[Musik] The Mystery of Time

The Mystery of Time

Veröffentlichung: 29. März 2013
Lable: Nuclear Blast (Warner)
Preis: 18,99 € (CD-Digi)
19,99 € (2Pic-LP)
39,99 € (Earbook)

Erster Eindruck

Ich muss ja wirklich zu geben schon sehr lange ein unglaublicher Fan von Tobias Sammet’s Avantasia zu sein. Doch als ich das Earbook in Händen hielt, haben meine Augen erst einmal nur gefunkelt und gestrahlt. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich es überhaupt nicht mehr aus den Händen gelegt. Das Buch ist, soweit ich sagen kann, gut gebunden und das Cover ist einfach fantastisch. Wenn man es aufschlägt, sieht man direkt die beiden CDs, einmal mit den Liedern und einmal „nur“ mit den Instrumentalen.

Es fängt an mit einem kleinen Vorwort von Tobi (auf Englisch), der Track-Liste und den mitwirkenden Interpreten und Musikern. Auf den folgenden Seiten kommen die jeweiligen Songtexte und kleine, erklärende Texte dazu. Ich muss ehrlich zu geben manchmal etwas Schwierigkeiten mit der Schrift zu haben.

Nach den Songtexten gibt es noch einmal eine komplette Auflistung wirklich aller Mitwirkenden. Egal ob Sänger, Musiker, Produzent oder das Orchester, alle werden irgendwie erwähnt und sei es in Tobis etwas konfuser Danksagung, die mich wirklich zum Schmunzeln gebracht hat. Auf der darauf folgenden Seite sind Bilder der Musiker und Sänger zu sehen. Eine wirklich super Idee, ich hätte die nämlich fast alle Googeln müssen und das blieb mir so erspart. Direkt danach kommt eine Großaufnahme vom Cover, gigantisch.

Dann das Interview von Tobi, jeweils in Deutsch und in Englisch und sehr, sehr lang! Einfach toll. Auf das Interview folgt direkt eine tolle Großaufnahme von Tobi und direkt dahinter die Geschichte von Avantasia etwas vermischt mit der von Edguy, jeweils wieder in Englisch und Deutsch. Auf der letzten Seite sind dann die Tourdaten der „The Mystery world Tour 2013“.

Die Songs

01 Spectres Gänsehautintro!!!!! Definitiv! Ich krieg jedes Mal eine, wenn das Orchester anfängt zu spielen. Tobis Stimme klingt einfach nur Gigantisch bei diesem Lieb. Eines meiner absoluten Favoriten auf dem neuen Album. Der Refrain, da will ich einfach nur mit singen! Es ist so schön.
Gastsänger: Joe Lynn Turner

02 The Watchmakers‘ Dream Hier fängt Joe gleich direkt an. Das gefällt mir auch sehr gut, er hat so eine andere Stimme als Tobi. Auch im Refrain mag man einfach nur Mitsingen oder Tanzen. Die Mischung aus Tobi und Joe ist einfach genial. Da kann man einfach nur die Augen zu machen und es genießen.
Gastsänger: Joe Lynn Turner

03 Black Orchid Epischer Anfang. Das Lied muss ich ehrlich sagen gefällt mir Live fast besser als auf der CD, vielleicht liegt es an Bob, der einfach sehrlustig singt. Hier ist es allerdings die (eigentliche) Version mit Biff Byford. Sie ist nicht schlecht, aber ich fand Bobs Handbewegungen und sein herumgewedle einfach zu lustig. Biffs Stimme klingt wirklich schön, sehr warm und sehr angenehm. Man kann sich absolut nicht beklagen.
Gastsänger: Biff Byford

04 Where Clock Hands Freeze Das Lied beginnt um einiges Ruhiger als seine drei Vorgänger, nimmt aber schnell an Fahrt auf, dank einer sehr starken Gitarre. Wenn Michael Kiske dann anfängt zu singen, fühlt man sich auf der Platte einfach zu Hause. Er war bis jetzt auf jedem Album von Avantasia zu hören und gehört meiner Meinung auch zur Stamm-Crew, genau wie Tobi und Sascha. Er hat eine wirklich hammermäßige Stimme und darf auf keinen Fall fehlen. Ein fantastisches und atemraubendes Lied.
Gastsänger: Michael Kiske

05 Sleepwalking Die „Singel“ des neuen Albums ist vielleicht der poppigste Song den Tobi jemals geschrieben hat, aber ich mag ihn trotzdem. Cloudys Stimme klingt einfach so unglaublich sanft und wirkt auf mich tatsächlich etwas einschläfernd, was aber eher als Kompliment gesehen werden kann. Der Refrain ist einfach nur richtig schön und klingt so romantisch. Man würde einfach selbst gerne mit Tobi durch das verschneite Winter-Wunderland des Videos spazieren. Cloudy hat eine wirklich unglaubliche kraftvolle Stimme, nicht so hoch wie die von Amanda Sommerville.
Gastsängerin: Cloudy Yang

06 Savior in The Clockwork Das längste Lied der Platte. Es beginnt etwas unheilvoll finde ich. Man erwartet fast eine verlassene Landschaft oder so etwas in der Art. Als würde das kleine Dorf in England völlig menschenleer dem Winter entgegensehen. Wenn das Lied allerdings wieder schneller wird, dann wird man sich bewusst, was man eigentlich für tolle Musik hört. Die Stimmen passen wirklich äußerst gut zur Melodie und sind in meinen Augen fast perfekt arrangiert. Auch dieses Lied zählt zu einem meiner Lieblingsliedern, da kann ich auch nicht einfach weiter schalten, wenn ich eigentlich schon das nächste beschreiben sollte.
Gastsänger: Joe Lynn Turner, Biff Byford, Michael Kiske

07 Invoke the Machinen Sehr schneller Anfang mit einer fantastischen Gitarre, die mich fast zum Headbangen gebracht hätte und das nur bei der CD. Tobis Stimme klingt fantastisch am Anfang, etwas klagend und dann kommt Ronnie. Er ist ein großartiger Sänger. Ich kannte ihn vor Avantasia noch nicht, aber ich muss wirklich sagen: Hut ab! Das hat er super gemacht. Er hat eine richtige rotzige und fast schon röhrige Stimme. Nicht ganz so hoch wie Tobi. Einfach anderes, aber anderes gut!
Gastsänger: Ronnie Atkins

08 What’s left of me Da schmelze ich allein schon beim Intro dahin und dann fängt Eric Martin an zu singen und es ist um mich geschehen. Als ich das Lied zum ersten Mal gehört hab, war er nicht wirklich in meinem Focus und auch bei meinem ersten Konzert, aber umso mehr ich etwas von ihm höre und umso öfter, desto besser gefällt es mir. Er ist mir auf der Bühne am Anfang etwas seltsam vorgekommen, aber mittlerweile weiß ich warum Tobi und Sascha ihn dabei haben wollten. Er hat eine fantastische und vor allem eine sehr außergewöhnliche Stimme. What’s left of me zählt auch zu einem meiner Lieblingsliedern und Eric zu einem meiner Lieblings-Live-Sängern.
Gastsänger: Eric Martin

09 Dweller in a Dream Ein absolutes Kiske und Sammet Duett. Tobi singt den Hauptteil und Michael Kiske die kleinen Highlights dazwischen. So wirkt es jedenfalls auf mich, wenn ich ehrlich bin. Dieses Lied zählt auch nicht zu meinen absoluten Lieblingsliedern, aber irgendwie mag ich trotzdem total gerne und könnte es mir fast Stunden lang anhören.
Gastsänger: Michael Kiske

10 The Great Mystery Es fängt sehr langsam an, was nicht schlecht ist, sondern eher zum Luftholen. Hier singt Bob endlich auf der CD. Ich sehe in schon vor meinem inneren Auge mit seinen Händen in der Luft. Allerdings muss man sich wirklich eingestehen, dass er ein genialer, fantastischer und unglaublich toller Sänger ist, egal ob auf CD oder Live. Mir hat er sehr gut gefallen und ich mag auch das Lied wirklich sehr gerne. Es ist ja das zweit Längste auf der CD und einfach nur toll. Es lohnt sich auf jeden Fall zum Anhören, auch mehrmals.
Gastsänger: Bob Catley, Biff Byford, Joe Lynn Turner

11 The Cross and you Das Lied ist der Bonus Track auf dem Earbook. Gefällt mir auch sehr gut. Es ist etwas ruhiger, als die meisten der anderen Lieder, nicht ganz so pompös und laut. Vor allem erinnert mich etwas an ein paar ältere Sachen von ihm. Beim Refrain packt Tobi dann richtig aus bei den hohen Tönen. Es klingt einfach klasse!

12 Death is just a feeling Ich war etwas überrascht das Lied auf „The Mystery of Time“ zu finden und dann noch mit Tobis Stimme. Etwas verstörend muss ich ehrlich zu geben ich mag die „Angel of Babylon“-Version mit Jon Olivas um einiges mehr und sie gefällt mir viel besser. Wenn er singt, habe ich wirklich eine Gänsehaut und das vor Angst. Bei seiner Stimme muss ich immer an einen Horrorfilm oder einen dunklen Friedhof denken. Bei Tobi hab ich dann auch immer die anderen Lieder im Kopf. Er singt es nicht schlecht, aber mir gefällt Olivas Version besser.

Gesamteindruck

Im Großen und Ganzen finde ich das neue Album einfach fantastisch. Das konnte man aber wahrscheinlich schon aus den einzelnen Liederbewertungen herauslesen. Tobias Sammet hat in meinen Augen ein unglaubliches Händchen für tolle Songs. Ich weiß natürlich auch, dass viele das anderes sehen und ich kann sie manchmal auch verstehen. Doch bei diesem Album kann ich einfach nichts anderes sagen, als das Es toll ist und dabei werde ich auch bleiben. Wenn ich könnte, würde ich dem Album sechs Sterne vergeben.

Wertung (5/5)

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