen. Das was ich mitbekommen habe war einfach unglaublich. Die Stimmen, die Musik und das Drumherum haben super harmoniert und einfach toll zusammengepasst. Sie haben die Zuschauer in ihren Bann gerissen und es war sehr schwer davon loszukommen.

In Flames

Beschreibung: Manchmal kommen sie wieder … nein, es geht mal nicht um untote, sondern um eine Gruppe, die seit ihrem letzten Besuch auf dem SUMMER BREEZE (vor genau zehn Jahren!) so oft ins LineUp gewünscht wurden wie keine andere: In Flames sind wieder da! Und sie sind ja durchaus rumgekommen seither, inklusive Durchbruch in den USA etc. Wohl auch, weil sie ihre Fans nie aus den Augen verloren haben. Okay, mittlerweile stehen sie eher für Modern als für Melodic Death Metal, aber die Trademarks sind da. Hochklassiges Riffing, massig Grovove und dank Fronter Fridén herrscht auch kein Mangel an catchy Gesangpassagen. Da das Auge ja mitisst, ist ihnen seit jeher die visuelle Seite wichtig. Das geht bei der Kleidung los, hört beim Artwork und den Videos nicht auf und gilt bei den Schweden natürlich ganz besonders für die fulminanten Liveshows, die dem Bandnamen alle Ehre machen. In diesem Sinne: Feuer frei! Niclas Englin nimmt diesen Sommer übrigens Elternzeit, deswegen hilft Jensen von The Haunted aus. (22:25 – 23:55 Uhr)

Meinung: Obwohl wir etwas spät dran waren, sind wir noch verdammt weit nach vorne gekommen. Der Platz war voll, das haben wir jedenfalls festgestellt, als wir während danach wieder gehen wollten. In Flames haben alles gegeben und das haben die Menschen gespürt. Die Menge hat gefeiert und getobt. Es war unglaublich schön, aber auch lustig, das Ganze mit anzusehen. Wir sind richtig abgegangen, und das der trotz der Nackenschmerzen vom Vorvortag. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, diese Band anzusehen. Ich bin wirklich froh, denn wer das nicht gesehen hat, der hat einiges verpasst. Sie haben eine geniale Show abgeliefert mit Feuerwerk und allem, was dazugehört. Ich bin aus dem Staunen kaum herausgekommen.

Fazit Samstag

Allein die Tatsache das Ich alles geschafft hat, macht mich stolz darauf. Der Tag war wirklich klasse, das Wetter hat super gehalten, es war verdammt warm, verdammt staubig, aber verdammt geil. Mein persönliches Highlight waren Knorkator und ein klein wenig auch In Flames. Beide Bands haben mich positiv überrascht. Ein letztes Mal sind wir durch den Markt geschlendert, haben abends sogar noch von dem Ochsen probiert, der wirklich gut geschmeckt hat, aber ziemlich teuer war (ich glaube er hat 6 € oder so gekostet, weiß es aber nicht mehr genau).

Was das Essen betrifft, waren wieder einmal die holländischen Pommes mit Käsesoße mein Favorit. Beinahe wären sie Samstag noch von einem vegetarischen Flammkuchen überholt worden.

Sonntag, 18.08.2013

Der Tag der Abreise ist immer der Schlimmste. Als ich aufgestanden bin, stand von der Pain Stage nur noch die Träger und der Boden, bis wir abgefahren sind, war selbst die Main fast schon komplett abgebaut. Um uns herum standen auch kaum noch Zelte und die meisten waren recht schnell weg. Im Allgemeinen ging die Abreise dieses Jahr für mein Gefühl wesentlich schneller, lag aber vielleicht daran, dass wir dieses Mal nicht zum Haupteingang bzw. Ausgang hinausgeleitet wurden, so wie letztes Jahr. Da war es wirklich grausam. Wir hatten eine Ewigkeit gebraucht. Dieses Jahr ging es wieder richtig flott und ich war noch vor dem Mittagessen wieder Zuhause.

Gesamtfazit

Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen ein wirklich gelungenes Festival. Ich hatte meine Zweifel, aber die wurden alle beseitigt. Erneut waren es ein paar wunderschöne, sehr entspannende Tage. Der Montag danach war die Hölle, aber das wusste ich schon vorher.

Mein einziger, persönlicher, aber dafür riesiger Minuspunkt ist, dass es dieses Jahr kein Poster für die Müllsäcke gab. Das ist echt schade und ich bezweifle das sich irgendetwas gebessert hat. Wahrscheinlich ist es eher schlimmer geworden, weil es ja jetzt keinen direkten Grund mehr gibt, den Platz noch einigermaßen sauber zu halten. Ich kann es nicht verstehen, warum sie das abgeschafft haben. Finde ich auch sehr schade.

Ein Festival mit allem Drum und Dran, alles, was man braucht oder auch nicht. Ich für meinen Teil liebe dieses Festival wirklich und das liegt nicht daran, dass es direkt vor meiner Haustür ist, nein. Oft treffe ich hier Leute, die ich das ganze Jahr nicht sehe. Dieses Mal leider nicht, allerdings sind mir letztes Jahr ständig welche über den Weg gelaufen.

Die Atmosphäre ist kaum zu schlagen und es füllt sich jedes Jahr aufs Neue einfach nur gut an, hier zu sein. Ich kann nur eine wärmste Empfehlung für alle Metal-Fans aussprechen.

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